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FAQ #2013

Backup eines Servers von STRATO

Inhalt

 
 

Welchen Backupservice bietet STRATO an?

Bei Ihrem STRATO Linux V-Server müssen Sie tägliche Backups nicht selbst erledigen.

 

STRATO sichert Ihre Daten und Verzeichnisse, damit im tagtäglichen Datengeschäft Ihrer Website nichts verloren geht. Das Erstellen dieser Sicherheitskopien geschieht mit intelligenter Speicherarchitektur automatisch im Hintergrund. Für den Zugriff auf die Sicherungskopien benötigen Sie kein FTP-Programm, sondern können Ihre Daten per Mausklick im STRATO Server-Login wiederherstellen.

 

Wählen Sie einfach einen der letzten Sicherungsstände aus und der V-Server wird dann wieder in den Zustand versetzt, in dem er sich zum Zeitpunkt der Sicherung befand. So wird Datensicherung zum Kinderspiel.

 

Die Backup-Funktionalität Ihres Linux V-Servers finden Sie in Ihrem STRATO Server-Login unter dem Menüpunkt Backup & Recovery / BackupControl.

 
Server: Backupservice -1.png
 
 

Was ist BackupControl für Managed Server?

STRATO BackupControl erstellt täglich und vollautomatisch ein Backup Ihres Managed Servers.

 
Server: Backupservice -1.png
 

In der ersten Spalte kann das Schloss geöffnet, oder geschlossen sein. Ein geöffnetes Schloss bedeutet, dass dieses Backup jeder Zeit automatisch mit einem neuen Backup überschrieben wird. Ein geschlossenes Schloss bedeutet, dass es sich hierbei um ein permanentes Backup handelt und somit nicht automatisch durch ein neues Backup überschrieben wird.

 

Der Status des Schlosses kann durch einen Klick auf das Schloss beeinflusst werden.

 

Aus der zweiten Spalte Datum ist das Datum und auch die Uhrzeit ersichtlich, zu der das Backup erstellt wurde.

 

In der dritten Spalte Kommentar ist hinterlegt um welche Art Backup es sich handelt. Hierbei gibt es zwei Arten von Backup. Es gibt das automatische Backup, welches automatisiert einmal am Tag stattfindet und das manuelle Backup. Das manuelle Backup können Sie mit einem Klick auf Jetzt Backup erstellen starten. Je nach Datenvolumen kann das manuelle Backup einige Minuten in Anspruch nehmen. Dass das manuelle Backup abgeschlossen wurde, erkennen Sie daran, wenn Ihnen unter Backup Control wieder die Backup-Übersicht dargestellt wird.

 

Die letzte Spalte bietet die Möglichkeit durch ein Klick auf wiederherstellen ein Restore, also eine Wiederherstellung des Ursprungszustandes zu veranlassen.

 

Backups wiederherstellen

Wenn Sie eine Wiederherstellung veranlasst haben, erhalten Sie eine Meldung mit dem folgenden Inhalt:

 

Bitte beachten Sie, dass alle Daten, bis auf den Ordner "~/private/", auf Ihrem Server überschrieben werden. Möchten Sie also, dass bestimmte Daten Ihres Servers nicht mit denen aus dem Backup überschrieben werden, so können Sie diese in das Verzeichnis "~/private/" verschieben.

 

Während der Wiederherstellung sind keine Verbindungen mit Ihrem Server möglich. Sobald die Wiederherstellung abgeschlossen ist, stehen Ihnen alle Server-Dienste wieder zur Verfügung.

Anschließend bestätigen Sie die Wiederherstellung im erscheinenden Dialog-Fenster mit dem Button Backup wiederherstellen. Der Restore wird nun durchgeführt und kann, je nach Datenvolumen, bis zu mehreren Stunden dauern.

 

Backupplätze hinzubestellen

Wenn Sie feststellen, dass Ihnen der vorgegebene Backupplatz nicht ausreicht, so haben Sie die Möglichkeit weitere Slots zusätzlich zu erwerben. Klicken Sie dafür auf den Button Weitere Speicherplätze bestellen. Es erscheint der folgende Dialog:

 

Server: Backupservice -2.png
 

Wählen Sie nun die gewünschte Anzahl aus. Nachdem Sie die AGB gelesen und akzeptiert haben, setzen Sie das Häkchen und können über Kostenpflichtig bestellen die Bestellung abschließen.

 

Die zusätzlichen Speicherplätze stehen Ihnen innerhalb weniger Minuten zur Nutzung zur Verfügung.

 

Wie kann ich ein Backup meines Servers mit REOBack durchführen?

