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FAQ #114

Was ist Spam und wie schütze ich mich davor?

Inhalt

 

 

Was ist Spam?

 

Spam (engl.; umgangssprachlich für UBE = Unsolicited Bulk E-Mail) sind Massen-E-Mails bzw. Werbesendungen, die im Internet verbreitet werden. Diese Spam-E-Mails werden unaufgefordert an Millionen von E-Mail-Adressen versendet. Die meisten Spam E-Mails haben einen kommerziellen Hintergrund und werden in folgende Typen unterschieden:

  • kommerzieller E-Mail-Spam
  • Kettenbriefe/Viruswarnungen/Hoax
  • durch Viren versandte E-Mails
  • Phishing E-Mails

 

Wie kommt der Spam-Versender an meine E-Mail Adresse?

 

Es gibt verschiedene Wege, auf denen eine E-Mail Adresse in die Hände eines Spammers gelangt:

  • Erratene E-Mail-Adressen: Ein Großteil der E-Mail-Adressen wird erraten, da es E-Mail-Adressen gibt, die bei nahezu jeder Domain vorhanden sind, wie z.B. postmaster@wunschname.de oder info@wunschname.de
  • Harvester (deutsch: Erntemaschine): Hierbei handelt es sich um kleine Programme, welche Webseiten gezielt nach E-Mail-Adressen durchsuchen, bspw. aus Gästebucheinträgen oder dem Impressum von Webseiten
  • Gewinnspiele: Gewinnspiele, bspw. in Einkaufszentren, auf der Straße, in der Zeitung oder im Internet, eigenen sich hervorragend zum Sammeln von E-Mail-Adressen. Seien Sie sich dessen bewusst und achten Sie daher auf das Kleingedruckte auf Gewinnspielkarten.
  • Adressen-Händler: Adress-Daten, u.a. auch E-Mail-Adressen, können auch von Adress-Händlern abgekauft werden. Adress-Daten werden von Firmen rechtmäßig aufgekauft und an Firmen für Werbezwecke weiterverkauft.

 

Welche Gefahr geht von Spam E-Mails aus?

 

Spam ist nicht nur lästig, da Ihr Postfach mit ungewünschten Nachrichten verstopft wird, Spam kann auch gefährlich sein. Spam-Nachrichten im HTML-Format können z.B. potentiell gefährliche Skripte enthalten. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Absender auf diesem Wege Zugangsdaten und Passwörter ausspähen möchte oder Ihnen potentiell gefährliche Nachrichten, die Skripte, Viren  o.ä. auf Ihrem System aktivieren, sendet.

 

Was können Sie tun, um Spam zu vermeiden?

 

Es ist sinnvoll, folgende Punkte zu beachten:

  • Beantworten Sie niemals eine Spam E-Mail. Dadurch bestätigen Sie, dass die E-Mail Adresse gültig ist und aktiv genutzt wird. Sie könnten dadurch noch mehr unerwünschte E-Mails erhalten.
  • Folgen Sie auch niemals der Aufforderung, Ihre E-Mail Adresse von der Verteilerliste einer Spam E-Mail zu entfernen. Auch hier bestätigen Sie, dass die E-Mail Adresse aktiv genutzt wird. (Dies gilt nicht für Newsletter, bei denen Sie sich aktiv angemeldet haben; hier ist das Löschen von der Verteilerliste in der Regel kein Problem.)
  • Verwenden Sie nach Möglichkeit nie Ihre "normale" E-Mail Adresse in Newsgroups, Gästebüchern, Foren etc., sondern hierfür Alias-Adressen unter Verwendung einer separaten Domain, welche Sie beispielsweise nur für diesen Zweck registrieren. (Wie richte ich meine E-Mail Adressen ein?)
  • Hinterlassen Sie Ihre E-Mail Adresse an so wenigen Stellen wie möglich.
  • Geben Sie Ihre private E-Mail Adresse nur denjenigen Personen, mit denen Sie wirklich eine Kommunikation wünschen. Verwenden Sie für Foren, Gästebücher u.a. Alias-Adressen, die Sie nach Nutzung wieder löschen können. Alternativ stellen Sie einfach ein, dass Sie z. B. alle eingehenden E-Mails ablehnen.
  • Klicken Sie nicht auf Links oder Bilder in Spam E-Mails, denn dadurch kann der Absender der Spam E-Mail sicherstellen, dass Ihre Adresse existent ist.
  • Öffnen Sie keine Dateien wie beispielsweise Bilder, deren Quelle für Sie nicht absolut vertrauenswürdig ist. Bilder und andere Dateien können potentiell gefährliche Skripte enthalten. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Absender auf diesem Wege Ihr Passwort ausspähen möchte oder Ihnen potentiell gefährliche Nachrichten, welche Schadsoftware auf Ihrem System aktivieren, sendet.
  • Veröffentlichen Sie Ihre E-Mail Adresse auf Ihrer eigenen Webseite als Bild, damit diese nicht automatisiert ausgelesen werden kann.
  • Fallen Sie nicht auf falsche Betreff-Zeilen hinein.
  • Ignorieren Sie Hoaxes oder Phishing E-Mails.
  • Beachten Sie, dass E-Mail Absender leicht gefälscht werden können. Werden Sie misstrauisch, wenn eine E-Mail Nachricht untypisch für den Absender scheint, oder von Ihnen Zahlungen oder persönliche Daten fordert

 

Was können Sie tun, wenn Sie dennoch Spam E-Mails erhalten?

