Schadsoftware: Hintergründe & Tipps zur Erkennung und Beseitigung von Malware

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Schadsoftware Definition

Was ist Schadsoftware?

Unter dem übergeordneten Begriff der Malware lassen sich verschiedenste Schadprogramme zusammenfassen, die die Sicherheit und Funktionsweise Ihres Computersystems gefährden. Bei Malware handelt es sich mehrheitlich um automatisierte Software, die sich ungerichtet durch Sicherheitslücken und unachtsames Nutzerverhalten verbreitet. Zweck ist es , vom Nutzer unerwünschte Funktionen auszuführen oder das befallene Computersystem zu schädigen.

Dabei können Entwicklung und Einsatz von Malware verschiedene Ziele verfolgen: Websites, die von Malware befallen sind, können beispielsweise von Dritten zur automatisierten Verbreitung von Spam und Schadsoftware missbraucht werden oder Besucher automatisch auf Phishing-Seiten weiterleiten. Spyware und Adware können unbemerkt Spionage betreiben und Daten zu Marketingzwecken sammeln, während Ransomware die Nutzer erpresst oder Viren das ganze System funktionsunfähig machen. Jeder Rechner und jede Webseite sind ein potenzielles Ziel und sollten entsprechend geschützt werden. Die Bedrohungsszenarien sind vielfältig, was die Bedeutung eines sicheren Webhostings unterstreicht.

Es gibt also viele Gründe das Risiko eines Schadsoftwarebefalls nicht zu unterschätzen, und unbedingt zu minimieren. Die Auseinandersetzung mit der grundsätzlichen Funktionalität von Malware sowie den variablen Formen die sie annehmen kann, ist ein erster Schritt.


Entwicklung von Schadsoftware

Die Geschichte von Schadsoftware und das Heute

Die erste Malware wurde in den 80er Jahren entwickelt. Dabei handelte es sich um ein von Forschern entwickeltes Computervirus. Das Internet war noch nicht erfunden und Computertechnologie hatte noch lange nicht den systemrelevanten Stellenwert, den sie in den folgenden Dekaden erlangen sollte. Eine weitere Legende des National Institute of Standards and Technology (NIST) besagt, dass das erste Computervirus mit Namen „Brain“ 1986 von zwei Brüdern entwickelt wurde die es satt hatten, dass die Kunden einfach illegale Kopien der Software aus ihrem Geschäft herstellten. Angeblich entwickelten Sie so den ersten Virus, welcher beim Kopieren der Disketten an das Computersystem weitergegeben wurde.

Was damals eine Kuriosität war, kann heute irreversible Schäden verursachen. Die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung fast aller Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens sowie breiter Teile der Infrastruktur verleiht Malware ein nie dagewesenes Zerstörungspotenzial. So war das Endziel von Malware lange Zeit einzig die Kompromittierung von Endgeräten und Web-Services wie Online-Banking und anderer passwortgeschützter Angebote mit sensiblen Kundendaten. Mit der Verlagerung von immer mehr Funktionen und Informationen ins Internet und der steigenden Bedeutung von Nutzerdaten ist das Internet selbst Quelle wertvoller Informationen. Auch Online-Shops, Kundenportale sowie Profile in sozialen Netzwerken sind Ziele von Malware. Adware & Co greifen wertvolle Daten ab und schlagen daraus Kapital. Hier werden Kontaktdaten abgeschöpft, automatisch Phishing-E-Mails versandt oder Schadprogramme in zum Download angebotenen Dateien und Programmen versteckt. Der Schaden, den Malware heute anrichten kann, ist also immens.


Funktion von Schadsoftware

Wie funktioniert Schadsoftware?

Der Befall eines Computers, Handys oder einer Website durch Malware bleibt vom Nutzer in der Regel zunächst unbemerkt. Die getarnten Schadprogramme führen ihre unerwünschten Funktionen im Hintergrund aus. Je nach Art der Malware können diese die vorhandene Sicherheitssoftware aus Antivirenprogrammen und Firewalls beeinflussen, gespeicherte Dateien manipulieren oder löschen oder Nutzerdaten zu Werbezwecken sammeln. Wenn der Nutzer einen Befall durch Fehlfunktionen bemerkt, ist oft schon ein Schaden verursacht worden. Gezielte Hackerangriffe sind dabei eher die Ausnahme. Der überwiegende Teil der aktiven Malware-Attacken erfolgt durch automatisierte Software und ist nicht zielgerichtet.

