Einen eigenen Blog oder eine eigene Website kann dank WordPress jeder ins Leben rufen. Programmierkenntnisse sind nicht notwendig, denn man kann die Website über eine bedienfreundliche Oberfläche gestalten. Trotzdem sind einige Schritte notwendig, um die eigene Website so zu gestalten, wie man sie sich vorstellt. Zudem wollen die Abläufe zum Erstellen von Beiträgen etc. erst einmal erlernt sein. Das folgende WordPress-Tutorial erklärt, welche Aufgaben am Anfang erledigt werden müssen, um die eigene Website mit Inhalt zu füllen.
Sie haben sich für einen Provider sowie eine Domain entschieden und alle wichtigen Informationen, z.B. zu Namen und Passwort der Datenbank, erhalten. Im Anschluss installieren Sie WordPress. Für die Installation haben Sie mehrere Möglichkeiten: STRATO bietet seinen Kunden mit dem AppWizard eine große Hilfe: Sie starten ihn über Ihren Kunden-Login und werden durch den kurzen Installationsprozess geführt. In den FAQs erfahren Sie in einem kurzen Tutorial, wie Sie WordPress auf diese Weise in wenigen Schritten installieren. Anschließend können Sie sich über die WP-Login-Page (das ist die URL Ihrer Website, an welche Sie in der Adressleiste des Browsers „/wp-login.php“ anfügen, also z.B. meinedomain.de/wp-login.php) mit Ihren Zugangsdaten anmelden, die Sie während der Installation festgelegt haben. Dann gelangen Sie zum Admin-Bereich von WordPress.
Im übersichtlichen Dashboard finden Sie alle Funktionen versammelt. Sie können jeden Bereich ansteuern, den Sie bearbeiten möchten, seien es die einzelnen Beiträge, das Design Ihrer Website oder allgemeine Einstellungen. Hinter jedem Menüpunkt verbergen sich zudem mehrere Unterpunkte. Verschaffen Sie sich zu Beginn einen Überblick, welche Möglichkeiten WordPress Ihnen bietet. Nachfolgend werden die wichtigsten Bereiche näher erläutert, die notwendig sind, um das Grundgerüst Ihrer WordPress-Website zu erstellen.
Ein Blick in die Einstellungen steht am Anfang dieses WordPress-Tutorials. Neben allgemeinen Einstellungen wie jene zur Sprache können dort Einstellungen für Beiträge, Medien, Kommentare etc. gesetzt werden, z. B., ob sich Besucher der Website anmelden müssen, um Kommentare schreiben zu können. Gehen Sie hier alle Punkte wenigstens einmal zu Beginn Ihrer Arbeit als Admin einer Website oder eines Blogs durch.
Das Design Ihrer Website wird von Themes bestimmt. Im entsprechenden Menü-Punkt können Sie ein Design aus der großen Auswahl an bereitgestellten WordPress-Themes auswählen und installieren. Auch ein nachträglicher Wechsel des Designs Ihrer Website ist meist kein Problem, weil Aussehen und Inhalt voneinander getrennt sind. Der Inhalt bleibt bei einem Theme-Wechsel bestehen und wird einfach in das neue Layout eingefügt. Das Thema Design ist sehr umfangreich und man könnte ein eigenes WordPress-Theme-Tutorial dazu schreiben. Wenn Sie sich näher mit den individuellen Anpassungsmöglichkeiten des Designs der Website auseinandersetzen wollen, finden Sie dazu viele hilfreiche Tipps und Anleitungen im Internet. Für den Anfang genügt es, wenn Sie sich ein Theme aussuchen, das Ihnen am besten gefällt und auch optisch zum Inhalt Ihrer Website passt. Klicken Sie auf ein Theme und dann auf "Aktivieren". Auf diese Art können Sie sich in Ruhe anschauen, ob Ihnen das Theme tatsächlich gefällt.
Im Großen und Ganzen besteht Ihre Website aus Seiten und Beiträgen. Seiten werden gerne für statische Inhalte genutzt, wie z.B. das Impressum, "Über uns", Anfahrtspläne etc. Beiträge hingegen werden automatisch chronologisch sortiert angezeigt. Beiträge können in eine oder mehrere Kategorien sortiert werden. Auf einer WordPress-Homepage funktioniert das Erstellen von Seiten und Beiträgen grundsätzlich gleich. Bei beiden Elementen steht Ihnen ein Editor zur Verfügung, bei dem Sie zwischen der visuellen Ansicht – also dem formatierten Text, wie er später im Frontend erscheint – und der Text-Ansicht – dem HTML-Code mit den entsprechenden Befehlen – wechseln können. Im Editor schreiben Sie Texte, formatieren diese und fügen Medien wie Bilder oder Videos hinzu.