 

Wenn Sie als Verbraucher E-Mail-Werbung von einem Dienstleister erhalten, weisen Sie den Absender darauf hin, dass Sie Verbraucher sind, keine Werbung per E-Mail mehr wünschen und E-Mail-Werbung ohne vorherige Zustimmung unzulässig ist. Wenn dies nichts nützt, können Sie das Unternehmen anzeigen. Sie haben ebenfalls die Möglichkeit, sich auf der sog. Robinson-Liste einzutragen.

 

Weitere Informationen dazu erhalten Sie hier: Robinsonliste Online

 

Wenn Sie als Unternehmer E-Mail-Werbung erhalten, können Sie den Absender ebenfalls darauf hinweisen, dass seine Werbung unerwünscht ist. Ob das Verhalten des Anbieters unzulässig und verwaltungsrechtlich strafbar ist, ist eine schwierige rechtliche Frage. Wurde die Werbung von einem ausländischen Dienstanbieter mit Sitz in einem EU- oder EWR-Staat abgesandt, dann können Sie sich über das Bundesministerium für Justiz an die zuständige ausländische Aufsichtsstelle wenden.

 

Was Sie außerdem noch tun können

Finden Sie heraus, über welche Rechner der Spam tatsächlich abgesandt wurde. In den meisten Fällen ist dies nicht die im üblichen Absenderfeld angegebene E-Mail Adresse. Den tatsächlichen Absender herauszufinden, erfordert einige Kenntnisse über die Funktionsweise des E-Mail-Verkehrs im Internet. Eine Anleitung haben wir ebenfalls für Sie in unseren FAQ für Sie bereitgestellt:

 

Wie finde ich den tatsächlichen Absender einer E-Mail heraus?

 

 

Hinweis: Spam gilt weltweit als Verstoß gegen die Netiquette und die Internet-Service-Provider (ISP) sind daran interessiert, keine Spammer als Kunden zu haben. Wenn Sie den richtigen Internet-Service-Provider kontaktiert haben und er aufgrund Ihrer Informationen herausfinden konnte, welcher seiner Kunden gespammt hat, wird er den Kunden wahrscheinlich sperren.

 

Sie können sich auch bei SpamCop registrieren lassen und Spam dorthin senden. SpamCop wertet die E-Mails automationsunterstützt aus und trägt die beteiligten Server auf international abrufbaren "schwarzen Listen" ein.

 

Nutzen Sie die AntiSpam-Filtereinstellungen (Spamfilter) in STRATO Webmail oder installieren Sie sich zusätzlich ein AntiSpam Programm.

 

Bitte bedenken Sie, dass keine der hier genannten Möglichkeiten perfekten Schutz gegen Spam bietet. Sie müssen daher selbst entscheiden, welche Variante für Sie verwendbar ist oder ob es das Einfachste ist, unerwünschte E-Mails einfach zu löschen.

 

Wie finde ich den tatsächlichen Absender einer E-Mail heraus?

Wie schützt mich STRATO vor gefährlichen E-Mail Virenwellen oder vor E-Mails mit Virenanhang?

Kann ich die Catch-All Funktion bei meinem WebHosting Paket abstellen?

Was ist Abuse und wie geht STRATO damit um?

 

Wie aktiviere ich den Spamschutz in STRATO Webmail?

 

STRATO Webmail bietet Ihnen verschiedene Möglichkeiten, mit Spam E-Mails umzugehen. Zum Setzen eines Spamfilters loggen Sie sich zunächst bitte in STRATO Webmail ein.

 

Die Einstellungsmöglichkeiten zum Spam-Schutz finden Sie unter Einstellungen > Spam-Einstellungen.

Es öffnet sich das Menü, in dem Sie den Spam-Schutz einrichten können. Legen Sie fest, was mit als Spam erkannten E-Mails geschehen soll. Zur Auswahl stehen Ihnen hierbei die Optionen:

  • Spam in Spam-Ordner ablegen
  • Spam grundsätzlich ablehnen
  • Betreff von Spam-Mails im Posteingang markieren
  • Spam niemals ablehnen

 

Was ist Spam und wie sch�tze ich mich davor?-1.png

 

Wählen Sie die gewünschte Option durch Anklicken aus, die Einstellung wird automatisch übernommen.

 

Bei Auswahl der Option Spam in Spam-Ordner ablegen werden Spam E-Mails in einen gesonderten Ordner verschoben. Dieser Ordner wird im STRATO Webmail automatisch angelegt, sobald Sie die erste Spam-E-Mail erhalten.