Die Voraussetzung für den massiven Einsatz von Malware ist das Internet. Auch geschlossene Systeme können befallen werden, hier bedarf es jedoch einer Infektion durch ein Gerät, das dem Schadprogramm als Träger dient. Das Internet erlaubt es den Schadprogrammen, nachdem sie einmalig eingespeist wurden, sich endlos auszubreiten. Webseiten, soziale Netzwerke und E-Mail-Postfächer dienen den Schadprogrammen dabei als Infrastruktur. Es ist also sowohl im Sinne des Anbieters, bei dem Sie als Kunde Ihr Webhosting oder Ihren Server betreiben, als auch des Nutzers, seine Web-Projekte so gut wie möglich zu schützen.

Wie und ob sich ein Schadprogramm im System verbreitet, hängt von der Art und dem Zweck der betreffenden Malware ab. Ein klassisches Virusprogramm besteht aus drei Teilen:

  1. Einer Infektionsroutine, die sicherstellt, dass sich das Virus erfolgreich im System einnistet.
  2. Einer Kopierroutine, die das Schadprogramm in andere Programme oder Dateien schreibt, wodurch sich das Virus im System ausbreitet.
  3. Einer Statusroutine, die dafür sorgt, dass bereits befallene Programme oder Dateien nicht nochmal angegriffen werden.

Schlecht geschützte Webseiten und E-Mail-Postfächer können zu wahren Malware-Schleudern umfunktioniert werden, weshalb Webseitenbetreiber sich stets um einen aktuellen Virenschutz bemühen sollten.


Arten von Schadsoftware

Arten von Schadsoftware

Das wohl jedem bekannte Computervirus ist zwar die älteste Form von Schadsoftware, aber bei weitem nicht die einzige. Die Formen, die Schadsoftware annehmen kann, sind so vielfältig wie die Wege, auf denen sie ins jeweilige System gelangen. Neben Computerviren und –würmern sind Trojaner (auch trojanisches Pferd genannt) und Drive-by-Downloads, Spyware, Adware, Scareware, Ransomware, Grayware und Rogueware die bekanntesten Formen der Malware. Hier ein Überblick über die verschiedenen Arten von Malware und ihre Funktionsweisen:

