Der Geltungsbereich der Button Lösung

  • Pflicht bei Webshops nach BGB
Webshop-Angebot ansehen
Inhalt der Button Lösung

Was beinhaltet die Button-Lösung

Die so genannte Button-Lösung nach Paragraph § 312j Abs. 3 des BGB gilt seit dem 1. August 2012 für alle Anbieter von kostenpflichtigen Waren oder Dienstleistungen im Internet. Online-Shop-Betreiber und andere entgeltliche Diensteanbieter sind demzufolge dazu verpflichtet, den Vorgang einer Online-Bestellung transparent zu gestalten. Neben den AGBs eines Onlineshops und der Datenschutzerklärung dient dieses Gesetz dem gegenseitigen Schutz von Käufer und Verkäufer im Internet.

Die Button-Lösung erfüllt primär den Zweck, Verbraucher vor Kosten- oder Abofallen im elektronischen Geschäftsverkehr zu schützen. Unseriöse Geschäftemacher nutzten in der Vergangenheit ungenügend gekennzeichnete Schaltflächen, um kostenpflichtige Online-Angebote zu verschleiern. Durch die Button-Lösung wird dieses Vorgehen als gesetzlicher Verstoß gewertet. Webseitenbetreibern, die sich nicht an die Button-Regelung halten, drohen wettbewerbsrechtliche Abmahnungen.

STRATO hat für Sie einige Informationen zu den geltenden Vorgaben bei Kaufbestellungen und Vertragsabschlüssen im Internet zusammengefasst.

  • Button Lösung: So wird der Webshop rechtssicher
  • Kunden gewinnen mit geeigneter Button-Lösung
  • Die richtige Button-Beschriftung bei STRATO

Beschriftung der Bestellbuttons

Neue Beschriftung für Bestellbuttons

Webseitenbetreiber sind mit der Button-Lösung per Gesetz dazu verpflichtet, Verbraucher auf den Abschluss von kostenpflichtigen Bestellungen bzw. Verträgen hinzuweisen. Bei Online-Bestellungen, die via Mausklick auf Schaltflächen erfolgen, müssen die Bestellbuttons der Buttonlösung gemäß gut lesbar mit den Wörtern „zahlungspflichtig bestellen“ oder mit einer anderen eindeutigen Formulierung gekennzeichnet sein. Beschriftungen wie etwa „Weiter“, „Bestellen“ oder „Bestellung abgeben“ sind unzulässig, weil sie nicht ausreichen, um einen zahlungspflichtigen Vorgang zu markieren. Als alternative Formulierungen kommen entsprechend Paragraph § 312j Abs. 3 BGB Beschriftungen infrage, die genauso eindeutig wie die Worte „zahlungspflichtig bestellen“ sind. Erlaubt sind zum Beispiel Bestell-Buttons mit folgenden Aufschriften: „Zahlungspflichtigen Vertrag schließen“, „Kaufen“ oder „Kostenpflichtig bestellen“. Darüber hinaus darf der Button keine weiteren Beschriftungen enthalten. Die Button-Lösung umfasst weitere Gestaltungsvorschriften, mit denen sich beispielsweise farblich versteckte Formulierungen auf Bestell-Buttons als Betrugsversuch einordnen lassen.

Laut Button-Lösung gilt: Verbraucher müssen anhand der Bestell-Buttons erkennen können, dass sie mit ihrer Bestellung eine Zahlungsverpflichtung eingehen. Webseitenbetreiber, welche Bestell-Buttons nicht so benennen wie gesetzlich vorgegeben, riskieren nicht nur Abmahnungen. Vielmehr werden Verträge überhaupt nur dann wirksam, wenn der Bestell-Button die erlaubten Formulierungen trägt. Beim Klick auf den konventionellen „Bestellen“-Button kommt kein rechtskräftiger Vertrag mehr zustande. Verbraucher können nicht zur Zahlung verpflichtet werden, da sie durch die unzulässige Beschriftung im Grunde keine zahlungspflichtige Bestellung bestätigt haben.


Information auf der Bestellseite

Informationspflichten auf der Bestellseite

Nach der Button-Lösung ist es Aufgabe der Online-Händler, Verbraucher darauf aufmerksam zu machen, dass sie im Begriff sind, eine kostenpflichtige Leistung in Anspruch zu nehmen. Neben korrekt beschrifteten Bestell-Buttons müssen Shop-Betreiber bestimmte Informationspflichten auf der Bestellseite erfüllen, und zwar noch bevor Kunden eine Bestellung abgeben können. So müssen gemäß § 312j Abs. 2 BGB oberhalb des Bestell-Buttons zum Beispiel folgende Daten klar und verständlich und in hervorgehobener Weise aufgelistet werden: die wesentlichen Merkmale der Ware oder Dienstleistung; der Gesamtpreis und alle damit verbundenen Preisbestandteile oder Steuern; zusätzlich anfallende Liefer- und Versandkosten; die Mindestlaufzeit des Vertrags bei Dauerschuldverhältnissen (z.B. Abonnements, Mitgliedschaften). Zwischen diesen Informationen und der Bestell-Schaltfläche dürfen laut Buttonlösung keine störenden Gestaltungselemente zu finden sein.

Die erforderlichen Informationen sind direkt auf der Bestellseite immer nahe der Schaltfläche zu platzieren und müssen demnach ohne Scrollen und Suchen sichtbar sein. Verbrauchern darf es nicht möglich sein, eine Bestellung abzusenden, ohne dass sie dazu gezwungen waren, alle Informationen zur Kenntnis zu nehmen. Der Bestell-Button „Kaufen“ oder „Zahlungspflichtig bestellen“ muss auf die Informationen folgen. Bei fehlenden oder falsch angezeigten Informationen sind die Bestellungen wiederum nicht vertragsgültig und anschließende Zahlungsaufforderungen unberechtigt. Im Zweifel muss der Webseitenbetreiber beweisen, dass er den Informationspflichten nachgekommen ist.


Button-Lösung für Webshops

Button-Lösung bei STRATO-Webshops

Bei STRATO ist die Button-Lösung bereits in den Webshop implementiert, um das Online Shopping für den Kunden zu vereinfachen. Die Bestell-Schaltflächen haben seit Einführung der Button-Vorschrift den neuen Titel „Kaufen“ erhalten. Diese Variante gehört zu den erlaubten Beschriftungen und ist insofern rechtskonform. Zudem haben Sie bei STRATO jederzeit die Möglichkeit, die Bestellseite nach Maßgabe des Button-Gesetzes anzupassen. Achten Sie darauf - durch die Button-Lösung wird eine korrekt gestaltete Bestellseite zu einem Beleg für die Seriosität bzw. Vertrauenswürdigkeit Ihres Online-Geschäfts. Nutzen Sie also die Tools und Features, die Ihnen STRATO zur Verfügung stellt, um in Ihrem Onlineshop alles nach den gesetzlichen Vorgaben einzurichten.

  • Geprüfte Sicherheit

    Geprüfte Sicherheit
  • Service-Sieger

    Service-Sieger
  • 24/7-Support (optional)

    24/7-Support
  • Deutscher Datenschutz

    Deutscher Datenschutz