Cloud-Vernetzung in 20 Jahren – eine Zukunftsvision

Ist das die Zukunft, die uns Cloud-Speicher und Co. ermöglichen?

Informationen zur Cloud-Studie

Wie beeinflusst die Vernetzung mittels Cloud-Technologie unsere Zukunft? Wir glauben: Der Spielraum ist riesig, die Verantwortung deshalb auch. Wir haben uns gefragt, was die Technik von morgen konkret für unseren Alltag bedeuten könnte. Wahrscheinlich werden einmal nahezu alle Bereiche unseres Lebens wie selbstverständlich miteinander verknüpft sein. Begleiten Sie uns auf eine Reise durch einen ganz normalen Tag – einen Tag heute in 20 Jahren.

Ein Tag heute in 20 Jahren

Bevor ich aufgewacht bin, habe ich von damals geträumt. Nun weiß ich wieder, wie es gewesen ist: Wie es sich anfühlte, vom Schrillen des Weckers unbarmherzig aus dem Schlaf gerissen zu werden. Wie ich an einem dunklen Herbstmorgen mäßig gelaunt und ein wenig fröstelnd aus den Federn gekrochen bin, weil ich beim Zubettgehen die Heizung über Nacht heruntergedreht hatte.

Zum Glück gehört das längst vergangenen Zeiten an. Heute haben mich die sanften, langsam ansteigenden Klänge von Pachelbels Kanon in D-Dur aus der Traumwelt ins wache Bewusstsein hinüberbegleitet. Währenddessen glich sich die Lichttemperatur im Schlafzimmer allmählich der aufgehenden Oktobersonne an. Mein smartes Armband hat wie jede Nacht meinen Schlaf überwacht und minutengenau zu vibrieren begonnen, als meine morgendliche Schlafphase eine günstige Gelegenheit dazu bot. Abgesehen von einem leichten Kratzen im Hals fühle ich mich ausgeruht, munter und habe Lust auf den noch jungen Tag. Heute bin ich besonders guter Stimmung, denn morgen kommt meine Liebste nach Hause, und ich bin voller Vorfreude auf sie, auf uns!

Ich räkele und strecke mich noch ein wenig, als in der Küche bereits die Wasserkocherfunktion des Getränkevollautomaten anspringt. Seltsam, das habe ich doch so gar nicht programmiert?

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Ein Blick auf mein Handgelenk liefert die Erklärung: Mein Smartarmband hat die Vitaldaten der letzten Nacht mit meinen bisher in der Cloud hinterlegten abgeglichen und festgestellt, dass ich etwas unruhiger geschlafen habe als sonst. Einige Male habe ich demnach im Halbschlaf auch gehustet. Daher also der Erkältungstee, der mir nun zum Frühstück aufgebrüht wird. Ich lasse mir die „Health Check“-Auswertung von meinem Armband an die Zimmerdecke projizieren:

  • REM-Schlaf: 11 %

  • Puls durchschnittlich 78 (erhöht)

  • Blutdruck durchschnittlich 110/70 (normal)

  • Erkältungssymptome: Husten (gelegentlich)

Mein Armband vibriert. „Gesundheitsdaten an Dr. Merser senden und eine medizinische Empfehlung erbitten?“, werde ich per Textmessage auf dem kleinen Display gefragt. Gut so, mein smartes Armband weiß, dass ich so früh am Morgen noch keine Lust auf Gespräche habe. Zwar ist der Satz ziemlich lang für das kleine Display, das nur fünf Zeilen anzeigt, aber der Text wandert zum Glück ja automatisch mit meiner Lesegeschwindigkeit mit, die anhand meiner Augensprünge ermittelt wird.

Ich lehne das Angebot mit einer Wischgeste nach links ab, denn ich fühle mich nicht sonderlich krank. Nichts, was eine heiße Dusche und ein gutes Frühstück nicht wieder richten könnten.