  • Computerwürmer oder Viren sind Schadprogramme, die durch automatischen E-Mail-Versand Netzwerke befallen. Zunächst nistet sich das Virus so ein, dass es beim Neustart des Systems automatisch aktiviert wird, indem es Funktionen befällt, die beim Start automatisch ausgeführt werden. Sie verbreiten sich, indem sie sich selbst kopieren und in makrofähige Dokumente, Programme und Datenträger schreiben. Wird das Programm oder Dokument geöffnet, das den Virus enthält, wird das Schadprogramm aktiviert und beginnt sich in andere Programme oder Dokumente zu schreiben. Je nachdem in welcher Form und wo das Virus ansetzt, wird zwischen Bootviren, Makroviren, Script-Viren und Dateiviren differenziert. Durch die Weitergabe oder den Mailversand befallener Dateien, werden weitere PCs infiziert und das Schadprogramm breitet sich weiter aus. Den Virus zu identifizieren, bevor er seine Infektionsroutine erfolgreich ausführt, ist entscheidend für erfolgreichen Virenschutz.
  • Als Trojanisches Pferd oder Trojaner werden Programme bezeichnet, die vorgeben eine nützliche Funktion zu erfüllen, um den Nutzer dazu zu motivieren, das schädliche Programm selbst zu installieren. Trojaner eignen sich als Träger von Spionage-Software zur Aufzeichnung von Passwörtern, TAN-Nummern, Kreditkarten-IDs oder Nutzerdaten.
  • Als Backdoor wird ein Trojaner bezeichnet, der Hackern einen verborgenen Zugang zum System schafft. Diese können im Hintergrund Dateien kopieren, verändern und löschen, Tastatureingaben nachverfolgen oder Programme starten.
  • Bots sind Programme, welche automatisiert bestimmte, sich wiederholende, Handlungen im Hintergrund durchführen. Dies kann durchaus nützlich sein, denken Sie an Suchmaschinen wie Google & Co., die durch Bots automatisiert die Webseiten des Internets durchsuchen und indexieren. Diese Arbeitsweise der Bots kann aber auch für zwielichtige Zwecke benutzt werden, zum Beispiel, um die Kontrolle über ein ganzes Computersystem zu übernehmen und den PC im schlimmsten Fall fernzusteuern. Ziel ist es oft, persönliche Daten wie Kontodaten oder Kreditkartennummern auszuspähen. Sind sie erst auf dem PC, führen Bots ohne Wissen des Benutzers bestimmte Befehle aus. Bei sogenannten Botnets werden mehrere PCs von Hackern mit dem gleichen Bot infiziert und erlauben so eine Fernsteuerung des so geschaffenen Computernetzes.
  • Der Drive-by-Download ist eine jüngere Form von Malware. Die schädliche Software wird beim Download einer befallenen Datei unbemerkt mit heruntergeladen. Auch das bloße Aufrufen einer befallenen Webseite kann zum Herunterladen eines Schadprogramms führen. Diese Art von Malware nutzt oft Sicherheitslücken von Browsern und Webseiten aus.
  • Spyware und Adware spionieren den Computer und das Nutzerverhalten oft zu Zwecken von Werbung, Marktforschung und Datenhandel aus, um in der Folge gezielt Werbung zu platzieren. Diese Adware Programme werden häufig bei der Installation anderer, nützlicher Software unwissentlich mit installiert. Da sie die Funktionen des Systems nicht schädigen, werden sie auch verharmlosend als Grayware bezeichnet. Dies ist auch der Grund, aus dem diese Form der Malware am längsten unerkannt bleibt. Spyware oder Adware restlos zu deinstallieren ist schwierig. Einzelne Fragmente werden oft nicht identifiziert und bleiben auch nach einer vermeintlich erfolgreichen Deinstallation oft erhalten.
  • So genannte Rogueware gibt ähnlich wie ein Trojaner vor, ein nützliches Sicherheitsprogramm zu sein und verleitet den Nutzer so zum Download. Dafür wird der Nutzer auch durch sogenannte Scareware durch einen gefälschten Hinweis auf angeblichen Virenbefall zum Kauf oder Download der jeweiligen Rogueware gedrängt.
  • Eine besonders aggressive Art von Malware ist sogenannte Ransomware. Diese Schadprogramme blockieren den Zugang zum Betriebssystem mit dem bloßen Ziel, den Nutzer, meist um Geld in Kryptowährung, zu erpressen. Ransomware ist in den letzten Jahren immer wieder in die Schlagzeilen geraten, als sogar große Unternehmen und öffentliche Institutionen auf diese Art erpresst wurden, darunter der Mobilfunkanbieter Telefónica, die Deutsche Bahn und der Britische National Health Service.

Diese hier genannten Formen der Schadsoftware tauchen nicht immer in Reinform auf. Komplexe Schadsoftware kann verschiedene Funktionen kombinieren. Permanent entstehen neue Malware-Programme und –Verfahren. Spam- und Phishing-Mails sind weiterhin massiv präsent, aber lange nicht mehr so erfolgreich. Die Schadsoftware passt sich an diese Entwicklung an. So steigt der Einsatz an Malware, die durch normale Downloads oder in Links unerkannt aktiviert wird.


Infiziertes System

Wie finden Sie heraus, ob Ihr System befallen ist?

Sowohl Hardware wie PCs oder Server, als auch Websites selbst können von Malware, Adware & Co. infiziert werden. Zunehmend sind auch Betriebssysteme von Smartphones von Attacken betroffen. Tatsächlich ist Malware mittlerweile so omnipräsent, dass jeder Computer, jedes Programm und jede Webseite tatsächlich ständig angegriffen werden. Um das Risiko zu minimieren ist ein kompetenter Anbieter oder Hoster genauso wichtig wie die Installation von effektiven Schutzprogrammen.

Die Infektion einer Webseite mit Malware ist nur schwer zu erkennen, denn sie verbirgt sich im Quellcode der Seite. Wurde sich hier einmal Zugang verschafft und ein schädliches Programm im Code zurückgelassen, kann es von hier aus unbemerkt operieren. Um Schadsoftware so früh wie möglich zu identifizieren, ist daher eine regelmäßige Schadprogrammsuche notwendig. Den Quellcode vom Schadprogramm vollständig zu befreien ist durch herkömmliche Deinstallation häufig nicht erfolgreich, da oft Restfragmente zurückbleiben, die auch nach der Deinstallation unerkannt weiter ausgeführt werden. Auf die Entfernung von Schadsoftware gehen wir weiter unten noch näher ein.

