Static-Site-CMS: Superstabile Websites erstellen

Static-Site-CMS: Superstabile Websites erstellen

Wenn eine Website besonders stabil und schnell sein soll, bieten sich sogenannte Static-Site-CMS oder „Headless-CMS“ an: Statt dynamischer Seiten generieren sie klassische HTML-Websites, die Content-Pflege erfolgt am Desktop.

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere Website-Betreiber noch an die gute, alte Zeit, in der Websites mit Hilfe sogenannter WYSIWYG-Editoren erstellt wurden: Mit Programmen wie Macromedia Dreamweaver, Microsoft Frontpage oder Apple iWeb konnten Webprojekte lokal am Rechner erstellt und anschließend hochgeladen werden. Aus praktischen Gründen wurden diese Lösungen allerdings inzwischen weitestgehend von dynamischen Content-Management-Systemen wie WordPress oder Typo3 verdrängt.

Alte Technik im neuen Gewand

Doch die „alte“ Technik hatte gegenüber WordPress und Co. einige Vorteile: Auf die „klassische“ Weise erstellte Websites benötigten weder komplexe Servertechnik, noch Datenbanken oder PHP. Da solche Websites auf reinem HTML, CSS und vielleicht ein wenig Java-Skript basieren, sind sie ausgesprochen stabil. Dadurch können sie auch große Besucherlasten überstehen. Genau deshalb gibt es nach wie vor Bedarf: Sogenannte Static-Site-CMS oder „Headless-CMS“ funktionieren im Kern wie die alten WYSIWYG-Editoren, sind aber deutlich leistungsfähiger und flexibler.

Static-Site-CMS haben viele Vorteile

Gegenüber WordPress und Co. haben solche statische Seiten den Vorteil deutlich erhöhter Stabilität und Geschwindigkeit. Dadurch sind sie perfekt für Seiten, auf denen mit starkem punktuellen Traffic zu rechnen ist, geeignet: Kampagnen-Microsites und Landingpages – etwa für Gewinnspiele – sind typische Anwendungen für solche Systeme. Sie können aber natürlich für komplette Websites verwendet werden. Das fertige Web-Projekt lässt sich problemlos archivieren oder umziehen, weil serverseitig keinerlei technischer Overhead besteht.

Wie funktioniert ein Static-Site-CMS?

Grundsätzlich waren auch Frontpage oder Dreamweaver Static-Site-Generatoren, allerdings wurden hier Content und Design nicht wirklich getrennt. Die Verwaltung war, gerade bei häufiger Aktualisierung, knifflig. Bei Static-Site-CMS sind Inhalt und Design hingegen sehr klar getrennt: Inhalte können schnell ergänzt oder gelöscht werden und mit Hilfe von Themes kann der Website wie bei WordPress und Co. mit wenigen Handgriffen ein neuer Look verpasst werden. Anschließend wird alles per FTP/SSH auf den Webspace geladen.

Screenshot zeigt eine Übersichtsseite von Jekyll
Übersichtsseite von Jekyll

Welche Static-Site-CMS gibt es?

Es gibt eine ganze Reihe von Static-Site-CMS, die in den allermeisten Fällen aber einen großen Nachteil haben: Sie sind nicht so intuitiv zu bedienen wie etwa der STRATO-Homepage-Baukasten, die bekannten Content-Management-Systeme oder Flat-File-CMS. In aller Regel ist eine Bedienung über die Kommandozeile nötig – und das ist für die meisten weniger versierten Anwender aus verschiedenen Gründen befremdlich. Static-Site-Generatoren diesen Typs gibt es viele. Hier eine kleine Auswahl:

Static-Site-CMS mit Benutzeroberfläche

Diese Static-Site-CMS haben für Einsteiger allesamt einen großen Nachteil: Sie sind kaum intuitiv nutzbar, da gewisse Kenntnisse der Kommandozeile und der Strukturen von Content-Management-Systemen vonnöten sind. Genau deshalb bemühen sich manche Projekte um grafische Benutzeroberflächen – und hier wird das Thema auch für Anwender ohne technischen Hintergrund interessant! So gibt es zum Beispiel für die wichtigsten Static-Site-Systeme mit Netlify oder dem einfacheren Forestry ein Admin-Backend, das sich deutlich intuitiver verwenden lässt als die Kommandozeile. Für das beliebte Static-Site-CMS Hugo existiert mit Hokus ein grafisches Benutzer-Frontend, das jedoch wenig intuitiv ist.

Publii: Ein Static-Site-CMS mit Benutzeroberfläche

Deutlich besser für Einsteiger ist daher eher ein anderes System: Das Open-Source-Projekt Publii verbindet die Vorzüge von Content-Management-Systemen wie WordPress mit Static-Site-CMS, indem es eine Verwaltungsoberfläche in Form einer App für Windows, MacOS und Linux bietet. Anwender, die bereits mit WordPress oder Flat-File-Systemen gearbeitet haben, dürften sich hier sofort zurechtfinden: Die übersichtliche Oberfläche erlaubt das Erstellen und Bearbeiten von Inhalten innerhalb eines zuvor installierten Themes. Das Ergebnis wird als vollständiges Web-Projekt in einem Ordner ausgegeben, das anschließend auf einem beliebigen Webspace hochgeladen wird. Dadurch ist die Verwaltung der Inhalte ein Kinderspiel, trotzdem profitieren Anwender von allen Vorzügen einer statischen Website.

Screenshot zeigt eine mit Publii angefertigte "Über mich" Seite
mit Publii angefertigte „Über mich“ Seite

Fazit: Statische Websites meist nur für erfahrene Webentwickler geeignet

Grundsätzlich ist Publii eine schöne Lösung für die Erstellung statischer Websites, allerdings ist das Open-Source-Projekt noch in einem relativ frühen Entwicklungsstand. Wer die volle Macht von statischen Websites nutzen möchte, muss zu Hugo, Jekyll und Co. greifen, was jedoch den meisten Anwendern nicht ganz leicht fallen dürfte. Grundsätzlich bieten sich Flat-File-CMS als Alternative an, da auch sie sehr wenig Serverlast erzeugen, sehr stabil und schnell sind, sich aber deutlich leichter verwalten lassen.

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  1. Avatar

    Sebastian Thurow sagte am

    Test Test

    Antworten

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