Der Domain- oder DNS-Namensraum

DNS-Namensraum

Der Wirrwarr mit den Bezeichnungen

Internetadressen - das wissen Sie – sind immer nach dem gleichen Schema aufgebaut, z.B. www.strato.de

Jeder Bestandteil dieser Adresse (d.h. jede Zeichengruppe, die durch Punkte von anderen Zeichengruppen getrennt ist) hat einen speziellen Namen, der umgangssprachlich meist noch einmal anders heißt als in der Fachsprache. Da reden z.B. die einen von Top-Level-Domains und die anderen reden von Domainendungen und eigentlich sprechen beide über das gleiche.

Wenn Sie wissen, welcher Domainbestandteil wie genannt wird, wissen Sie auch eher, wovon die Rede ist, wenn Sie in einem Artikel im Netz oder in einem anderen Zusammenhang auf die Begriffe stoßen. Und Sie wissen auch, dass Sie bei Ihrer eigenen Internet-Adresse problemlos Subdomains anlegen können (und was das ist).


Top-Level-Domain

Lesegewohnheiten und Sprachgebrauch

Anders als bei unseren Lesegewohnheiten (in Europa und vielen anderen Ländern der Welt) von links nach rechts werden Internetadressen am besten von rechts nach links gelesen, wenn man sie in ihre Bestandteile aufdröseln möchte.

Das hat damit zu tun, dass die Denkweise im DNS-Namensraum eine andere ist, als das unsere Sprechgewohnheiten vermuten lassen: "Domainendung" klingt so, als wäre die Endung lediglich ein Anhängsel an die viel wichtigere Domain. Natürlich ist Ihnen persönlich Ihre eigene Domain wichtiger als die Endung, klar, aber wenn es um die Verwaltung aller Internetadressen geht, dann muss man sich das doch ein bisschen anders vorstellen.


Second-Level-Domain

Die Hierarchie hinter den Internetadressen

Wir versuchen das jetzt mal Bottichen und Schüsseln statt mit abstrakten Ebenen:

Stellen Sie sich einmal vor, Sie hätten einen riesigen Bottich mit unglaublich vielen Textschnipseln. Der Bottich ist (bildlich gesprochen) das Internet und die Textschnipsel sind Domains (also z.B. "meine-domain").

Um hier Ordnung zu schaffen, machen Sie zunächst ganz grobe Unterteilungen nach Land und Organisationsform, indem Sie entsprechende Unterbottiche in den großen Bottich stellen (.de, .com, .org, .edu, .uk, .ch, .at etc.). Praktisch ist, dass eine Domain wie "meine-domain" jetzt sowohl im .de-Bottich wie auch im .ch-Bottich zur Verfügung steht, weil sie eindeutig in jedem Bottich liegen kann und damit Verwechslungen ausgeschlossen sind.

"meine-domain.de" liegt also im .de-Bottich innerhalb vom ganz großen Internet-Bottich:


Der DNS-Namensraum - Schema
Der Domain- oder DNS-Namensraum


Nun können wir auch behaupten, dass "meine-domain.de" selbst schon ein kleiner Bottich ist, in den weitere Schüsseln hineingestellt werden, z.B. ".pop3.meine-domain.de" und "ftp.meine-domain.de", aber auch "bilder.meine-domain.de" oder "zuhause.meine-domain.de". Und auch in diesen Schüsseln können wieder andere Schüsselchen stehen wie z.B. "roberts.bilder.meine-domain.de" und "katrins.bilder.meine-domain.de".


Domain-Namensraum

Ordnung ist alles im DNS-Namensraum!

Es ging also von Anfang an darum, mit der Domainverwaltung eine Struktur für Internetadressen zu schaffen, die gewährleistet, dass die Adressen eindeutig sein können, weil es genügend Möglichkeiten der Erweiterung gibt. (Als die Länder- und Organisationsschüsseln langsam randvoll waren mit kurzen und einprägsamen Domains, wurden dann auch neue Schüsseln wie .berlin, .amsterdam, .photography oder .immo geschaffen – die neuen Domainendungen.)

Damit erklärt sich auch, warum die einzelnen Bestandteile der Internet-Adressen in dieser Reihenfolge geschrieben werden: Ich weiß auf einen Blick (und zwar den aufs Ende), dass die Domain in der .de-Schüssel liegt. Fast alles davor gehört zum Privat-Spaß des Domaineigners.


Third-Level-Domain

Und jetzt von Bottichen und Schüsseln zurück zu Domains und Levels

Ob ich mir die Struktur nun als eine Reihe von ineinander geschachtelten Bottichen vorstelle oder als verschiedene Ebenen (Levels), ist Geschmackssache, führt aber zum gleichen Ergebnis, denn es geht um eindeutige Sortierung und Zuweisung:

  • Eine Domainendung wie .de wird Top-Level-Domain genannt, weil sie die oberste Sortier-Ebene darstellt.
  • Die Domain selbst (also "mein-shop") wird Second-Level-Domain genannt, weil sie die zweite Sortier-Ebene ist.
  • Die nächste Ebene darunter sind dann also die Third-Level-Domains:
    • Das können zum einen Bezeichnungen sein, die sich für bestimmte Server-Dienste eingebürgert haben ("www." für den Webserver bzw. die Website, "pop3.", "imap." etc. für Mail-Dienste oder "ftp." für den FTP-Server).
    • Zum anderen finden Sie hier das, was landläufig als "Subdomain" bekannt ist, also z.B. "bilder.meine-domain.de".

Domain-Subdomain

Fazit: Alles gar nicht so schwer, oder?

Jetzt sollten Sie wissen, wovon die Rede ist, wenn von Top-, Second- und Third-Level-Domains ist, und dass Subdomains nur als ein anderer Begriff zumeist für Third-Level-Domains gebraucht wird. Wie Sie Subdomains bei STRATO anlegen, erfahren Sie in diesem Artikel in den STRATO FAQ.

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