Grundlage für gute KI-Texte
Die meisten Anleitungen drehen sich um Formeln für den perfekten Prompt. Der größere Hebel liegt beim Ausgangsmaterial: Zahlen, Fristen, Namen, Materialangaben, Formulierungen aus Ihrem Betrieb. Laden Sie diese Unterlagen hoch, anstatt sie aus dem Gedächtnis zu umschreiben. Wie Sie den Auftrag dann formulieren, zeigt unser Beitrag zum Prompt Engineering.
In der folgenden Tabelle sehen Sie, welches Ausgangsmaterial Sie benötigen, um einen guten KI-Text zu bekommen:
| Textsorte |
Passendes Ausgangsmaterial |
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Angebot
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Leistungsverzeichnis, Preisliste, vergleichbare Offerte
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Antwortschreiben
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Kundenmail, Vertragsauszug, interne Notiz zum Fall
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Produktbeschreibung
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Datenblatt, Maße, Materialangaben, Pflegehinweise
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Kurzreport
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Zahlenübersicht, Vormonatswerte, Kommentare aus dem Team
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Stellenanzeige
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Aufgabenliste, Gehaltsrahmen, Angaben zum Team
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Der Unterschied in der Qualität der Ausgabe zeigt sich im ersten Entwurf. Ein Angebot auf Basis Ihres Leistungsverzeichnisses nennt Positionen, Mengen und Termine. Ein Angebot ohne Material nennt "individuelle Lösungen" und "attraktive Konditionen". Für Kampagnen und Kanaltexte gilt dasselbe Prinzip, wie der Überblick zu KI im Marketing zeigt.
Sofort-Antwort oder Denkmodus
Viele KI-Anwendungen bieten zwei grundlegende Arbeitsweisen an. Der Sofort-Modus antwortet direkt und eignet sich für alles, was in einem Zug entsteht. Der Denkmodus braucht länger, weil er die Aufgabe vorher in Teilschritte gliedert. Für Textarbeit lässt sich die Wahl an einem Kriterium festmachen: der Zahl der Quellen, die in den Text einfließen.
Der Denkmodus lohnt sich, wenn ein Text mehr als eine Quelle verarbeiten muss:
- Ein Angebot, das Leistungsverzeichnis und Preisliste zusammenführt
- Ein Schreiben, das zwei Vertragsversionen gegeneinander abgleicht
- Ein Report, in dem Zahlen aus mehreren Monaten eine Aussage tragen sollen
- Ein Verhandlungskonzept mit mehrstufiger Argumentation
Für Betreffzeilen, kurze Terminabsagen oder eine Übersetzung genügt der Sofort-Modus. Wer auch solche einfachen Texte durch den Denkmodus schickt, wartet länger als nötig.
Nachbearbeitung in vier Schritten
Kein Entwurf sollte ungeprüft nach draußen gehen. Die folgende Reihenfolge spart Zeit, weil sie mit dem größten Risiko beginnt:
- Fakten abgleichen: Zahlen, Namen, Fristen und Preise gegen die Originalunterlage prüfen.
- Anlauf streichen: Der erste Absatz wiederholt häufig nur die Aufgabenstellung.
- Sprache auflockern: Gleichförmige Satzlängen und Dreierreihungen sind das Muster, an dem Lesende KI-Texte festmachen.
- Eigenes einbringen: Ein Beispiel aus dem Betrieb, eine konkrete Zahl, eine klare Empfehlung.
Diese Prüfung hat nicht nur einen redaktionellen Wert. Es geht nicht nur darum, dass die Texte natürlicher oder schöner klingen. Sie entscheidet mit darüber, wie der Text rechtlich zu behandeln ist.
Kennzeichnung seit August 2026
Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten aus Artikel 50 der europäischen KI-Verordnung. Der Artikel verteilt die Aufgaben: Ein Teil liegt bei den Anbietern der Systeme, ein anderer bei den Unternehmen, die diese Systeme einsetzen. In vielen Zusammenfassungen im Netz liest man, ab jetzt müsse jeder KI-Text gekennzeichnet werden. So steht es dort nicht.
Für Unternehmen, die Texte erstellen, sind drei Konstellationen relevant:
- Interaktion mit KI: Anbieter müssen Systeme, die direkt mit Menschen interagieren, so gestalten, dass Nutzende den KI-Einsatz erkennen. Wer etwa einen KI Chat-Assistent auf der Website einsetzt, prüft daher, ob dieser Hinweis im Tool hinterlegt ist.
- Texte von öffentlichem Interesse: Wer KI-generierte Texte veröffentlicht, die über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informieren (etwa politische Themen), legt die künstliche Herkunft offen. Die Pflicht entfällt, wenn ein Mensch den Text inhaltlich geprüft hat und das Unternehmen die redaktionelle Verantwortung übernimmt.
- Deepfakes: Bilder, Audios und Videos, die echt wirken können, werden als KI-Erzeugnis erkennbar gemacht.
Ihr Angebot, Ihre Kundenmail und Ihre Produktbeschreibung fallen damit in der Regel nicht unter die Offenlegungspflicht. Die Europäische Kommission hat dazu am 20. Juli 2026 Leitlinien zu den Transparenzpflichten samt Antworten auf häufige Fragen veröffentlicht. Diese Einord