Bilder mit KI erstellen: von der Beschreibung zum Motiv
Wenn Sie Bilder mit KI erstellen, beschreiben Sie ein Motiv in Worten, und ein Bildmodell des Dienstes erzeugt daraus ein neues Bild. Diese Beschreibung heißt "Prompt". Der Generator durchsucht dabei kein Bildarchiv, sondern setzt das Motiv aus Mustern zusammen, die er beim Training an Bild-Text-Paaren gelernt hat. Für Ihre Arbeit folgen daraus zwei Konsequenzen.
- Derselbe Prompt liefert bei zwei Durchläufen zwei verschiedene Bilder. Die Beschreibung "Werkstatt, Mechanikerin am Motor, Morgenlicht" ergibt einmal eine helle Halle mit Betonboden, einmal eine enge Garage mit Werkzeugwand.
- Das Modell kennt Ihr Unternehmen oder Ihre Design-Vorgaben nicht: Was es in der Beschreibung oder im Prompt nicht findet, erfindet es.
Einige Werkzeuge geben Ihnen deshalb zusätzliche Regler an die Hand. Dazu gehören Seitenverhältnis, Stilrichtung, Anzahl der Varianten und teils ein Referenzbild als Vorlage. Diese Regler entscheiden darüber, ob ein KI-Bild-Generator einen Zufallstreffer produziert oder ein Bild, das deutlich besser auf Ihre Startseite passt.
Welche KI Bilder erstellen kann: vier Werkzeugklassen
Die Frage nach dem richtigen Werkzeug führt schnell zu langen Tool-Listen, die nach wenigen Monaten überholt sind. Nützlicher ist der Blick auf die vier Klassen, in die sich diese Werkzeuge einteilen lassen. Wer nur ein einzelnes Motiv braucht, kann KI-Bilder online erstellen, ohne etwas zu installieren. Wer wöchentlich Bildmaterial produziert, braucht eine andere Lösung.
| Werkzeugklasse |
Beispiele für Anwendungen |
Stärke |
Grenze |
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Bildgenerator im KI-Assistenten
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STRATO GPT, ChatGPT, Google Gemini
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Bild und Text entstehen im selben Chat, Nachbesserungen laufen im Dialog
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weniger feine Gestaltungsregler als in Spezialsoftware
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Generator im Website-Baukasten
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STRATO Homepage-Baukasten
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das Bild landet direkt im Seiten-Editor, ohne Download und erneuten Upload
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an diese eine Website gebunden
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Eigenständiger Online-Generator
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Adobe Firefly, Microsoft Designer, Canva
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sofort einsatzbereit, häufig ohne Konto
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Nutzungsrechte und Datenverarbeitung unterscheiden sich stark je Anbieter
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Generative Funktion in der Bildbearbeitung
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Adobe Photoshop, Affinity Photo, GIMP
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erweitert, retuschiert und stellt vorhandene Fotos frei
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braucht Ausgangsmaterial
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Welche Klasse passt, hängt weniger am Motiv als an der Häufigkeit:
- Eine Physiotherapiepraxis braucht drei Hintergrundbilder für die neue Startseite und danach ein Jahr lang keine mehr. Ein Online-Generator genügt.
- Eine Bäckerei veröffentlicht zweimal pro Woche einen Beitrag und möchte, dass die Bilder erkennbar zusammengehören. Hier zahlt sich ein Assistent aus, in dem Stilvorgaben gespeichert bleiben. Wie sich das in einen Redaktionsplan einfügt, zeigt unsere Seite zu KI Social Media.
- Ein Onlineshop hat 200 Produktfotos mit unruhigem Hintergrund und möchte dies korrigieren. Das ist ein Fall für generative Bildbearbeitung, nicht für einen Generator.
Vom Prompt zum Bild: sechs Schritte
Ein Einzeiler wie "Bild für meine Website" liefert ein beliebiges Ergebnis. Damit ein Bild neben Ihrem Text bestehen kann, arbeiten Sie den Prompt wie ein kurzes Briefing aus. Diese sechs Schritte führen dorthin.
- Zweck und Format klären. Legen Sie fest, wo das Bild später steht: Bühne, Kachel, Blogheader oder Galerie. Daraus ergeben sich das Seitenverhältnis und die Frage, ob Sie links oder rechts Freiraum für eine Überschrift brauchen.