Auch auf dem Rechner ist Malware nicht sofort zu erkennen und im Falle von Grayware, wie Spyware und Adware, die auch dauerhaft die Funktionalität des Systems nicht beeinträchtigen, wird ein Befall vielleicht gar nicht bemerkt. Die abweichende oder eingeschränkte Funktionalität eines Systems ist ein deutlicher Indikator für einen Befall durch Malware.

Langsames Laden, das Versagen des Task-Managers, eine plötzlich geänderte Startseite des Browsers, sich offline öffnende Pop-Ups (vor allem bei Adware) oder das nicht autorisierte Versenden von E-Mails oder Werbe-Posts in sozialen Netzwerken weisen deutlich auf einen Befall des Systems durch Malware hin. Im Ernstfall wird der Inhaber des Computers, der Webseite oder des Social Media-Accounts der Zugriff entzogen und er ist vom jeweiligen System ausgesperrt, während das Schadprogramm weiter ausgeführt wird.

Nicht immer sind die oben genannten Beispiele aber ein Fall von Schadsoftwarebefall. Auch Bugs, Fehler im Softwarecode, die unbeabsichtigt durch Programmierer eingebaut wurden, können für instabile Software, Verringerung der Systemleistung oder Abstürze sorgen. Umso wichtiger ist es für Sie, immer die aktuellen Software-Patches der jeweiligen Anwendung zu installieren.

Wie erkenne ich Malware

Maßnahme gegen Malware

Wie können Sie sich vor Malware schützen?

Auf den Rechner gelangt Malware oft durch unbewusste Mithilfe des Nutzers selbst. Spam-Mails mit Schadprogrammen im Anhang gehören immer noch zu den gängigsten Verbreitungswegen. Durch Versprechen, Drohungen oder Einschüchterung werden die Empfänger zum Öffnen des Anhangs gedrängt. Dieses als Phishing bekannte Verfahren, ist weit verbreitet und kann sowohl E-Mail-Postfächer als auch Social Media–Profile und andere Netzwerke befallen. Der Erfolg dieses Verfahrens nimmt jedoch durch die zunehmende Sensibilisierung der Nutzer und der Verbreitung von Anti Malware Programmen ab. Malware kann sich aber auch in Downloads verstecken oder durch bloßes Aufrufen einer Webseite auf den Rechner gelangen. Um Malware zu erkennen, bevor sie sich durch erste Schäden selbst bemerkbar macht, bedarf es proaktiver und regelmäßiger Sicherheitsmaßnahmen. Der massive und stetig wachsende Einsatz von Malware macht einen umfassenden Virenschutz unabdingbar. Jedes Jahr entstehen neue Schadprogramme, die sich auf immer neuen Wegen Zugang zu Informationen und Systemen bahnen. Um sich optimal vor Angriffen durch die neuesten Formen von Adware, Ransomware & Co. zu schützen, muss entsprechend auch die Sicherheitssoftware immer auf dem aktuellsten Stand sein.

Mit diesen Mitteln können Sie eine Infizierung Ihres Systems mit Adware, Ransomware & Co soweit wie möglich verhindern:

