Hat Ihr Blog ein Impressum?

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Warum ein Impressum für das Blog so wichtig ist

Zeigen Sie Flagge und verlinken Sie ausführliche Kontakt- und Personendaten. Ein Impressum ist nicht bloß ein besonderer Service für Ihre Leser, sondern eine rechtliche Verpflichtung. Durch die Nennung Ihres Namens und der korrekten Adresse kommen Sie den Anforderungen der Gesetzgeber nach und treten zusätzlich als vertrauenswürdiger Blogger auf.

An Websites von Unternehmen stellt das Recht besondere Anforderungen. Die entsprechenden Regelungen betreffen dabei neben klassischen Websites auch Ihr beispielsweise zur Kundenbindung betriebenes Firmenblog. Selbst private Blogs sind meist von der Impressumspflicht betroffen und müssen die entsprechenden Informationen allen Besuchern zugänglich machen.


Warum sind bestimmte Angaben Pflicht?

Die Pflicht zur Verlinkung bestimmter Informationen über das eigene Unternehmen ergibt sich aus § 5 Telemediengesetz. Die Regelung schafft einen fairen Ausgleich zwischen Ihren Interessen als Online-Anbieter und denen der Kunden beziehungsweise Leser. Besucher kommerzieller Seiten haben ein berechtigtes Interesse daran, zu erfahren, von wem die dort angebotenen Informationen stammen und mit wem sie möglicherweise Geschäfte machen.

Bei privaten Blogs, auf denen Werbung geschaltet ist, wird ebenfalls von einem geschäftsmäßigen Angebot ausgegangen. Die parallele Bestimmung in § 55 Rundfunkstaatsvertrag erfasst zudem Seiten, die journalistisch-redaktionelle Inhalte anbieten. Gehen Sie daher auch als privater Blogger davon aus, dass Sie der Impressumspflicht unterliegen. Ein Blog ohne Impressum sollte deshalb am besten niemals veröffentlich werden.


Was droht bei einem Verstoß?

Bei einem Verstoß gegen die rechtlichen Vorgaben – also ein Blog ohne Impressum zu veröffentlichen – droht nach § 16 Telemediengesetz eine Geldbuße von bis zu 50.000 Euro. Zudem können Sie mit einer vollständigen Anbieterkennzeichnung kostspielige Abmahnungen vermeiden, die immer wieder von Anwaltskanzleien für Mandanten betrieben werden.


Welche Angaben gehören in das Blog-Impressum?

Die Pflichtangaben variieren abhängig vom Status des jeweiligen Anbieters. Natürliche Personen müssen ihren vollständigen Namen und ihre Adresse angeben. Eine Postfachanschrift genügt nicht. Außerdem sind eine Telefonnummer und eine E-Mail-Adresse anzugeben, unter denen Sie auch tatsächlich zeitnah zu erreichen sind.

Für Unternehmen, die als juristische Personen geführt werden, sind zusätzlich beispielsweise die Angabe der Rechtsform, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (falls vorhanden) und der Vertretungsberechtigten obligatorisch. Erfordert die eigene Tätigkeit eine behördliche Zulassung, müssen Sie die zuständige Aufsichtsbehörde nennen.


Wie muss ich das Impressum für mein Blog richtig einbinden?

Nach dem Gesetzestext sind die Informationen zur Anbieterkennung "leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar" zu halten. Besucher müssen die besagten Angaben schnell und ohne besonderen Aufwand finden können. Platzieren Sie daher einen deutlich sichtbaren Link mit der Bezeichnung "Impressum" oder wahlweise "Kontakt" auf allen Unterseiten des Blogs.

Wichtig: Wenn Sie personenbezogene Daten erheben (z. B. über ein Kontaktformular oder Google Analytics), müssen Sie außerdem eine Datenschutzerklärung in Ihr Blog integrieren. Hier erteilen Sie unter anderem über den Verarbeitungszweck, Empfänger, Speicherfristen, Verantwortliche und Rechtsgrundlagen Auskunft. Außerdem müssen Sie Ihre Besucher über ihr Recht auf Datenauskunft und Löschung ihrer Daten informieren. Bei Verwendung von Cookies ist die vorherige aktive Einwilligung Ihrer Besucher verpflichtend. Für WordPress gibt es dazu Plugins wie Cookie Notice for GDPR.