WordPress: Redirect für Seiten einrichten

Zu den WordPress-Paketen
WordPress Redirect für Umleitungen

WordPress-Redirect: Alle Verlinkungen führen zum Ziel

Es gibt verschiedene Gründe, weshalb die Domain einer bestehenden Website geändert werden muss. Beispielsweise kann sich der Name eines Unternehmens ändern, mehrere Websites sollen zusammengelegt werden oder es soll einfach ein Relaunch mit einer anderen Ausrichtung erfolgen. An anderer Stelle sind wir bereits ausführlich darauf eingegangen, was Sie bei einem Domain-Umzug beachten müssen. Im Folgenden wollen wir uns näher mit den WordPress-Weiterleitungen beschäftigen. Als Webmaster müssen Sie dafür sorgen, dass die vorhandenen Inhalte zukünftig unter der neuen Adresse erreichbar sind und dass sämtliche Links auf Ihre Seiten nicht ins Leere laufen, sondern umgeleitet werden. Diese Aufgaben und Probleme lösen Sie, indem Sie bei WordPress Redirects für alle Pages (Seiten) und Posts (Beiträge) einrichten.

Ein anderer häufiger Grund für eine Weiterleitung in WordPress ist ein Redirect to HTTPS. Erwirbt man ein SSL-Zertifikat und stellt seine Website vom unsicheren HTTP auf das sicherere HTTPS um, müssen alle Seiten auch unter der neuen URL erreichbar sein. Der Wechsel ist übrigens nicht nur aus Sicherheitsgründen empfehlenswert. Google straft Websites ohne SSL-Zertifikat deutlich ab. Somit ist HTTPS auch aus SEO-Perspektive ein erstrebenswertes Protokoll und der WordPress-Redirect ein echter Hack für ein besseres Ranking.

Bei einer Weiterleitung wird ein HTTP-Statuscode versendet. Im Kontext des WordPress-Redirects sind zwei besonders interessant: 301 und 302. Letzterer informiert über eine temporäre Weiterleitung. Die neue (zeitlich begrenzte) Adresse wird vom Empfänger nicht dauerhaft gespeichert – vor allem nicht von Google und anderen Suchmaschinen. Deshalb befasst sich dieser Artikel mit dem Code 301. Hiermit wird dem Empfänger mitgeteilt, dass der angefragte Inhalt nun dauerhaft unter einer neuen Webadresse zu finden ist. Suchmaschinen pflegen diese Information dann in ihren Index ein, und Ihre Website kann wie gewohnt bei Google & Co. gefunden werden.


Redirects manuell ändern?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, in WordPress Redirects einzurichten: Sie können zum Beispiel sämtliche Weiterleitungen manuell über die Datei „.htaccess“ konfigurieren. Leiten Sie auf diese Weise einfach alle Links von Ihrer alten auf die neue Domain. Geben Sie dafür in die .htaccess-Datei folgenden Code ein:

RewriteEngine On
RewriteBase /
RewriteCond %{HTTP_HOST} ^(www\.)?altes-beispiel\.de$ [NC]
RewriteRule ^(.*)$ http://www.neues-beispiel.de/$1 [R=301,L]

Damit stellen Sie sicher, dass auch sämtliche Unterseiten Ihres alten Internetauftritts auf die neuen URLs weitergeleitet werden. Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Sie Zugriff auf den „alten“ Webspace haben und die Einstellungen dort vornehmen können. Sollten Sie in dem Zusammenhang auch Ihren Hosting-Anbieter wechseln, dann haben Sie nur noch für begrenzte Zeit Zugriff auf den Webspace.

Achtung: Änderungen in der .htaccess sind stets mit einem Risiko verbunden. Denn wenn die Befehle falsch sind, kann es schnell zu „Internal Errors“ kommen, sodass Ihre Website gar nicht mehr erreichbar ist. Daher ist dabei höchste Vorsicht geboten. Zudem ist die WordPress-Weiterleitung per .htaccess nur bei Apache-Servern erfolgreich. Auf Nginx funktioniert die Methode nicht.


