IMAP oder POP3: Welches Übertragungsprotokoll darf`s sein?

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Entscheiden Sie sich für das Netzwerkprotokoll, das Ihren Gewohnheiten und Ansprüchen am besten entspricht

IMAP oder POP3: die unterschiedlichen Formen für den E-Mail-Verkehr

Wenn Sie bei STRATO eine E-Mail-Adresse einrichten, können Sie zwischen verschiedenen Protokollen wählen, die für den Mail-Verkehr verantwortlich sind. IMAP und POP3 gehören zu den bekanntesten und am weitesten verbreiteten. Beide Optionen nutzen völlig unterschiedliche Ansätze, um die elektronische Post verfügbar zu machen. Welches Protokoll für Sie am besten geeignet ist, hängt davon ab, wie Sie E-Mails verwenden.

  • IMAP oder POP3: Netzwerkprotokolle sind entscheidend bei der Übertragung von E-Mails
  • IMAP greift auf die Mails direkt vom Mailserver zu
  • POP3 speichert die E-Mails lokal auf dem Computer
  • Die Einstellung des gewünschten Protokolls gestaltet sich sehr einfach
  • Sicherheit und Verschlüsselung sind unabhängig vom gewählten Protokoll sehr wichtig

IMAP oder POP3: Wie funktioniert die E-Mail-Kommunikation?

Um auf E-Mails zuzugreifen, können Sie entweder STRATO Webmail verwenden und Ihr Postfach direkt über den Browser aufrufen. Weit verbreitet sind aber auch E-Mail-Programme wie zum Beispiel Microsoft Outlook oder Mozilla Thunderbird. Diese Programme werden auch E-Mail-Clients genannt und greifen für die Übertragung der E-Mails entweder auf POP3 oder auf IMAP zurück. Welche Übertragungsart Sie anwenden möchten, entscheiden Sie selbst.


IMAP: Das verbirgt sich hinter dem Netzwerkprotokoll?

IMAP steht für Internet Message Access Protocol. Dabei handelt es sich um ein textbasiertes Netzwerkprotokoll. Die Besonderheit besteht darin, dass der Zugriff direkt vom Mailserver erfolgt. Wenn Sie Ihre Mails abrufen, wird eine Verbindung zum Server aufgebaut, die während der gesamten Sitzung bestehen bleibt. Sämtliche Nachrichten und Ordnerstrukturen bleiben auf dem Mailserver gespeichert und verfügbar, bis sie gelöscht werden. Dies ermöglicht Ihnen den Zugriff von mehreren Clients und Geräten auf Ihr E-Mail-Konto. Die Synchronisation sorgt dafür, dass die Datensätze überall identisch angezeigt werden. Auch Mails, die Sie auf dem Smartphone gelesen haben, sind später am Computer als „gelesen“ markiert.


So funktioniert POP3

POP3 ist die Abkürzung für Post Office Protocol. Im Unterschied zu IMAP werden bei POP3 die Mails vom E-Mail-Client heruntergeladen und lokal auf dem Rechner gespeichert. Danach werden die elektronischen Nachrichten vom Mailserver entfernt und die Verbindung zum Server getrennt. Das bedeutet also, dass die Synchronisation des E-Mail Bestands auf mehreren Geräten nicht möglich ist. Auch Nachrichten, die Sie über Ihren Mail-Client auf dem PC verschicken, finden Sie nicht im "Gesendet"-Ordner auf dem Mailserver. Die Größe der E-Mail und ihrer Anhänge bestimmt, wie lange der Abholungsprozess vom Posteingangsserver auf den lokalen Rechner dauert und umgekehrt: Wenn Sie große Dateien über POP3 verschicken, dauert auch dies seine Zeit.


Wann sollte ich mein Mailkonto mit IMAP verwenden? Wann ist POP3 die bessere Wahl?

Wenn Sie immer vom gleichen Computer aus auf Ihre Mails zugreifen, empfiehlt es sich, auf POP3 als Protokoll zu setzen. Denn die E-Mails werden vom Posteingangsserver heruntergeladen und liegen dann lokal auf Ihrem Rechner und nicht auf dem Server Ihres Mail-Anbieters. Der Vorteil: Sie werden selten in die Verlegenheit kommen, zur Unzeit Ihren Posteingang aufräumen und Unnötiges aussortieren zu müssen, weil der Mailspace sonst überfüllt ist.