- Stil festlegen. Entscheiden Sie sich für eine Richtung, etwa Fotografie, flache Illustration oder 3D-Render. Halten Sie Farbwelt, Lichtstimmung und Perspektive als kurze Formel fest und wiederholen Sie diese Formel in jedem weiteren Prompt.
- Den Prompt als Mini-Briefing schreiben. Sechs Angaben tragen die Beschreibung: Motiv, Umgebung, Bildsprache, Licht, Bildaufbau, Details. Ein Beispiel: "Helles Bühnenbild, zwei Personen im Beratungsgespräch an einem Holztisch, natürliches Tageslicht, warme gedeckte Farben, minimalistisches Büro, viel freie Fläche links für eine Überschrift, fotorealistisch, keine lesbaren Texte." Wie sich solche Beschreibungen systematisch aufbauen lassen, behandelt unsere Seite zum Prompt Engineering.
- Gezielt nachsteuern. Ändern Sie pro Durchlauf eine oder zwei Angaben, etwa "mehr Freiraum links" oder "kühleres Licht". Wenn Sie fünf Dinge gleichzeitig ändern, wissen Sie am Ende nicht, welche Änderung gewirkt hat.
- Web-Tauglichkeit prüfen. Bühnenbilder werden auf dem Smartphone beschnitten, oft an beiden Seiten. Prüfen Sie den Mobilzuschnitt, bevor Sie das Bild einbauen, und exportieren Sie in einer Dateigröße, die die Ladezeit nicht belastet.
- Dateiname und Alt-Text setzen. Ein Name wie "beratung-holztisch-buero.webp" ist für Suchmaschinen auswertbar, "image_04.png" nicht. Der Alt-Text beschreibt, was zu sehen ist, und macht das Bild nicht nur für Suchmaschinen, sondern auch für Screenreader zugänglich.
KI-Bild, individuelles Foto oder Stock
Nicht jedes Bild gewinnt dadurch, dass eine KI es erzeugt hat. Die Entscheidung fällt leichter, wenn Sie fragen, welche Aufgabe das Bild erfüllen soll: Trägt es eine Stimmung oder belegt es einen Sachverhalt?
| Bildzweck |
Passende Quelle |
Begründung |
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Team, Räume, Referenzen, Vorher-Nachher
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echtes Foto
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Das Bild belegt, dass es die Sache gibt. Ein erfundenes Team führt in die Irre.
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Symbolbilder für Leistungen, Blogheader, Hintergrundflächen
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KI-Bild
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Hier trägt das Bild eine Stimmung und keinen Beweis.
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Bekannte Objekte in exakter Ausführung, etwa ein Fahrzeugmodell
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Produktfoto oder Stockmaterial
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Generatoren erfinden Details an Technik, Logos und Schrift.
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Typische Einsatzstellen für KI-Bilder sind Bühnenbilder, Abschnittsgrafiken, Illustrationen für abstrakte Leistungen, ruhige Hintergrundflächen und Beitragsbilder im Blog. Bei Kampagnenmotiven, die über mehrere Kanäle laufen, lohnt sich der Aufwand einer festen Stilformel besonders. Welche Rolle KI in der Planung solcher Kampagnen spielt, beschreibt unsere Seite zu KI im Marketing.
Typische Fehler beim KI-Bilder generieren
Wer KI-Bilder generieren lässt und unbrauchbare Ergebnisse erhält, scheitert selten an der Technik. Fünf Muster wiederholen sich.
- Zu allgemein beschrieben. "Modernes Büro" trifft auf zehntausend Bilder zu. Ergänzen Sie Branche, Tätigkeit, Tageszeit und Bildaufbau, dann wird das Ergebnis Ihres.
- Kein durchgehender Stil. Wenn jede Unterseite eine andere Bildsprache zeigt, wirkt die Website unruhig. Eine wiederkehrende Stilformel kostet einmal fünf Minuten und wirkt auf jeder Seite.
- Text im Bild erwartet. Obwohl die Situation deutlich besser geworden ist, aber einige Anbieter haben noch immer Probleme, wenn sie Schrift im Bild generieren sollen. Es gibt Buchstabendreher, kryptische Wörter usw. Setzen Sie in einem solchen Fall Überschriften und Preise per HTML oder im Grafikprogramm über das Bild, statt sie in den Prompt zu schreiben.
