Mit WordPress-Widgets die Website aufwerten

Zu den WordPress-Paketen

Was sind WordPress-Widgets?

Websites lassen sich mit dem Content-Management-System WordPress unglaublich flexibel gestalten – sogenannte Widgets tragen ihren Teil dazu bei: Dank dieser dynamischen Elemente können Sie Ihren Blog oder Ihre Website für den Leser noch ansprechender gestalten. Beispiele für ein WordPress-Widget sind ein Suchformular, Kategorienoder ein Kalender. Diese Elemente können flexibel hinzugefügt werden. Bei den meisten aktuellen Themes lassen sich Widgets im Footer integrieren.

Welche Arten von WordPress-Widgets gibt es?

Es gibt viele Arten von Widgets, mit denen Sie Ihr Projekt ausstatten können: So können Sie WordPress mit einem Twitter-Widget oder entsprechenden Erweiterungen für Facebook und Co. einfach um Buttons zu Ihren Social-Media-Kanälen erweitern oder Ihren Footerum einen Kalender ergänzen. Auch Medieninhalte wie Fotos, Videos oder Musik lassen sich auf diese Weise elegant in Ihre Website einbinden, ohne dass Sie hierfür über HTML- oder CSS-Kenntnisse verfügen müssen. Ebenfalls praktisch: Ein WordPress-Google-Maps-Widget, mit dessen Hilfe Sie beispielsweise den Standort Ihres Unternehmens oder einen anderen Ort auf einer interaktiven Karte direkt auf Ihrer Seite präsentieren können.

Wie lässt sich ein WordPress-Widget hinzufügen?

Verwalten können Sie Ihre Widgets im Backend unter dem Menüpunkt Design. Links sehen Sie alle verfügbaren Widgets, rechts den Widget-Bereich, wie er später zum Beispiel in der Sidebar Ihrer Seiten angezeigt werden würde. Per Drag-and-Drop können Sie die einzelnen, verfügbaren WordPress-Widgets bequem hinzufügen, entfernen oder neu anordnen. Bei den rechts angeordneten aktiven Widgets lässt sich per Klick auf den Pfeil eine Schaltfläche öffnen. Über diese können Sie individuelle Einstellungen an dem jeweiligen Element vornehmen.

Widget-Menü im WordPress-Backend
Ihre WordPress-Widgets verwalten Sie einfach per Drag-and-Drop

Welche WordPress-Widgets sind empfehlenswert?

WordPress verfügt über Standard-Widgets für Kategorien, Letzte Kommentare oder die Suche. Um die folgenden Widgets zu nutzen, müssen Sie die entsprechenden Plugins installieren.

Simple Social Icons: Ein Widget für individuelle Social-Media-Buttons

Ein nützliches WordPress-Widget nennt sich Simple Social Media Icons: Es ergänzt Ihre Website um einfach gehaltene, individuell gestaltbare Icons, über die Besucher zu Ihren Social-Media-Kanälen finden. Denn egal, ob bei Firmenmarketing oder beim Modeblog: Accounts bei sozialen Netzwerken sind für eine gelungene Außendarstellung oft unerlässlich. Wenn Sie den Haken bei „Link in neuem Fenster öffnen“ setzen, bleibt Ihre WordPress-Website trotz eines Klicks weiterhin parallel geöffnet.

WordPress-Widget Simple Social Media Icons: Einstellungsoptionen
Mit einem gesetzten Haken sorgen Sie dafür, dass Ihr WordPress-Projekt im Browser des Besuchers geöffnet bleibt

WP Google Maps: Das WordPress-Google-Maps-Widget für bessere Orientierung

WP Google Maps ermöglicht Ihnen die Einbindung einer Karte in jeden widgetfähigen Bereich, die frei nach Ihren Vorlieben gestaltet werden kann: Vielfältige Möglichkeiten erstrecken sich von der Größe des angezeigten Kartenausschnitts bis hin zur Größe und Farbe der Standortmarkierung. Wichtig: Um Google Maps nutzen zu können, benötigen Sie einen API Key. Dies kann mit Kosten verbunden sein. Sie haben alternativ die Möglichkeit, die Karte als iframe einzubinden. Wählen Sie dazu bei Google Maps den gewünschten Kartenausschnitt, dann auf der linken Seite „Teilen“ und dann „Karten einbetten“. Kopieren Sie den angezeigten Shortcode in ein Text-Widget.

Category Post Widget: Ein Widget als Sortierungshilfe für Ihre Beiträge

Das WordPress-Widget „Category Post Widget“ erlaubt den Besuchern das Filtern nach bestimmten Kategorien: So wird der Besucher schneller zum Ziel seiner Suche geführt.

Sie können dabei bestimmen, wie viele Artikel angezeigt werden, ob nach Titel, Datum, Anzahl der Kommentare oder sogar nach dem Prinzip Zufall sortiert wird. Sie können auch Posts ohne Thumbnail ausschließen und die Dimensionen des Vorschaubilds so anpassen, dass es sich ideal in Ihr Seitenlayout einfügt.