 

Um Ihren Posteingang von unerwünschten Spam E-Mails zu entlasten, wird eine Reihe von wirkungsvollen Abwehrmechanismen von STRATO eingesetzt. Dazu gehört z.B. das Identifizieren von E-Mails, deren Absender bei so genannten Blacklist-Servern gelistet sind.

 

Ein weiterer erfolgreicher Abwehrmechanismus ist, E-Mails nach bestimmten, in Spam E-Mails verwendeten, Textmustern zu untersuchen. Beim Auftreten dieser Textmuster werden E-Mails als Spam identifiziert und abgelehnt bzw. als E-Mail Spam kenntlich gemacht.

 

 

Beachten Sie bitte, dass in Ausnahmefällen Spamfilter auch harmlose E-Mails, zum Beispiel anhand des Textmusters, als Spam klassifizieren und entsprechend behandeln können.

 

Einrichten des Spamschutz im STRATO Kunden-Login

 

Verwenden Sie alternativ zu STRATO Webmail ein lokales E-Mail Programm, können Sie den Spamschutz in der E-Mail Verwaltung Ihres STRATO Kunden-Login aktivieren.

Für die Konfiguration des Spamschutzes im STRATO Kunden-Login benötigen Sie Ihre Kundennummer und Ihr Passwort.

Nach dem Login in Ihren STRATO Kunden-Login rufen Sie bitte die E-Mail Verwaltung Ihres Paketes auf.

 

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In der E-Mail Verwaltung wählen Sie bitte das Postfach aus, für welches Sie den Spamschutz konfigurieren möchten. Markieren Sie dazu bitte das betreffende Postfach und klicken Sie auf Postfach bearbeiten.

 

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In der folgenden Ansicht wählen Sie bitte die Option Spamschutz aus.

 

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Ihnen stehen  die folgenden vier Optionen zur Verfügung:

 

Spam niemals ablehnen

Spam E-Mails werden zugestellt und finden sich in Ihrem Posteingang.

Betreff von Spam-Mails im Posteingang markieren

Spam E-Mails werden zugestellt und finden sich in Ihrem Posteingang, die E-Mail wird über den Betreff als Spam gekennzeichnet.

Spam in Spam-Ordner ablegen

Spam E-Mails werden in einem separaten Ordner Spam abgelegt.

Spam grundsätzlich ablehnen

Der Empfang von Spam E-Mails wird abgelehnt und die E-Mail nicht an ihr Postfach zugestellt.

 

Wählen Sie die gewünschte Option und speichern Sie Ihre Einstellung.

 

 

Ich habe eine E-Mail über den Versand von Spam erhalten

 

Erkennt der Spamfilter eine ausgehende E-Mail eindeutig als Spam, wird der Versand und die Zustellung der Spam-E-Mail blockiert. Der Absender der Spam-E-Mail erhält eine automatisierte Nachricht, auch Bounce E-Mail genannt, über die ausbleibende Zustellung zugesandt.

 

Spammer benutzen gerne fremde Postfächer zum Versenden von Spam-E-Mails. Dazu bringen sie, z.B. durch Erlangung des Passwortes durch sogenannte Phishing-E-Mails oder durch einfaches Ausprobieren, das Postfach unter ihre Kontrolle, und missbrauchen es dann, um darüber in kurzer Zeit möglichst viele Spam-E-Mails zu versenden.

 

Nachfolgend finden Sie eine Auflistung der genannten Gründe in der Bounce E-Mail sowie eine Erklärung:

 

RFC

Ablehnungsgrund

Bedeutung

Was ist die Lösung?

550 5.7.1

Refused by local policy. Message contains a dangerous attachment!

Der verwendete E-Mail-Anhang wurde als Spam klassifiziert, oder angehängte Dateien mit dieser Endung sind nicht erlaubt (z.B. .EXE, .COM).

Ändern Sie die Dateiendung in bspw. .txt

550 5.7.1

Refused by local policy. Sending of SPAM is not permitted!

Die E-Mail-Inhalt wurde als Spam erkannt und vom Spamfilter blockiert.

Überprüfen Sie den Inhalt der E-Mail, die darin enthaltenen Links, sowie die Anhänge.

450 4.7.0

Transmit rate limit exceeded, try again later (ACC)

Von einem Postfach wurden in einer bestimmten Zeit zu viele E-Mails versendet.

Das Versenden der E-Mails sollte über einen längeren Zeitraum erfolgen.

450 4.7.0

Transmit rate limit exceeded, try again later (RID)

Von verschiedenen Postfächern eines Paketes aus wurden in einer bestimmten Zeit zu viele E-Mails versendet.

Das Versenden der E-Mails sollte über einen längeren Zeitraum erfolgen.

 

Beispiel im STRATO Webmail

 

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Beispiel im Mozilla Thunderbird

 

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Hinweis: Es erfolgt keine generelle Sperrung des E-Mailpostfachs. Es ist weiterhin möglich reguläre E-Mails, die nicht eindeutig als Spam erkannt wurden, zu versenden.

 

 

Einrichten des Spamschutz im STRATO Kunden-Login
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