Was bedeutet Echtzeit-Kollaboration hosten?
Echtzeit-Kollaboration bedeutet, dass mehrere Personen gleichzeitig am selben Dokument, Whiteboard oder in einer Videokonferenz arbeiten. Änderungen erscheinen sofort bei allen Beteiligten, ohne Verzögerung und ohne manuelles Aktualisieren. Wer diese Echtzeit-Zusammenarbeit selbst hosten möchte, betreibt die passenden Tools auf einem eigenen Server statt in der Cloud eines fremden Anbieters.
Der Unterschied liegt in der Kontrolle. Bei einer fertigen SaaS-Lösung liegen Ihre Daten auf fremden Systemen, und Sie zahlen pro Konto. Hosten Sie die Echtzeit-Kollaboration selbst, bestimmen Sie über Speicherort, Zugriffsrechte und Funktionsumfang. Sie binden so viele Teammitglieder ein, wie Ihre Serverleistung zulässt.
Diese Tools für Echtzeit-Zusammenarbeit lassen sich hosten
Für die Echtzeit-Zusammenarbeit gibt es ausgereifte Open-Source-Software, die Sie auf einem eigenen Server installieren. Jedes Tool deckt einen anderen Bereich ab:
- Nextcloud mit Collabora Online oder OnlyOffice: gemeinsames Bearbeiten von Texten, Tabellen und Präsentationen direkt im Browser.
- Jitsi Meet: Videokonferenzen ohne Teilnehmerkonto, per Link aufrufbar.
- Etherpad und CryptPad: kollaborative Notizen und Textdokumente in Echtzeit.
- Mattermost oder Rocket.Chat: Team-Chat als selbst gehostete Alternative zu kommerziellen Messengern.
- Excalidraw: gemeinsames Zeichnen und Skizzieren auf einem digitalen Whiteboard.
Viele dieser Anwendungen lassen sich als Docker-Container einrichten. Docker verpackt eine Anwendung samt aller Abhängigkeiten in isolierte Container, die sich schnell, identisch und plattformunabhängig installieren, aktualisieren und parallel betreiben lassen.
Technische Anforderungen an den Server
Echtzeit-Funktionen stellen andere Anforderungen als eine klassische Website. Im Mittelpunkt steht die dauerhafte Verbindung zwischen Server und Browser über WebSockets. Sie hält die Sitzung offen, damit jede Eingabe sofort bei allen ankommt. Ein Server mit guter Anbindung und niedriger Latenz sorgt für flüssige Sitzungen.
Rechenleistung kommt vor allem bei vielen Teilnehmenden ins Spiel. Videokonferenzen und gleichzeitige Dokumentenbearbeitung beanspruchen CPU und Arbeitsspeicher. Ein leistungsfähiger CPU-Server deckt diese Last ab. Für das Hosten von Kollaborationstools brauchen Sie keine GPU.
Diese Komponenten gehören auf den Server:
- Aktuelles Linux-Betriebssystem, etwa Ubuntu oder Debian
- WebSocket-fähiger Reverse Proxy wie Nginx
- SSL-Zertifikat für verschlüsselte Verbindungen (WSS)
- Ausreichend RAM, als Richtwert ab 4 GB für kleine Teams
- Bei Videokonferenzen zusätzlich einen TURN-Server für WebRTC
Viele Echtzeit-Anwendungen setzen im Hintergrund auf JavaScript-Laufzeiten. Wenn Sie eigene Dienste ergänzen, lohnt sich ein Blick auf Node.js Hosting, das WebSockets von Haus aus unterstützt.
Datenschutz und Serverstandort im Blick
Echtzeit-Zusammenarbeit verarbeitet oft sensible Inhalte: Vertragsentwürfe, interne Chats, Kundengespräche. Beim Selbsthosten bleiben diese Daten in Ihrer Infrastruktur. Sie entscheiden, wer Zugriff erhält und wo die Inhalte gespeichert werden.
Der Serverstandort ist für die DSGVO ausschlaggebend. STRATO betreibt zwei ISO-27001-zertifizierte Rechenzentren mit Serverstandort Deutschland. So unterliegen Ihre Daten dem deutschen und europäischen Datenschutzrecht. Neben den Kollaborationstools nutzen viele Teams den Server zugleich als zentralen Dateiserver für gemeinsame Dokumente.
Passende STRATO Server für Ihre Kollaborationstools
Welcher Server passt, hängt von der Teamgröße und den eingesetzten Tools ab. Für kleine bis mittlere Teams genügt ein Linux V-Server. Er lässt sich mit mehr RAM und CPU-Kernen ausstatten, sobald das Team wächst. Arbeiten viele Menschen gleichzeitig in Videokonferenzen, liefert ein Linux Dedicated Server die nötige CPU-Leistung exklusiv für Ihr Team.
Diese Merkmale sprechen für STRATO Server beim Hosten der Kollaborationstools:
- Serverstandort Deutschland: Betrieb in zwei ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren. Beim Linux V-Server wählen Sie im Bestellprozess optional auch Spanien oder Frankreich.
- Volle Root-Rechte: Software und Konfiguration bestimmen Sie selbst.
- NVMe-SSDs und KVM: schnelle Zugriffe für flüssige Echtzeit-Sitzungen.
- Docker vorbereitet: Kollaborationstools sind schnell eingerichtet.
- Skalierbar: mehr RAM und CPU-Kerne, sobald die Zahl der Teammitglieder steigt.
In drei Schritten zum eigenen Kollaborationsserver
So richten Sie den eigenen Kollaborationsserver in drei Schritten ein:
- Vorbereiten: Wählen Sie einen passenden Tarif. Im ersten Schritt einen Server mieten und ein aktuelles Linux installieren. Per SSH verbinden Sie sich mit der Konsole.
- Tool installieren: Richten Sie das gewünschte Kollaborationstool ein, meist als Docker-Container. Ein Reverse-Proxy und ein SSL-Zertifikat sorgen für verschlüsselte Verbindungen. Viele der Tools verfügen über detaillierte Anleitungen, in denen Schritt für Schritt erklärt wird, wie Sie die Anwendung auf dem eigenen Server installieren.
- Team einbinden: Legen Sie Konten an, vergeben Sie Zugriffsrechte und laden Sie Ihre Mitarbeitenden ein. Ab jetzt arbeiten alle in Echtzeit zusammen.
Beginnen Sie mit einem kleineren V-Server. Sobald regelmäßig mehr Menschen gleichzeitig in Konferenzen oder Dokumenten arbeiten, wechseln Sie in einen größeren Tarif.
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