Mit REOBack können Sie eine lokale Sicherung Ihres Servers durchführen. Ausgenommen hiervon sind alle Managed-, sowie die Windows-Server.
 
REOBack ist eine Software, die Ihnen die Möglichkeit bietet, Sicherungen Ihres Systems in regelmäßigen Zeitabständen vorzunehmen. Nach einem ersten wöchentlichen kompletten (full) Backup werden nur die geänderten Dateien gesichert, um unnötigen Traffic und Speicherplatz zu sparen.
 

Die einzelnen Schritte des Backups mit REOBack

 

Wie installiere ich REOBack?

Laden Sie das RPM-Paket von der REOBack Download-Seite herunter. Verwenden Sie bitte die aktuellste stabile Version.
 
Anmerkung: Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels handelt es sich um Version 1.0-3 reoback-1.0-3.noarch.rpm
Nach Anklicken des Links wird Ihnen eine Liste mit verschiedenen Mirrors angezeigt, von welchen aus die Datei heruntergeladen werden kann. Nachdem Sie einen Mirror ausgewählt haben, wird Ihnen der Pfad angezeigt und der Download beginnt kurze Zeit später. Sofern man dies nicht möchte, kann der Download abgebrochen werden. Den angezeigten Pfad können Sie auch in Putty mit der rechten Maustaste, nach wget einfügen.
 

Beispiel:

h123456: ~ # wget http://puzzle.dl.sourceforge.net/sourceforge/reoback/reoback-1.0-3.noarch.rpm

 

Installieren Sie das RPM-Paket.

 

h123456: ~ # rpm -ivh reoback-1.0-3.noarch.rpm

 

Anmerkung: Sofern Sie einen Debian Sarge Server besitzen, können Sie das Paket selbst installieren. Geben Sie hierzu die folgenden Befehle in die Kommandozeile ein:

apt-get install alien cd /usr/local/src

 
Suchen Sie bitte anschließend unter folgendem Link http://prdownloads.sourceforge.net/reoback/ die geeignete Version und laden Sie diese per wget herunter.
 

Beispiel:

wget http://mesh.dl.sourceforge.net/sourceforge/reoback/reoback-1.0-3.noarch.rpm

 

Entsprechend: alien reoback-1.0-3.noarch.rpm*

Entsprechend: dpkg --install reoback_1.0-3_all.deb*

Bitte beachten Sie, dass sich die Versionsnummern ändern können.

 

Wie konfiguriere ich REOBack?

Konfigurieren Sie REOBack um Sicherungen in regelmäßigen Zeitabständen automatisch durchzuführen. Editieren Sie dazu die settings.conf im Ordner /etc/reoback/, um Sie Ihren Bedürfnissen anzupassen.

 
Server: Backupservice -3.png
 

Sie benötigen einen FTP-Account auf einem entfernten Backup-Server, um dort Ihre Sicherungen abzulegen.

 

Wenn der Umfang der Daten nicht so groß ist und Sie über eine schnelle Internetanbindung (DSL) verfügen, bietet es sich an, die Backupdateien auf der Festplatte des Servers zu sichern und regelmäßig herunterzuladen. Wenn Sie über einen CD-Brenner verfügen, können Sie die Backupdateien zum Beispiel auf CD archivieren.

 

Ändern Sie dazu in der Datei /etc/reoback/settings.conf die folgende Einstellung:

 

# Sollen die Sicherungen auf einen entfernten Backup-Server kopiert werden? remotebackup = 0

 

Um festzulegen, welche Dateien und Verzeichnisse gesichert werden sollen, müssen Sie die Datei files.conf im Ordner /etc/reoback/ an Ihre Bedürfnisse anpassen.

 
Server: Backupservice -4.png
 

Anmerkung: Mit diesen Verzeichnisangaben lassen sich die Plesk- und Plesk-Nutzer-Einstellungen sichern:

  • /opt/psa
  • /etc/psa
  • /usr/local/psa
Die Skip Angaben können mit Perl Regular Expressions gemacht werden.
 
Anmerkung: Da die lokalen Backups von Reoback im Verzeichnis /var/lib/reoback/backups/ abgelegt werden, wäre dieses ebenfalls mit

Skip: /var/lib/reoback/* von der Datensicherung auszuschließen.

Ansonsten wird bei jedem Durchlauf ein Backup aller bisher dort abgelegter Backups gemacht und die Festplatte läuft schnell voll.

Wie teste ich REOBack?

Nachdem Sie die beiden Konfigurationsdateien /etc/reoback/settings.conf und /etc/reoback/files.conf an Ihre Bedürfnisse angepasst haben, können Sie die Funktionalität folgendermaßen testen:

 

h123456: ~ # reoback.pl /etc/reoback/settings.conf

 

Wie automatisiere ich REOBack?