Ich schlage die Bettdecke beiseite – mein Schlafzimmer hat wie der Rest der Wohnung bereits die ideale Wohlfühltemperatur. Ich erhebe mich, mittlerweile bin ich bereit, mit meinem Smart Home zu sprechen. Auf dem Weg in die Dusche weise ich es an, meine übliche Wassertemperatur heute ausnahmsweise um zwei Grad Celsius zu erhöhen. Während das heiße Wasser eines perfekten Schauers mir über Haar und Schultern perlt, lasse ich mir meine in der Cloud gespeicherten Lieblingsfotos aus unserem allerersten Sommerurlaub auf der gläsernen Duschwand anzeigen: Hand in Hand mit meiner Liebsten auf den Kreidefelsen der englischen Südküste. Die Fotodrohne hat vom Meer aus ganze Arbeit geleistet. Wie verliebt wir damals waren! Und wir sind es noch immer, obwohl wir morgen schon unseren siebten Hochzeitstag feiern werden.

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Erfrischt schlürfe ich meinen Erkältungstee mit dem üblichen Löffel Honig und freue mich auf meine individuellen Info-Updates, die ich jetzt abrufe. Aus allen im Cloud-Speicher über mich und meine Vorlieben sowie Interessen hinterlegten Informationen lässt sich der perfekte Newsfeed für mich zusammenstellen.

So erwarten mich im Anschluss an eine kurze Liebesbotschaft meiner Frau – sie kann es kaum erwarten, morgen von der Dienstreise wieder zu mir zurückzukehren – nicht irgendwelche Nachrichten aus aller Welt, sondern nur die wichtigsten Highlights, die für mich wirklich von Interesse sind. So erfahre ich beispielsweise das Neueste aus der IT- und Gaming-Welt. Außerdem wurde vor wenigen Stunden das neue Buch meines Lieblingsschriftstellers veröffentlicht. Mein Armband schlägt vor, den Science-Fiction-Roman gleich während meines Wegs in die Stadt als Hörbuch zu streamen. Ich wische nach links, denn lieber höre ich mir die ersten Kapitel heute Abend im Bett an. Vielleicht werde ich trotz meiner Wiedersehensfreude ja zeitig in den Schlaf finden.

Ich rufe meinen Kalender mit den To-dos für den Tag auf. Heute dreht sich alles nur um unser morgiges Jubiläum:

  1. 1. Tisch reservieren in Luigis Restaurant

  2. 2. Hochzeitsgeschenk finden

  3. 3. Verschobenes Treffen mit Maggie im Café Cloudy

Als allererstes will ich den Tisch bei Luigi reservieren, damit ich für morgen auch wirklich noch einen Platz bekomme, vielleicht ja sogar unseren liebsten am Fenster. Da ich noch mehr solcher Sonderwünsche habe und nicht in der Videotelefonie-Warteschleife landen möchte, versende ich einfach eine Rückruf-Bitte mit meinem Armband. So habe ich Zeit, noch ein wenig meinen Newsfeed zu durchstöbern. Zweifelsohne – meine persönlichen Daten sind in sicheren Händen. Denn der Cloud-Anbieter meiner Wahl speichert meine Daten ausschließlich in Deutschland.

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Da meldet sich mein Armband mit einer wichtigen Info: Für meine geplante Route in die Stadt gibt es eine Änderungsempfehlung – die Magnetschwebebahn fährt derzeit unregelmäßig. Ich frage mich deshalb resigniert, wann die Verkehrsbetriebe endlich einmal ihre Probleme in den Griff bekommen werden. Glücklicherweise ist ein alternativer Weg bereits geplant. Ich greife nach meiner Smartbrille. Neben meinem Armband ist sie als einziges Device stets mit dem Online-Speicher und der künstlichen Intelligenz in der Cloud verbunden. Vor meinem Auge erscheint die vorgeschlagene Alternativroute. Mmh … ich bin nicht davon überzeugt, denn Jetpack-Fliegen mag ich nicht, deshalb schüttele ich den Kopf. Die Reisedaten werden daraufhin sekundenschnell in der Cloud neu kalkuliert und zu einem besseren Vorschlag zusammengestellt. Er stellt mich zufrieden, mit einem Nicken bestätige ich, dass ein autonomes Smart Car direkt an meine Haustür gerufen wird.

Ich bin gerade zur Tür hinaus, als Stefano von Luigis Restaurant mich anruft. Ich nehme das Gespräch mit einem Doppel-Zwinkern an und er erscheint vor mir.