Die Arbeit vereinfachen mit einem WordPress-Redirect-Plug-in

Wenn Sie innerhalb Ihrer Domain Änderungen und Weiterleitungen vornehmen wollen, können Sie dies am einfachsten mit einem WordPress-Redirect-Plug-in bewerkstelligen. Sie müssen sich nicht durch unzählige Zeilen Code kämpfen und können dank der grafischen Benutzeroberfläche des Plug-ins die WordPress-Weiterleitung ganz einfach in die Wege leiten. Zu den bewährtesten Erweiterungen für Redirects zählt Redirection, womit wir uns im Folgenden näher auseinandersetzen werden. Nachdem Sie das Plug-in installiert und aktiviert haben, profitieren Sie von folgenden Funktionen:

  • Einfaches Hinzufügen von 301-Weiterleitungen (Redirects)
  • Die Einträge in der .htaccess-Datei werden automatisch geändert
  • Das Plug-in erkennt fehlerhafte oder nicht vorhandene Redirects, die in einem 404-Fehler (Seite konnte nicht gefunden werden) münden, und zeigt diese automatisch an

Den WordPress Redirect mit dem passenden Plug-in einrichten
Schlicht und einfach zu verstehen: „Redirection“

Mit wenigen Klicks die Weiterleitung aktivieren

Haben Sie das WordPress-Redirect-Plug-in installiert, finden Sie im Dashboard den Punkt „Werkzeuge“ -> „Redirection“. Dort nehmen Sie sämtliche Einstellungen vor. Um eine neue Weiterleitung anzulegen, tragen Sie in das Feld „URL-Quelle“ die alte Adresse ein und in das Feld „Ziel-URL“ die URL, auf die zukünftig umgeleitet werden soll. Mit einem Klick auf „Umleitung hinzufügen“ aktivieren Sie den Redirect, der Ihnen dann im oberen Bereich des Menüs angezeigt wird. Mit den Standardeinstellungen sind Sie für die meisten Weiterleitungen bestens ausgerüstet.


404-Fehler im WordPress-Redirect-Plug-in anzeigen lassen

Redirection verfügt über eine besonders praktische Funktion: Sie können sich 404-Meldungen anzeigen lassen, die hervorgerufen wurden, nachdem Besucher oder Suchmaschinen versucht haben, eine Seite aufzurufen, die nicht mehr existiert. Klicken Sie dafür auf „404s“ in der oberen Leiste. Anschließend werden Ihnen etwaige 404-Meldungen angezeigt. Fahren Sie mit der Maus über den entsprechenden Eintrag, der geändert werden soll, und klicken Sie auf „Weiterleitung hinzufügen“. Nun können Sie unter dem Punkt „Ziel-URL“ die neue Adresse eingeben und den Fehler beheben. Mit einem Klick auf „Umleitung hinzufügen“ wird die Einstellung übernommen.


Suchmaschinen informieren

Achtung: Damit auch Google die Änderungen wahrnimmt und das Ranking in der Suchmaschine erhalten bleibt, sollten Sie die neue Adresse mitteilen. Loggen Sie sich dazu in die Google Search Console ein und geben Sie in den Einstellungen unter „Adressänderung“ die neue URL ein. Sie können außerdem eine (aktualisierte) XML-Sitemap einreichen – eine Art Inhaltsverzeichnis für ihre Website. Damit kann Google Ihre Inhalte noch schneller indexieren. So oder so wird es ein wenig dauern, bis Ihre neue Adresse in den Suchergebnissen erscheint.


WordPress Redirect dank Plugins

Fazit: WordPress Redirects einfach mit Plug-in einrichten

Es gibt keinen leichteren Weg, in WordPress Redirects einzurichten, als mit einem passenden Plug-in. Somit müssen Sie sich nicht durch den Code in der .htaccess-Datei kämpfen, sondern können die Weiterleitungen dank der grafischen Benutzeroberfläche problemlos anlegen. Versehentlich falsche Einträge, wie sie bei manuellen Änderungen vorkommen können, werden somit ausgeschlossen. Auch die Anzeige von 404-Fehlern und die direkte Behebung des Problems innerhalb des Plug-ins sind überaus nützlich.