Greifen Sie aber von mehreren Geräten wie Smartphone und Tablets auf Ihren E-Mail Account zu, dann sollten Sie IMAP verwenden. Der gesamte Mail-Status wird auf all Ihre Geräte synchronisiert. Sie können dadurch sogar eine Mail am Smartphone verfassen und abspeichern und später vom Computer daran weiterarbeiten und erst dann versenden. Eine Kombination aus beiden Varianten ist nicht empfehlenswert, da durch die verschiedenen Protokolle die E-Mail-Konten nicht immer auf demselben Stand sind.


Wie richte ich das gewünschte Protokoll ein?

Die Einrichtung des entsprechenden Protokolls gestaltet sich einfach und ist im E-Mail-Programm Ihrer Wahl schnell erledigt. Sie benötigen dafür lediglich den Namen des Mail-Servers sowie den Benutzernamen und das Kennwort. Der Benutzername ist Ihre vollständige E-Mail-Adresse, und das Passwort vergeben Sie in im STRATO Kundenbereich im Menüpunkt E-Mail Verwaltung. Bei der Einrichtung werden Sie nach dem E Mail-Server gefragt. Diese lauten wie folgt:

  • Posteingangsserver (IMAP): imap.STRATO.de
  • Posteingangsserver (POP3): pop3.STRATO.de

E-Mail Postfächer, die nach dem 1.12.2013 eingerichtet wurden, können aus Gründen der verbesserten Sicherheit ausschließlich mit einer gesicherten Verbindung (SSL/TLS) angesprochen werden. Daher ist es erforderlich, dass Sie bei der Einrichtung Ihrer eigenen Email-Adresse die richtigen Ports eingeben. Diese lauten wie folgt:

  • IMAP: 993
  • POP3: 995

Wie sicher sind IMAP und POP3?

Die Sicherheit im Internet spielt eine immer größere Rolle. Das gilt natürlich auch für den E-Mail-Verkehr. Um sicherzustellen, dass externe Angreifer keine Chance haben, E-Mails abzufangen bzw. mitzulesen, sollten Sie auf eine verschlüsselte Verbindung setzen. In Ihrem E-Mail-Client finden Sie in den Einstellungen entsprechende Optionen, um die Verbindung der Mailserver untereinander mittels SSL bzw. TLS zu verschlüsseln. Somit wird es Unbefugten deutlich erschwert, auf die Post auf dem Server zuzugreifen oder sie zu manipulieren. Der Sicherheitsaspekt ist also protokollunabhängig, und ihm sollte in jedem Fall hohe Priorität zukommen.


Zusatzinfo: Was sind SSL und TLS?

TLS steht für Transport Layer Security und ist der Nachfolger von SSL (Secure Sockets Layer). TLS stellt also eine Weiterentwicklung zum veralteten SSL-Protokoll dar. Es erschwert dem Angreifer den unbefugten Zugang um einiges mehr: Die verwendeten Algorithmen für die Verschlüsselung sind aufwendiger und somit schwieriger zu knacken als in SSL. Da SSL bereits in den 90er-Jahren und ursprünglich für den Browser „Netscape Navigator“ entwickelt wurde, hat sich der Name in der Branche etabliert. So ist oftmals immer noch von SSL die Rede, auch wenn TLS gemeint ist.


Fazit: Die Unterschiede zwischen IMAP und POP3 im Überblick

IMAP

  • Konstante Verbindung mit dem Mailserver
  • E-Mails verbleiben auf dem Server, bis sie manuell gelöscht werden
  • Nachrichten können von mehreren Clients abgerufen werden

POP3

  • Verbindung zum Mailserver erfolgt nur bei Abholung der Mails
  • Mails werden i.d. Regel vom Server gelöscht, nachdem sie abgerufen wurden
  • Zugriff erfolgt lediglich von einem einigen Mail-Client aus

Zusammengefasst lässt sich sagen: Wenn Sie geschäftlich und privat viel unterwegs und darauf angewiesen sind, zwischendurch E-Mails zu checken, dann ist IMAP das Übertragungsprotokoll, das sehr gut für Sie geeignet ist. Rufen Sie Ihre E-Mails aber ohnehin nur von ein und demselben aus Gerät ab, können Sie mit POP3 alle empfangenen und gesendeten Nachrichten auf der heimischen Festplatte archivieren.

Bitte denken Sie bei der Anwendung von IMAP oder POP3 immer auch an die sichere Verschlüsselung!

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