„Buon giorno, amico! Eine Platze für zwei, come sempre?“

„Ja, aber diesmal brauche ich was Besonderes. Hör zu …“

Ich bespreche die Details des Hochzeitstags-Dinners. Bevor ich zum Beenden des Gesprächs an den Rahmen meiner Smartbrille tippe, fragt Stefano mich noch: „Rechnung wie immer vorab in die Cloud?“

„Nein, diesmal bitte nicht, ich zahle morgen per Armband“, antworte ich. Das Risiko ist mir zu groß: Was, wenn meine Liebste über die Vorabtransaktion durch die Cloud informiert wird? Immerhin haben wir uns von Anfang an für ein gemeinsames Vermögen entschieden.

Noch bevor ich das Gebäude, in dem ich lebe, verlassen habe, sind bereits alle Lichter und Geräte meines Apartments von selbst ausgeschaltet. Keine Sekunde lang wird Energie verschwendet. Und obwohl das seit zehn Jahren dank schneller mobiler Datenverbindung zum Online-Speicher und hochentwickelter, in die Cloud integrierter AI guter Standard ist, finde ich das nach wie vor cool. Nachhaltigkeit wird schließlich auch in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts ein wichtiges Thema bleiben, das ist mir klar. Deshalb habe ich mich auch für die vollständig recycelbare Smartbrille entschieden und mir vor fünf Jahren ein Smartarmband zugelegt, das noch mindestens für weitere fünf Jahre kontinuierlich mit Software-Updates versorgt werden wird.

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Draußen empfängt mich der Herbst mit all seinen wunderschönen Schattierungen von Purpurrot über Ocker bis Nussbraun. Mein Smart Car wartet bereits auf mich. Während ich mich zurücklehne und sicher in die City befördern lasse, prüfe ich nebenbei endlich meine Steuererklärung. Die digitalen Formulare sind vorausgefüllt und von meiner Beraterin bereits freigegeben. Nach drei Minuten Überfliegens brauche ich nur noch kurz zu nicken – fertig. Ich erinnere mich an die Erzählungen meines Vaters, wonach früher einmal zig Seiten bedruckten Papiers an das Finanzamt zu schicken waren.

Die restliche Fahrzeit genieße ich schweigend und schaue durch das Fenster auf die Straßen, die von rotgoldenen Herbstbäumen gesäumt sind.

Mein erster Weg führt mich in ein Antiquariat, das meine Smartbrille mir vorgeschlagen hat. Die Datenbasis bestand dabei aus Informationen über das Sortiment des Ladens sowie einer Prognose, was meiner Liebsten gefallen könnte. Die hierfür erforderlichen Daten haben sich über unzählige Einkäufe angesammelt und sind in unserer gemeinsamen Cloud hinterlegt. Manchmal bin ich ein wenig vor mir selbst beschämt, dass ich diese Hilfe überhaupt in Anspruch nehme – aber diese Frau ist nun mal auch besonders anspruchsvoll, darum hat sie sich ja auch damals für mich entschieden!

Guten Gewissens betrete ich daher das Antiquariat und erblicke viele Dinge, die ihr gefallen könnten. Klar, so ganz genau kenne selbst ich den Geschmack meiner Liebsten nicht, aber dafür habe ich ja meine Smartbrille: Sie blendet mir für jedes Stück, das ich betrachte, Daten zu Stil und Epoche ein, dazu eine prozentuale Gefallens-Wahrscheinlichkeit. Zwei Dinge aus dem vordigitalen Zeitalter kommen in die engere Auswahl: eine Spieluhr und ein Damenporträt in Öl. Ich mache mit meiner Smartbrille Fotos von beidem und teile die Daten nebst einer kurzen Sprachnachricht über die Cloud mit Maggie, meiner Schwägerin.

„Was davon zum Hochzeitstag?“

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Die Antwort folgt binnen Sekunden: „Spinnst du? Wer hängt sich denn heute noch Bilder auf? Nimm die Spieluhr, die wird ihr gefallen!“

Schmunzelnd stelle ich wieder einmal fest, dass meine Liebste und ihre Schwester beide die schonungslose Direktheit ihrer Mutter geerbt haben. Ich bezahle die Spieluhr mittels Smartarmband, lege zuvor jedoch fest, dass die Kaufdaten vorerst nicht in die Cloud geladen werden. Und Maggie? Die wird nichts verraten, ich vertraue da völlig.