Zum Abschluss können Sie REOBack mit Hilfe eines Cron-Jobs automatisieren. Dazu wird von REOBack ein kleines Shell-Skript zur Verfügung gestellt, welches direkt als Cron-Job verwendet werden kann.

 

Eventuell müssen Sie die Pfade in dem Skript an Ihre Umgebung anpassen. Testen Sie das Skript vorher, indem Sie es in der Konsole ausführen. Editieren Sie mit dem Befehl crontab -e Ihre Cron-Job-Tabelle und tragen Sie folgende Zeile für REOBack ein:

 

30 19 * * * /etc/reoback/run_reoback.sh | mail -s "automatisches Backup" admin@wunschname.de

 

(Anstelle von wunschname.de geben Sie Ihren eigenen Domainnamen an.) Diese Zeile sorgt dafür, dass täglich um 19:30 Uhr das Backup gestartet wird und die Ausgabe des Skriptes per E-Mail mit Betreff automatisches Backup an admin@wunschname.de geschickt wird. Ein informativeres Ergebnis des Backups erhalten Sie, wenn Sie es sich per E-Mail zuschicken lassen:

 

30 19 * * * /etc/reoback/run_reoback.sh > backup.txt ; mail -s "automatisches Backup" admin@wunschname.de < backup.txt

 

(Anstelle von wunschname.de geben Sie Ihren eigenen Domainnamen an.) Bitte passen Sie außerdem die Pfade in der Datei run_reoback.shan Ihre Umgebung an. Die Änderungen können z.B. so Aussehen:

 

# Location of the configuration file.

# config="/home/sforge/reoback/settings.conf"

config="/etc/reoback/settings.conf"

# Change to reflect where REOBack is installed

# reoback="/home/sforge/reoback/reoback.pl"

reoback="/usr/bin/reoback.pl"

 
Anmerkung:
crontab -e ruft in der Regel den Editor vi auf. 

Damit nicht jeder User das FTP-Passwort lesen kann, sollten für /etc/reoback mit dem Befehl chmod -R 700 /etc/reoback noch die Leserechte für other entzogen werden.

 

Sofern Sie mit Putty, Cron-Jobs und vi nicht zurechtkommen, haben Sie alternativ die Möglichkeit, in der Admin-Oberfläche ServerAdmin 24 unter dem Menuepunkt System einen Magic-Button anzulegen und so das Backup manuell und einfach auszuführen

 

Verwenden Sie hierzu den Befehl

 

 reoback.pl/etc/reoback/settings.conf

 

Ausführen als Benutzer: root

 

Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass reoback installiert und in der Datei settings.conf entsprechend konfiguriert ist.

 
 

So können Sie Probleme bei der Durchführung von Backups beheben

Bei Ihrem V-PowerServer wird ein täglich ein automatisches Backup durchgeführt. In besonderen Situationen kann es vorkommen, dass ein Backup mit Fehlern abgebrochen wird. Nach dreimaligem Abbruch des Backups wird das automatische Backup deaktiviert.

 

Dieser Artikel beschreibt mögliche Ursachen für einen Abbruch des Backups und zeigt auf, wie Sie Einschränkungen im Zusammenhang mit der Durchführung des Backups beheben können.

 

Häufige Ursachen für Abbrüche des Backups sind

  • Sehr viele Dateien in einem Verzeichnis
  • Viele Verzeichnisse, die wenige kleine Dateien enthalten
  • Verzeichnisstrukturen mit großer Schachtelungstiefe
  • Sehr lange Pfade

Im Folgenden finden Sie einige Tipps, wie Sie die oben genannten Dateien und Verzeichnisse identifizieren können.

Melden Sie sich an Ihrem Server als Benutzer "root" an.

 

Wechseln Sie in das Wurzelverzeichnis:

 

# cd /

 

Führen Sie folgenden Befehl aus, um die 20 längsten Pfade auf Ihrem System zu finden.

 

# find / | awk '{print length($0) " " $0}' | sort -nr | head -n 20

 

Maßnahme:

Werden Ihnen hier Pfade ausgegeben, die länger als 1000 Zeichen sind, bereinigen Sie, wenn möglich, diese Verzeichnisse.

 

Mit dem folgenden Befehl können Sie sich die 20 Verzeichnisse unterhalb des Wurzelverzeichnisses anzeigen lassen, die die größte Anzahl an Dateien auf Ihrem System enthalten.