Widget Logic – für Ordnung in der WordPress-Sidebar

Fügt man dem Footer (oder Header)ein Widget hinzu, wird es normalerweise auf jeder Seite des WordPress-Projekts angezeigt. In vielen Fällen ist es erwünscht, dass die Dinge jederzeit und an jeder Stelle der Homepage erreichbar sind – wie es z. B. bei einer Suchfunktion der Fall ist. Doch auf vielen Seiten werden so standardmäßig Widgets angezeigt, die dort eigentlich gar nicht notwendig wären.

Wollen Sie konkrete Aussagen darüber treffen, auf welchen Seiten ein WordPress-Widget erscheint, ist die Nutzung von Widget Logic zu empfehlen. Widget Logic ist ein simples WordPress-Plug-in, das bei jedem Widget ein Eingabefeld hinzufügt. In dieses können Codes – die sogenannten Conditional Tags – eingegeben werden. Diese geben den Befehl, Widgets nur auf bestimmten Seiten anzuzeigen bzw. auf einzelnen Seiten auszublenden. Eine Übersicht über die allgemein in WordPress gültigen Conditional bietet die offizielle WordPress-Site.

WordPress: Widget-Logic-Eingabefeld
Das Feld des Plug-ins Widget Logic zur Eingabe von Conditional Tags

5 praktische Conditional Tags für das Plug-in Widget Logic

  • is_front_page (): Das WordPress-Widget wird nur auf der Startseite angezeigt.
  • is_single (): Das jeweilige Element erscheint bei der Ansicht jedes einzelnen Beitrags.
  • is_single ( array( 2, 3, 13 ) ): Bei den Beiträgen mit den IDs 2, 3 und 13 wird das Widget angezeigt. Die ID findet man in der URL an der Stelle "post=ID" beim Erstellen bzw. Bearbeiten des Beitrags im Editor.
  • is_page ( 'Über uns' ): Anzeige auf der Seite, deren Titel eingetragen wird – in diesem Fall "Über uns".
  • is_category ( 'Tipps & Tricks' ): Das Widget wird nur auf der Seiten der ausgewiesenen Kategorie angezeigt – hier "Tipps & Tricks".

Hinweis: Man kann sowohl die IDs als auch den Titel einer Seite bzw. einer Kategorie verwenden, um Seiten, Beiträge etc. zu identifizieren.

Ein WordPress-Widget auf einzelnen Seiten nicht einfügen

Wenn ein Widget nur auf wenigen Seiten nicht erscheinen soll, können mit den Conditional Tags auch einzelne Seiten ausgeschlossen werden. Dafür setzt man schlicht ein Ausrufezeichen vor den Befehl: ! is_home () lässt das entsprechende WordPress-Widget beispielsweise auf allen Seiten abgesehen von der Startseite erscheinen.

Alternativen zu Widget Logic

Für die Verwaltung Ihrer Widgets in WordPress ist Widget Logic prinzipiell aus verschiedenen Gründen zu empfehlen: Durch die geschickte Kombination von Conditional Tags können Sie ganz gezielt festlegen, auf welchen Seiten Ihres Projekts ein Widget erscheinen sollen. Zudem wird lediglich ein kleines Eingabefeld hinzugefügt und nicht noch ein umfangreiches Menü. Bereits nach kurzer Zeit werden Sie die häufigsten Befehle nicht mehr nachschlagen müssen, weil sie Ihnen in Fleisch und Blut übergegangen sind. Ist Ihnen das trotzdem zu kompliziert, gibt es einige interessante Alternativen zu Widget Logic, die ebenfalls darauf ausgerichtet sind, das WordPress-Widget-Management zu vereinfachen:

  • Widget Optionen fügt eine Benutzeroberfläche hinzu, auf der nur Checkboxen aktiviert werden müssen, um ein WordPress-Widget z. B. nicht auf der Startseite oder ausschließlich auf der Kontaktseite anzuzeigen. Die Eingabe von Conditional Tags ist ebenfalls möglich, falls es keine passende Auswahl gibt.
  • Das Plug-in Custom Sidebars setzt auf eine intuitive Benutzeroberfläche direkt im Widget-Bereich des Backends und kommt ohne den Einsatz von Conditional Tags aus. Darüber hinaus bietet die Erweiterung Optionen zur Gestaltung der Sidebar und anderer widgetfähiger Bereiche.

WordPress-Widgets im Überblick

  • Widgets machen Ihre Website noch ansprechender und leserfreundlicher.
  • Sie können in widgetfähigen Bereichen Ihrer WordPress-Website integriert werden.
  • Es gibt eine große Auswahl an WordPress-Widgets, vom Kalender über Social-Media-Icons bis hin zu Sortier- und Suchfunktionen.
  • Installiert werden WordPress-Widgets über Plug-ins bzw. Themes - unter dem Reiter Design werden sie verwaltet.
  • Die Anordnung der einzelnen grafischen Bedienelemente funktioniert bequem via Drag and Drop.
  • Widget-Management-Plug-ins für WordPress wie Widget Logic machen es möglich, Widgets nur auf einzelnen Seiten des Projekts einzusetzen.