Als nächstes werde ich sie im Café Cloudy treffen, zum Glück habe ich noch so viel Zeit, dass ich mein Smart Car stehen lasse und zu Fuß gehen kann. Dank der gespeicherten Daten in der Cloud weiß meine Smartbrille, dass ich mich selten in diesem Stadtteil aufhalte, und präsentiert mir die Navigation für Fußgänger. Nach einem relaxten Herbstspaziergang komme ich am Café an – und habe unterwegs per Voice Order gleich noch den Wocheneinkauf erledigt.

Nach der Begrüßung mit Maggie schlägt uns drin die Bedienung unsere jeweiligen Lieblingsgetränke vor, die Cloud-Daten dazu haben wir beim Betreten freigegeben. Irish Coffee für sie und einen Kaffee Soja-Latte für mich? Nein, heute darf es ein doppelter Espresso sein, nachdem ich morgens ja zugunsten des Tees auf Koffein verzichtet habe. Maggie nennt mir einige wertvolle Ideen, wie ich den Hochzeitstag morgen besonders schön gestalten kann. Während wir reden, läuft in unserer Sitznische leise Musik. Die Songs entstammen einer Cloud-basierten Playlist, auf der sich ausschließlich Lieder befinden, die wir beide mögen.

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Ich bestelle meiner Schwägerin und mir je ein Smart Car und wir verabschieden uns. Während der Heimfahrt lasse ich mir über die Smartbrille ein Video abspielen, das ich letzte Woche von meiner Liebsten aufgenommen habe. Lachend läuft sie darin mit raschelnden Schritten durch das Laub und dreht sich immer wieder nach mir um. Ich bin froh zu wissen, dass es ihr jetzt gerade gutgeht – andernfalls hätte mich die Cloud über ungewöhnliche Vitalparameter informiert, wie wir es gegenseitig zur Hochzeit vereinbart haben.

Bevor ich unsere gemeinsame Wohnung betrete, bleibe ich kurz vor der Eingangstür stehen. Morgen werden wir wieder zu zweit hier sein! Doch jetzt fehlt sie mir gerade so sehr, dass ich über die Brille ihren Standort abrufe, ich möchte sehen, wo genau sie sich gerade am anderen Ende Deutschlands aufhält. Moment, wieso …?

Ich halte das Smartarmband an die Tür, diese öffnet sich und vor mir steht im warmen Licht … sie. „Na? Überrascht?“

Es duftet nach Kurkuma und Kardamom, offenbar hat sie für uns mein Lieblings-Curry gekocht. Ich schließe sie in die Arme, küsse ihre Stirn und frage: „Hat Maggie gewusst, dass du schon heute zurück sein wirst? Deshalb hatte sie also unser Treffen auf heute Nachmittag verschoben.“ Da sieht man es wieder, Maggie hält dicht! Leise ertönt unser Lied und wir tanzen ein wenig durch das Appartment zu der weichen Stimme, die singt: „Ain’t no sunshine when she’s gone, it’s not warm when she’s away …“

Cloud-Speicher Studie:

Wie nutzen Privathaushalte die Cloud heute?

Unsere „Zukunftsvisionen“ verdeutlichen die sehr naheliegende Selbstverständlichkeit privater Nutzung von Cloud-Technologien von Morgen. Was heute noch auf den ersten Blick wie Science Fiction erscheint, mag realistisch betrachtet gar nicht weit entfernt sein.

Doch wie stehen private Haushalte heute der Nutzung von Cloud-Technologien gegenüber?

Im Rahmen einer exklusiv von STRATO beauftragten forsa-Umfrage wurden unterschiedliche Aspekte zum Thema „Datensicherheit bei privater Nutzung von Online-Speichern“ hinterfragt. Die repräsentativen Studien-Ergebnisse liefern u. a. Aufschluss darüber,

  • welche Speichermedien zur persönlichen Datenspeicherung bevorzugt verwendet werden,

  • welche Nutzungsbereitschaft von Cloud-Technologien in der Bevölkerung vorherrscht,

  • welche Datentypen bevorzugt in der Cloud gespeichert werden,

  • welche vorrangige Motivation für die private Nutzung von Cloud-Technologien spricht,

  • welche Kriterien bei der Auswahl eines Cloud-Anbieters eine tragende Rolle spielen.

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Befragt wurden jeweils rund 1.000 Bürgerinnen und Bürger im Alter zwischen 18 und 75 Jahren in Deutschland, die das Internet privat nutzen.

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