  • Das Nutzen eines Computers im Onlinemodus ohne aktuellste Antivirusprogramm und aktive Firewall ist heutzutage schlicht gesagt grob fahrlässig. Sie können in solch einem Fall davon ausgehen, dass Ihr System vielfach infiziert ist oder innerhalb kürzester Zeit sein wird. Deshalb: sorgen Sie immer für das aktuellste Antivirus-Update und das Vorhandensein einer funktionierenden Firewall. Moderne Antivirusprogramme erkennen und fangen eine Vielzahl unterschiedlicher Typen an Schadsoftware ab. Ein mindestens tägliches, automatisiertes Update sollte hier eingestellt werden.
  • Eine weitere Maßnahme, vor allem in Familien mit jungen Familienmitgliedern, kann es sein, für jeden Benutzer ein Gastprofil einzurichten, mit dem diese dann das Internet nutzen können. Gastprofile verfügen über keine Administrationsrechte und viele Arten von Schadsoftware können so gar nicht erst im System installiert werden.
  • Eine weitere Maßnahme, vor allem in Familien mit jungen Familienmitgliedern, kann es sein, für jeden Benutzer ein Gastprofil einzurichten, mit dem diese dann das Internet nutzen können. Gastprofile verfügen über keine Administrationsrechte und viele Arten von Schadsoftware können so gar nicht erst im System installiert werden.
  • Erwerben Sie Software aus offiziellen Quellen. Auch Free- und Shareware sollte immer über die Webseite des Anbieters heruntergeladen werden.
  • Bei der Installation der meisten Anwendungen haben Sie die Möglichkeit, zusätzliche Software mitzuinstallieren. Diese Optionen können Sie meist während der Installation auswählen. Achten Sie darauf, nur Software zu installieren, die Sie wirklich benötigen oder die Sie kennen.
  • Seien Sie vorsichtig, auf welche Banner oder Pop-Up-Fenster Sie beim Surfen im Internet klicken. Wenn Ihnen das Angebot zu gut oder dubios vorkommt, unterlassen Sie es lieber.
  • Eine Selbstverständlichkeit sollte es heutzutage auch sein, sorgfältig mit seinen sensiblen Daten umzugehen. Dazu gehören Passwörter, Log Ins oder Kontodaten. Prüfen Sie immer, ob die Seite, auf der Sie diese Daten eingeben wollen, verschlüsselt ist und seriös ist. Speichern Sie keine Passwörter im Browser oder in Exceltabellen. Verwenden Sie für die Verwaltung von Passwörtern sichere Programme, wie zum Beispiel KeePass.
  • Nutzen Sie mit Ihren mobilen Geräten oder dem Laptop nur sichere Internetverbindungen. Offene Netzwerke, die keine Passworteingabe erfordern, können leicht von Angreifern genutzt werden, um die von Ihnen gesendeten Daten abzufangen.

Fazit ist also, dass auch Sie einem Befall Ihres Systems durch ihr eigenes Verhalten vorbeugen können. Surfen Sie achtsam im Internet und vermeiden Sie dubiose Webseiten sowie Seiten ohne verschlüsselte Verbindung (SSL). Laden Sie außerdem keine Dateien aus einer unbekannten Quelle herunter oder aus einer Mail / Anhang mit unbekanntem Absender. Das gleiche gilt übrigens auch für die Nutzung Ihres Smartphones, immer mehr Malware wird für mobile Android- oder Apple-Betriebssysteme programmiert.


Sicherheits-Tools

Die STRATO Sicherheits-Tools zum Schutz vor Schadsoftware

Die Sicherheits-Features der STRATO Produkte schützen Ihren Server und Computer vor den Gefahren des Internets wie Schadsoftware und DDoS-Angriffen oder helfen Ihnen, nach einem Virus-Befall Dateien wiederherzustellen. Es stehen Ihnen eine Reihe von Sicherheits-Tools zur Verfügung:

  • STRATO BackupControl sorgt dafür, dass täglich vollautomatische Sicherungskopien Ihrer Hosting-Daten erstellt werden. Per FTP können Sie jederzeit auf die Backups zugreifen. Gelöschte Dateien oder ältere Versionen lassen sich so problemlos wiederherstellen.
  • STRATO SiteGuard schützt Ihren Server vor Hackerangriffen. Bei unerlaubten Zugriffen werden Sie sofort benachrichtigt. So kann keine Schadsoftware durch andere auf Ihre Rechner gelangen. Ihre Homepage-Daten können nicht gelöscht oder verändert werden.
  • Schadsoftware finden und entfernen gelingt mit ServerSide Antivirus von STRATO. So schützen Sie Ihre E-Mail-Postfächer vor Schadsoftware wie Würmern oder Viren, aber auch vor Angriffen aus dem Internet. Schädliche Software wird schon auf dem Server abgeblockt, damit erst gar nichts ins Email-Postfach eindringen kann. Dafür sorgt ein intelligentes Filter-System. Durch umfassendes Scanning von den STRATO Antiviren-Spezialisten können auch neue Massen-Viren schnell und effizient bekämpft werden.
  • STRATO ServerSide Antispam ist ein intelligentes Tool, das Spam erkennt, aussortiert und zusätzlich dafür sorgt, dass wichtige Nachrichten nicht im Spamordner landen. So wird auf einer weiteren Ebene daran gearbeitet, Ihr E-Mail-Postfach vor Schadsoftware zu schützen.
  • Mit SiteLock bietet STRATO eine regelmäßige Überprüfung der Website auf Sicherheitsschwachstellen an und hilft Ihnen mit wertvollen Tipps, Ihre Homepage noch sicherer zu machen, damit Sie vor Schadsoftware und Hackerangriffen keine Angst mehr haben müssen.

