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PHP-Sicherheitslücke PHP2Shell – wichtige Informationen

PHP-Sicherheitslücken (PHP2Shell): Was bedeutet das für mein STRATO Produkt?

In diesem Artikel informieren wir Sie über zwei kritische Sicherheitslücken in PHP, auch bekannt als „PHP2Shell“. Sie erfahren, ob Ihr STRATO Produkt betroffen ist, was Sie tun müssen und wie Sie sich vor gefälschten E-Mails schützen.

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Das Wichtigste in Kurzform

  • Wir haben das offizielle PHP-Sicherheitsupdate bereits auf allen Plattformen eingespielt, die wir selbst betreiben. Wenn Ihre Website bei STRATO gehostet wird, müssen Sie nichts tun.
  • Wenn Sie PHP selbst betreiben, z. B. auf einem V-Server oder Dedicated Server, sollten Sie umgehend die aktuelle PHP-Version installieren.
  • Vorsicht vor Phishing: Klicken Sie keine Links in E-Mails an, die sich auf die PHP-Sicherheitslücken beziehen, und geben Sie dort keine Zugangsdaten ein.

 

Was ist passiert?

Am 21. Oktober 2026 hat die PHP-Community zwei kritische Sicherheitslücken im PHP-Kern bekannt gemacht und gleichzeitig Sicherheitsupdates veröffentlicht. Über die Lücken könnten Angreifer eigenen Code auf einer Website ausführen und so auf die Daten dieser Website zugreifen.

Betroffen sind PHP-Installationen weltweit, unabhängig vom Hosting-Anbieter. PHP ist eine Skriptsprache, die unter anderem von WordPress, Joomla oder Drupal genutzt wird.

Wir haben schon vor Erscheinen der Updates zusätzliche Schutzmaßnahmen umgesetzt: Auf unseren Hosting-Plattformen waren angepasste PHP-Konfigurationen und Firewall-Regeln aktiv, die verdächtige Anfragen blockieren. Diese Maßnahmen senken das Risiko, schließen die Lücken aber nicht dauerhaft. Das gelingt nur mit dem offiziellen Update.


 

Bin ich als STRATO Kunde betroffen?

Das hängt davon ab, wie Sie PHP nutzen:

Ihr ProduktWas gilt?
STRATO Webhosting, STRATO Managed WordPress, STRATO SmartWebsiteWir haben das offizielle PHP-Update bereits eingespielt. Sie müssen nichts tun.
Webhosting mit STRATO PHP Extended Support (ältere, von der PHP-Community nicht mehr unterstützte PHP-Version)Wir haben die Sicherheitsupdates auch für diese Versionen eingespielt. Sie müssen nichts tun. Wir empfehlen aber, zeitnah auf eine aktuelle PHP-Version zu wechseln (siehe unten).
V-Server, Dedicated Server oder eigene PHP-InstallationHier sind Sie selbst für Updates verantwortlich. Bitte handeln Sie umgehend (siehe „Was muss ich tun, wenn ich PHP selbst betreibe?“).
Bitte beachten Sie: Sie müssen Ihre Website nicht vom Netz nehmen. Alle vorübergehenden Einschränkungen, die wir vorsorglich eingerichtet hatten, sind aufgehoben. Datei-Uploads funktionieren wieder wie gewohnt.

 

Wie prüfe ich meine PHP-Version im STRATO Kunden-Login?

Bei STRATO Webhosting sehen Sie die verwendete PHP-Version in Ihrem Paket. So gehen Sie vor:

  1. Loggen Sie sich in Ihren STRATO Kunden-Login ein.
  2. Wählen Sie Ihr Hosting-Paket aus.
  3. Klicken Sie im Menü auf Datenbanken und Webspace → PHP-Version.
  4. Dort sehen Sie die aktuell verwendete Version. Zur Auswahl stehen aktuell die Versionen 8.2, 8.3, 8.4 und 8.5. Die empfohlene Version ist gekennzeichnet.

Wie Sie die Version ändern, lesen Sie hier: Wie ändere ich meine PHP-Einstellungen im Hosting Paket?

Tipp: Nutzen Sie nach Möglichkeit immer eine aktuelle, von der PHP-Community unterstützte Version. Neuere Versionen sind grundsätzlich besser abgesichert.

 

Was muss ich tun, wenn ich PHP selbst betreibe?

Wenn Sie PHP selbst betreiben, etwa auf einem V-Server oder Dedicated Server, müssen Sie das Update selbst einspielen. Eine geringe Reichweite oder Bekanntheit Ihrer Website schützt Sie nicht, da Angreifer das Internet automatisiert nach verwundbaren Systemen durchsuchen.