- Am fremden Werk entlang formuliert. Prompts nach dem Muster "im Stil von" laufen auf erkennbare Vorlagen zu. Beschreiben Sie stattdessen die Merkmale, die Sie meinen, etwa "weiche Pinselstriche, gedeckte Farben, sichtbare Leinwandstruktur".
- Prüfung übersprungen. Eine umgekehrte Bildersuche vor der Veröffentlichung kostet eine Minute und zeigt, ob das Ergebnis einem bekannten Motiv sehr nahe kommt.
Kennzeichnung und Rechte bei KI-Bildern
Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten aus Artikel 50 der EU-KI-Verordnung. Für Betriebe, die KI-Bilder im Alltag einsetzen, fällt die Pflicht enger aus, als es die öffentliche Diskussion vermuten lässt. Sichtbar offenzulegen sind nach derzeitigem Stand vor allem Inhalte, die reale Personen oder Ereignisse wirklichkeitsnah nachbilden und deshalb für echt gehalten werden könnten. Ein abstraktes Stimmungsbild ohne erkennbare Personen fällt in der Regel nicht darunter.
Seit Ende Juli 2026 ist die Bundesnetzagentur zentrale Marktüberwachungsbehörde für KI-Systeme in Deutschland, soweit keine Fachbehörde zuständig ist. Rechtsgrundlage dafür ist das Gesetz zur Marktüberwachung und Innovationsförderung von künstlicher Intelligenz, kurz KI-MIG. Die sektoralen Zuständigkeiten bleiben bestehen: Im Finanzsektor überwacht die BaFin, im Medienbereich sind es die Landesmedienanstalten. Den Bußgeldrahmen für Verstöße gegen Artikel 50 setzt die Verordnung bei bis zu 15 Millionen Euro oder drei Prozent des weltweiten Jahresumsatzes an.
Vom Urheberrecht ist das getrennt zu betrachten. Rein maschinell erzeugte Bilder haben nach der überwiegenden Auffassung keinen eigenen Urheberrechtsschutz, weil die menschliche Schöpfung fehlt. Fremde Rechte können Sie trotzdem verletzen, etwa an geschützten Marken, an Persönlichkeitsrechten erkennbarer Personen oder an Werken, an die das Ergebnis deutlich erinnert. Prüfen Sie zusätzlich die Nutzungsbedingungen des eingesetzten Werkzeugs, denn sie regeln, ob Sie das Ergebnis geschäftlich verwenden dürfen.
Dieser Abschnitt ordnet die Lage ein und ersetzt keine Rechtsberatung. Die Rechtslage entwickelt sich weiter. Für die Einordnung im Einzelfall sind der Verordnungstext, die Leitlinien der EU-Kommission zu Artikel 50 und die Hinweise der Bundesnetzagentur die verbindlichen Quellen.
Was mit Ihren Prompts und Uploads passiert
Die Frage nach dem Datenweg beantwortet jedes Werkzeug anders, und sie stellt sich bei jedem neuen Anbieter erneut. Sobald Sie ein eigenes Foto hochladen, verlassen Daten Ihr Haus. Bei einem Produktfoto ohne Personen ist das unkritisch. Bei einem Teamfoto, einer Kundenaufnahme oder einem Screenshot mit Auftragsdaten sieht es anders aus, weil dann personenbezogene oder vertrauliche Informationen verarbeitet werden.
Vier Fragen klären das Wesentliche, bevor ein Generator in Ihre Abläufe einzieht:
- In welchem Land werden Prompts und Uploads verarbeitet?
- Werden Ihre Eingaben zum Training der Modelle verwendet?
- Wie lange bleiben Chats und Uploads gespeichert, und können Sie sie selbst löschen?
- Wer beim Anbieter hat Zugriff auf die Inhalte?
Für STRATO GPT sind diese Punkte im vorigen Abschnitt benannt. Bei anderen Werkzeugen stehen die Antworten in der Datenschutzerklärung und in den Nutzungsbedingungen. Prüfen Sie sie auch dann, wenn Sie ein Werkzeug nur für einen einzelnen Auftrag öffnen. Welche Anforderungen sich aus der DSGVO ergeben, führt unsere Seite zum KI-Datenschutz aus.