 

# find / -type d | perl -ne 'chomp; $n=$_; @f=<$n/*> and print "$#f $n\\n"' | sort -nr | head -n 20

 

Maßnahme:

Werden Ihnen hier Verzeichnisse ausgegeben, die mehr als 100000 Dateien enthalten, verteilen Sie diese auf mehrere Unterverzeichnisse oder löschen Sie sie.

 

Um sich die 20 Verzeichnisse anzeigen zu lassen, die den größten Anteil am Speicherplatz belegen, geben Sie folgendes ein:

 

# du -m --exclude=/proc / | sort -nr | head -n 20

 

Die Kapazitätsangabe erfolgt in Megabyte. Löschen Sie, wenn möglich, nicht mehr benötigte Dateien.

 

Versuchen Sie anschließend im STRATO Server-Login erneut ein Backup durchzuführen. Sollte dieses wieder fehlschlagen, so wiederholen Sie gegebenenfalls die beschriebenen Schritte.

 

Wie erhalte ich konsistente Backups für Datenbanken auf meinem STRATO V-Server Linux

Bei einem Backup von Datenbankdateien darf, während des Backups, nicht in die Datenbank geschrieben werden. Um das zu gewährleisten, müssen alle Tabellen während des Backups für Schreibzugriffe gesperrt oder, noch besser, der Datenbankserver heruntergefahren werden.

 

Grundsätzlich kann der Zeitpunkt eines Backups bei STRATO V-Servern  Linux nicht bestimmt werden. Ein Herunterfahren der Datenbank ist somit nicht auf direktem Wege möglich.

 

Sie können jedoch entsprechende Skripte in bestimmten Verzeichnissen hinterlegen, die die Datenbanken oder Anwendungen mit ähnlichen Anforderungen herunter - und wieder hochfahren lassen können. So ist es Ihnen möglich, konsistente Backups sicherzustellen.

 

Vor und nach einem automatisch erstellten Backup wird geprüft, ob in den Verzeichnissen Skripte vorhanden sind. Wenn das der Fall ist, werden diese ausgeführt.

 

Die Skripte, die vor dem Backup ausgeführt werden sollen, müssen im Verzeichnis /etc/vzbackup/prescript/ auf Ihrem virtuellen Server hinterlegt werden.

 

Die Skripte, die nach dem Backup ausgeführt werden sollen, gehören in das Verzeichnis /etc/vzbackup/postscript/.

 

Sofern noch nicht vorhanden, müssen diese Verzeichnisse zuvor von Ihnen angelegt werden. Beide Verzeichnisse dürfen derzeit maximal 5 Skripte enthalten.

 

Nach einer maximalen Laufzeit von 5 Minuten, werden die Skripte abgebrochen. Das eigentliche Backup wird unabhängig vom Erfolg des Laufs der Skripte ausgeführt.

 
 
 

Wie erhalte ich konsistente Backups für Datenbanken auf meinem STRATO V-Server Linux

Bei einem Backup von Datenbankdateien darf, während des Backups, nicht in die Datenbank geschrieben werden. Um das zu gewährleisten, müssen alle Tabellen während des Backups für Schreibzugriffe gesperrt oder, noch besser, der Datenbankserver heruntergefahren werden.

Grundsätzlich kann der Zeitpunkt eines Backups bei STRATO V-Servern  Linux nicht bestimmt werden. Ein Herunterfahren der Datenbank ist somit nicht auf direktem Wege möglich.

Sie können jedoch entsprechende Skripte in bestimmten Verzeichnissen hinterlegen, die die Datenbanken oder Anwendungen mit ähnlichen Anforderungen herunter - und wieder hochfahren lassen können. So ist es Ihnen möglich, konsistente Backups sicherzustellen.

Vor und nach einem automatisch erstellten Backup wird geprüft, ob in den Verzeichnissen Skripte vorhanden sind. Wenn das der Fall ist, werden diese ausgeführt.

Die Skripte, die vor dem Backup ausgeführt werden sollen, müssen im Verzeichnis /etc/vzbackup/prescript/ auf Ihrem virtuellen Server hinterlegt werden.

Die Skripte, die nach dem Backup ausgeführt werden sollen, gehören in das Verzeichnis /etc/vzbackup/postscript/.

Sofern noch nicht vorhanden, müssen diese Verzeichnisse zuvor von Ihnen angelegt werden. Beide Verzeichnisse dürfen derzeit maximal 5 Skripte enthalten.

Nach einer maximalen Laufzeit von 5 Minuten, werden die Skripte abgebrochen. Das eigentliche Backup wird unabhängig vom Erfolg des Laufs der Skripte ausgeführt.

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