Erste Hilfe gegen Malware

Erste Hilfe bei einem Befall Ihres Computers mit Schadsoftware

Auch bei größtmöglicher Vorsicht und Sicherheitsmaßnahmen kann es zu einem Befall mit Schadsoftware kommen. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Computer oder Ihre Website infiziert ist, haben Sie verschiedene Maßnahmen zur Verfügung. Je nach Fall kann hier das sofortige Handeln notwendig sein, um beispielsweise eine Infizierung der Geräte Ihrer Webseitenbesucher zu vermeiden.

Bei der Infizierung eines Computers oder Laptops gibt es vier erste Schritte, die Sie gehen können, um die Malware zu entfernen und weiteren Schaden von Ihrem System abzuwenden.

  • Die Verbindung zum Internet trennen. Dazu gehören WLAN -Verbindungen genauso wie LAN-Kabel oder, auf mobilen Devices, die mobile Datenverbindung.
  • Den Computer im abgesicherten Modus neu starten. Dies unterbindet die Ausführung aller Hintergrundprogramme, die über die Basisinstallation hinausgehen.
  • Cache und temporäre Dateien löschen. Oft legen schadhafte Anwendungen Dateien in diesen Ordnern ab, um sie für ihre Aktivitäten abzurufen.
  • Mehrere Malware-Scanner ausführen. Wenn Sie keinen installiert haben, laden Sie sich vor der Trennung vom Internet einen, besser zwei verschiedene Malware-Scanner aus dem Internet herunter und führen Sie sie aus. Mit diesem Vorgehen werden Sie die meisten Schadprogramme effizient von Ihrem Rechner entfernen.


Weitere Sicherheitsmaßnahmen

Was tun, wenn die Website befallen ist?

Beim Befall Ihrer Webpräsenz mit Schadsoftware sind einige andere Schritte nötig. Über einen potenziellen Befall Ihres Webspaces werden Sie in der Regel durch Ihren Hosting-Anbieter informiert oder eine Suchmaschine listet Ihre Webpräsenz als gefährlich. Achten Sie deshalb bei der Wahl Ihres Hosting-Anbieters auf die jeweiligen Sicherheitsmaßnahmen, die Bestandteil Ihres Hosting-Paketes sind, um einen Befall Ihrer Website mit Malware zu verhindern. Vertrauenswürdige Anbieter stehen Ihnen beim Thema Sicherheitsmaßnahmen jederzeit zur Verfügung.


Zu diesen unerlässlichen Sicherheitsvorkehrungen gehören:

  • Ein sicherer Serverstandort
  • Die Verschlüsselung sämtlicher Datenverbindungen (STRATO garantiert eine sichere Datenübertragung per SSL)
  • Die Nutzung sicherer Zugangsdaten (kryptische Passwörter und mit ausreichender Länge)
  • Stellen Sie Ihre Webseite mit einem auf eine Version vor dem Befall durch Malware wieder her.

Das Sicherheitskonzept von STRATO beruht neben den bereits erwähnten Sicherheitsfeatures zusätzlich auf Rechenzentren in Deutschland, die für eine perfekt gesicherte Infrastruktur sorgen. Jährlich werden die TÜV-Zertifizierungen nach ISO 27001 erneuert.

Arbeiten Sie mit Content Management Systemen, achten Sie immer auf die Aktualität der Versionen, denn für einen wirksamen Schutz sind regelmäßige Updates unerlässlich. Erstellen Sie darüber hinaus regelmäßig (täglich oder wöchentlich) Sicherheitskopien Ihrer Datenbanken und der Website-Dateien, um diese bei einem Befall mit Malware einspielen zu können. Damit setzen Sie Ihre Website quasi auf den Stand vor dem Befall zurück.

Bei einem Befall Ihrer Webpräsenz können Sie Folgendes tun:

  • Setzen Sie Ihre Webpräsenz umgehend offline, um eine Infizierung der Seitenbesucher zu vermeiden.
  • Stellen Sie sicher, dass nicht Ihr eigener PC die Ursache für den Befall ist. Durch die Nutzung von beispielsweise ftp-Zugängen kann Malware so einen Weg in Ihr Dateisystem finden.
  • Ändern Sie alle Passwörter, auch die Ihrer Server und der Datenbank.
  • Stellen Sie Ihre Webseite mit einem auf eine Version vor dem Befall durch Malware wieder her.

Bei der Behebung der Schäden durch Malware auf Ihrem Webspace sowie dem Einspielen des Backups stehen Ihnen unsere STRATO Experten jederzeit zur Verfügung.