Virtualisierung: Cloud-Server

Was ist das "cloud-hafte" an Cloud-Servern?

Unter dem Oberbegriff "Cloud" werden inzwischen die verschiedensten Sachverhalte und technischen Architekturen zusammengefasst. Generell kann man sich merken, dass "Cloud" immer besagt, dass Server mit CPU und RAM sowie Festplatten mit Speicherplatz nicht lokal verfügbar sind, sondern sich in einem Rechenzentrum befinden. Bei Clouddiensten geht es weiterhin um folgende Fragen: Wie kann die Auslastung eines Servers effektiv gestaltet werden? Und wie flexibel lassen sich verschiedene Anforderungen an die gleiche Server-Infrastruktur umsetzen? Letztendlich zahlt beides auch positiv auf den Kosten-Aspekt ein.


Was bei herkömmlichen Servern möglicherweise fehlt

Herkömmliche Server beherbergen exakt ein Betriebssystem, auf dem ganz bestimmte Programme (auch "Apps" genannt) laufen. Allein mit der Wahl des Betriebssystems legen Sie also schon fest, welche Apps Sie nutzen können. Was aber, wenn Sie neben Windows auf die Vorteile von Linux-Programmen nicht verzichten wollen oder können? Die Anschaffung eines zweiten Servers kann zu teuer werden. Auch ist eigentlich nicht einzusehen, warum die Kapazitäten des bereits vorhandenen Servers nicht besser ausgenutzt werden sollten. Hier kommen die Begriffe "Virtualisierung" und "Virtuelle Maschinen (VM) ins Spiel".


Virtualisierung: Aus einem mach Viele

Virtualisierung bedeutet, dass ich meinen Server in viele virtuelle Server, sogenannte "Virtuelle Maschinen" aufteile. Diesen VM kann ich dann die insgesamt vorhandenen Kapazitäten des Servers – also Speicherplatz, Arbeitsspeicher (RAM) und Prozessorleistung (CPU) – passgenau aufgeteilt zuweisen. Da jede VM völlig unabhängig von allen anderen VM ist, kann ich auch auf jede VM ein anderes Betriebssystem und damit andere Programme / Apps installieren.

Die Software, mit der ich einen Server in viele verschiedene VM aufteilen kann, wird "Hypervisor" oder oft auch "Virtualisierungsschicht" genannt. Bekannte Hypervisoren sind Hyper-V von Microsoft und VMware der gleichnamigen Firma. Hypervsioren unterscheiden sich erheblich in den Punkten Leistungsumfang, Flexibilität und Bedienkomfort.

Virtualisierte Server mit verschiedenen VM
Diese drei Server wurden auf unterschiedliche Art virtualisiert: Je Server ergeben sich eine unterschiedliche Zahl an VM mit verschiedenen Betriebssystemen und verschiedenem Speicherplatz.

Public Cloud, Private Cloud und Hybrid Cloud

Je nachdem, welche Art von Cloud-Server als Basis dient, lassen sich verschiedene Arten von Konstruktionen realisieren:

  • Public Cloud:
    Die VM befinden sich auf einem Server, den sich Viele teilen (in der Grafik Server 2).
  • Private Cloud:
    Die VM befinden sich auf einem dedizierten Server, den Sie alleine nutzen (in der Grafik Server 1 und Server 3).
  • Hybrid Cloud:
    Ihre VM befinden sich auf einem dedizierten Server. Bei kurzfristigen Belastungsspitzen werden weitere VM aus einer Public Cloud zeitweise zur Unterstützung zugeschaltet (in der Grafik: Server 1 erhält Unterstützung von Server 2).

Der Cloud-Speicher HiDrive

HiDrive ist deshalb ein Cloud-Speicher, weil Sie Ihre Daten auch hier auf einem virtualisierten Server speichern. Auf RAM und CPU-Leistung haben Sie hier keinen Einfluss (aber die Menge des Speicherplatzes können Sie anpassen lassen). Aus einer anderen Perspektive jedoch ist das Ihr Vorteil: Sie müssen sich um überhaupt nichts weiter kümmern, weil die grafische Benutzeroberfläche zur Verwaltung Ihrer Daten schon fix und fertig für Sie eingerichtet ist.


Virtualisierung: Cloud-Server mit VM

Fazit: Durch Virtualisierung zum Cloud-Server mit VM: Stabil, flexibel, kostengünstig

Virtualisierung hilft vor allen Dingen, Ressourcen passgenauer zu verteilen und damit Kosten zu sparen. Darüber hinaus können Sie Ihre eigene Server-Infrastruktur wesentlich flexibler handhaben als ohne Virtualisierung.

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