  1. PHP-Installationen finden: Prüfen Sie, wo überall PHP läuft. Denken Sie auch an Software, die ein eigenes PHP mitbringt, an Verwaltungsoberflächen und an Content-Management-Systeme.
  2. Aktuelle PHP-Version installieren: Spielen Sie umgehend die aktuelle PHP-Version ein, beginnend mit Systemen, die aus dem Internet erreichbar sind. Starten Sie danach alle PHP-Dienste neu.
  3. Veraltete Versionen ersetzen: Für ältere, nicht mehr unterstützte PHP-Versionen gibt es möglicherweise kein Update. Planen Sie ein Upgrade oder schränken Sie den Zugriff auf diese Systeme ein, bis Sie umgestellt haben.
  4. Backups bereithalten: Halten Sie aktuelle, getestete Datensicherungen bereit.
  5. Auf Auffälligkeiten achten: Beobachten Sie Ihr System auf die unten genannten Anzeichen.
Hinweis: Verwaltet eine Agentur oder Ihre IT-Abteilung Ihre Website oder Ihren Server, leiten Sie diesen Artikel bitte umgehend dorthin weiter.

 

Woran erkenne ich eine mögliche Kompromittierung?

Bei einem erfolgreichen Angriff können unter anderem folgende Anzeichen auftreten:

  • unbekannte Dateien in Ihrem Website-Verzeichnis oder Dateien, die Sie nicht selbst geändert haben
  • unbekannte Administrator-Benutzer oder neue Konten in Ihrem CMS
  • unerwartete geplante Aufgaben (Cronjobs)
  • ungeklärt hohe Serverauslastung oder ungewöhnlich viel Datenverkehr
  • Weiterleitungen, Spam-Inhalte oder unerwartete E-Mails, die von Ihrer Website ausgehen

Sicherheitsexperten (wie das BSI und CERT-EU) empfehlen folgende Schritte zur Überprüfung Ihres Webspaces oder Servers:

  • Prüfung der Fehlerprotokolle (Error Logs): Suchen Sie nach ungewöhnlichen Worker-Abstürzen, insbesondere nach dem Fehler SIGSEGV (Segmentation Fault).
  • Speichermangel-Fehler: Gehäuftes Auftreten von Allowed memory size exhausted (OOM-Fehler) in den Logs, die durch die Schwachstelle im Speicher-Management (CVE-2026-109618) ausgelöst werden.
  • Verdächtige Anfragen (Access Logs): Suche nach auffälligen multipart/form-data-Upload-Requests, vor allem wenn diese nicht zu den normalen Funktionen Ihrer Website (wie z.B. Datei-Uploads) passen.
  • Neue oder angepasste Dateien: Prüfen Sie per FTP oder Dateimanager, ob unbekannte .php-Dateien (Backdoors) oder unerklärliche Admin-Konten in Ihrem CMS angelegt wurden.


Wenn Sie eines dieser Anzeichen feststellen, empfehlen wir:

  1. Ändern Sie umgehend Ihre Passwörter und Zugangsdaten (z. B. für Datenbank, CMS, SFTP und API-Zugänge) von einem sauberen, nicht betroffenen Gerät aus.
  2. Löschen Sie vorerst keine Dateien oder Protokolle, damit sich der Vorfall nachvollziehen lässt.
  3. Stellen Sie bei Bedarf eine saubere Datensicherung Ihrer Website wieder her und aktualisieren Sie anschließend PHP und Ihre Anwendungen.
  4. Wenden Sie sich an unseren Kundenservice über unseren Hilfebereich → Kontakt.

 

Wie schütze ich mich vor Phishing-E-Mails?

Betrüger nutzen Ereignisse mit großer Medienaufmerksamkeit häufig aus. Sie verschicken gefälschte E-Mails, um an Zugangsdaten zu gelangen.

  • Klicken Sie keine Links in E-Mails an, die sich auf die PHP-Sicherheitslücken berufen.
  • Geben Sie dort keine Zugangsdaten ein.
  • Haben Sie bereits Daten eingegeben, ändern Sie umgehend Ihr Passwort im STRATO Kunden-Login.
  • Führen Sie auf Ihrem Server keine Skripte aus, die nicht aus vertrauenswürdigen Quellen stammen.

Mehr zum Thema finden Sie im Bereich Verdächtige E-Mail (Phishing).

 

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