Um die Seiten in eine Hierarchie zu bringen und in das Seiten-Menü auf Ihrer Website zu integrieren, müssen Sie zum Punkt „Design“ –> „Menü“ gehen. Dort können erstellte Seiten zur Menüstruktur hinzugefügt werden. Per Drag and Drop ordnen Sie die Elemente an – auch als Unterpunkte. Bei statischen Websites, etwa der Internetpräsenz eines Unternehmens, kommen hauptsächlich Seiten zum Einsatz. Ein Blog hingegen wird fast ausschließlich aus Beiträgen bestehen. Hier bietet es sich an, in die Menüstruktur Kategorien einzufügen.
Plug-ins sind kleine Erweiterungen für WordPress. Damit können Sie beispielsweise im Admin-Bereich Schaltflächen zum Editor hinzufügen, oder Sie erhalten Hilfe beim Backup. Generell nehmen Plug-ins Ihnen viel Arbeit ab und ermöglichen auch viele Dinge, die von Haus aus mit WordPress nicht möglich sind. Sie können im Admin-Bereich von WordPress unter „Plug-ins“ –> „Installieren“ durch das umfangreiche Archiv an WP-Plug-ins stöbern, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Erweiterungen es gibt und was diese leisten.
Widgets sind kleine Inhaltsblöcke, die Sie in der Sidebar – also dem Streifen am linken oder rechten Rand Ihrer Website – einfügen können. Ein Widget übernimmt in der Regel nur eine einzige Funktion und integriert z. B. eine Suchfunktion oder zeigt eine Vorschau der neuesten Beiträge auf der Website oder aber einen Kalender an. Mit dem Widget Logic können Sie wiederrum festlegen, ob ein Widget auf jeder Unterseite in der Sidebar erscheinen soll, oder nur auf bestimmten Seiten.
Gerade am Anfang tauchen bei der Arbeit mit WordPress immer wieder Fragen auf. Eine kurze Internet-Recherche bringt meist schnelle Hilfe. Direkt im WP-Backend gibt es zwar keine integrierte Hilfe, jedoch hilfreiche Links. Fahren Sie einfach mit der Maus über das WordPress-Logo in der linken oberen Ecke:
Nachdem das Grundgerüst steht und Sie sich mit den Funktionen von WordPress vertraut gemacht haben, gibt es noch viele andere Dinge, um die Sie sich kümmern können. Zum Abschluss dieses WordPress-Website-Tutorials sollen noch drei Themen erwähnt werden, über die Sie sich ebenfalls nach dem Start Ihrer WP-Website informieren sollten.
Den Schutz Ihrer Internetpräsenz sollten Sie von Beginn an ernst nehmen. Sorgen Sie für ausreichende Sicherheitsmaßnahmen. Das fängt bei der Wahl eines sicheren Passworts an. Beim Schutz Ihrer Website helfen Plug-ins. Es gibt viele Plug-ins, die Funktionen bieten wie etwa die Beschränkung der Anmeldeversuche, bevor der Zugang gesperrt wird. So haben Hacker kaum eine Chance, durch bloßes Ausprobieren das Passwort zu erraten. Für einen umfangreichen Schutz lohnt sich jedoch die Installation eines Sicherheits-Plug-ins, das gleich mehrere Funktionen erfüllt, beispielsweise von Wordfence Security.
Plug-ins sind praktische Helfer. Doch zu viele installierte Plug-ins führen in der Gesamtheit mit der Zeit dazu, dass Ihre Website geradezu überladen ist. Eine lange Ladezeit kann jedoch den Verlust neuer Leser bedeuten. Informieren Sie sich also darüber, worauf Sie von Beginn an achten können, damit die Ladezeit gar nicht erst zu einem Problem wird. Einige Ursachen für eine langsame Website können z. B. sein:
Auch das Thema Suchmaschinenoptimierung sollten Sie nicht zu lange aufschieben, damit Ihre Website überhaupt eine Chance hat, von interessierten Lesern gefunden zu werden. Informieren Sie sich, worauf es bei Suchmaschinenoptimierung ankommt. Es handelt sich vor allem um viele einzelne Kleinigkeiten, auf die Sie dann jedoch bewusst achten können. Hilfe bieten auch auf diesem Feld Plug-ins. Ein sehr beliebtes und umfangreiches SEO-Plug-in ist Yoast SEO. Es gibt viele Tipps und stellt zusätzliche Funktionen zur Verfügung.