Welche Waren sich am besten verkaufen, welche Kosten für den Shop-Betrieb anfallen, was am Ende übrig bleibt – diese Werte und Zahlen kennt jeder Online-Händler. Damit die Einnahmen die Ausgaben übersteigen, müssen natürlich möglichst viele Kunden etwas kaufen. Doch wie erreicht man das? Was macht Besucher zu Kunden? Weshalb verwaisen manche Warenkörbe, andere werden hingegen sofort bezahlt? Erfolgreiche Shop-Betreiber wissen über ihre Kunden Bescheid. Eine Webshop-Analyse liefert Ihnen Zahlen über das Verhalten der Kunden. Wenn Sie aus den gewonnenen Statistiken die richtigen Maßnahmen ableiten, kann das zu einer Steigerung des Umsatzes beitragen.
Die Webshop-Analyse liefert verlässliche Zahlen über das Verhalten von Online-Käufern. Wer sie richtig interpretiert, steigert den Erfolg seines Shops. Denn längst genügt es nicht mehr, ein paar Produkte ins Netz zu stellen und darauf zu warten, dass sie gekauft werden. Genau zu analysieren, was die Besucher tun, und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen, das ist entscheidend für den Erfolg des Shops.
Die erste Aufgabe der Webshop-Analyse besteht darin, Schwachstellen im Shop zu finden und zu beseitigen. Das Ziel ist eine optimale Bedienbarkeit (engl. Usability).
Betreiber kleiner Webshops können ihren Shop von Freunden und Bekannte bewerten lassen. Stellen Sie den Probanden Aufgaben, zum Beispiel: „Kaufe eine dunkle Damenjeans in Größe 38“. Die Tester sollen alles laut sagen, was ihnen in den Sinn kommt. Beobachten Sie dabei ihr Verhalten. Was klappt gut? Wo stolpern mehrere Testpersonen?
Ganz wichtig sind Kundenmeinungen. Sie lassen sich beispielsweise mit Feedback-Formularen sammeln. Ein Gutschein für den nächsten Einkauf kann als Anreiz dienen, an Umfragen teilzunehmen.
Professionelle Usability-Labore führen ausgeklügelte Befragungen durch. Diese Dienstleistungen kosten viel Geld und lohnen sich nur für große Online-Shops. Mit einer Spezial-Software werden Mausbewegungen, Klicks und sogar Augenbewegungen aufgezeichnet.
Eine etablierte Analyse-Methode, um Schwachstellen in E-Shops aufzudecken, sind A/B-Tests. Den Besuchern werden für ein und dieselbe Aufgabenstellung verschiedene Lösungen angeboten, während man ihre Reaktionen misst.
Beispielsweise wird eine Kaffeemaschine einmal mit einer technischen Abbildung angeboten, beim nächsten Shop-Aufruf dagegen mit einem bunten Lifestyle-Foto. Analyse-Tools zeichnen das Verhalten der Kunden auf, die sich für die Maschine begeistern, und erstellen Statistiken. Somit kann der Shop-Betreiber die Konversionsraten von beiden Varianten der Artikelpräsentation vergleichen und die bessere auswählen.
Wenn es darum geht, Shop-Besucher zu Käufern zu machen, sprechen Fachleute von Konversion. Ob eine Maßnahme zur Steigerung der Konversationsrate beiträgt, muss der Shop-Betreiber genau überprüfen.
Bleiben wir bei dem Beispiel der Kaffeemaschinen: Eine sehr teure Maschine wird kurze Zeit als Sonderangebot auf der Startseite angepriesen. Wird sie häufiger gekauft? Neue Kaffeeautomaten werden in einem Newsletter beworben. Kommen deshalb mehr Besucher in den Shop? Diese Fragen gilt es, zu beantworten.
Professionelle Analysen liefern Erkenntnisse über die Gewohnheiten beim Betrachten von Webshops: Wer zum ersten Mal einen Shop besucht, beschäftigt sich zunächst überwiegend mit Menüs und Schaltflächen und erst dann mit den Inhalten.
Texten wird häufig viel mehr Zeit gewidmet als Bildern, zudem sind gute Formulierungen sehr wichtig. Online-Shop-Besucher beachten vor allem Überschriften und lesen eher kurze Absätze als lange. Für Bilder gilt: Je größer sie sind, desto länger werden sie betrachtet.
Besondere Aufmerksamkeit gilt den Produktseiten. Interessenten beachten Produktbilder noch vor dem Preis, entsprechend aussagekräftig müssen sie sein. Mehrere Bilder zu einem Produkt und Fotos von Farbvarianten steigern die Kaufbereitschaft.
Nicht nur der Shop-Betreiber wünscht sich, dass der Kunde schnell zur Kasse findet – auch der Kunde will nicht lange suchen. Experimente beweisen, dass mit zunehmender Verweildauer auf der Website mehr Bestellvorgänge abgebrochen werden. Deshalb ist es wichtig, den Bestellvorgang so einfach wie möglich zu gestalten. Wenige, unkomplizierte Bestellschritte erhöhen die Usability.
Jeder zweite Bestellvorgang wird zwischen Aufruf des Warenkorbs und Bezahlung abgebrochen – trotz Kaufinteresse. So gibt es beispielsweise „Show Stopper“-Kunden; das sind Kunden, die den Kauf kurz vor der Bezahlung abbrechen. Ihre Motive lassen sich gut mithilfe von Analyse-Tools ermitteln.
Diese Tools zeichnen den kompletten Kaufprozess mit Ein- und Ausstiegen auf und erstellen daraus Statistiken. Erkennt man darin beispielsweise, dass bei der Eingabe von Kundendaten vor dem Bezahlen besonders viele Besucher den Shop verlassen, muss vermutlich das Eingabeformular überarbeitet werden. Oder der Button „Weiter“ ist schlecht sichtbar oder ungünstig platziert.
Häufigste Ursachen für Nichtkäufe sind eine fehlerhafte Suchfunktion und missverständliche Navigation. Auch kommt es vor, dass ein Artikel, eine Abbildung oder ein Text dazu führen, dass Kunden den Shop verlassen. Vermeiden Sie in dieser Phase alles, was von der Bezahlung ablenkt, vor allem Hinweise auf Sonderaktionen, Gewinnspiele und Umfragen. Auch die Registrierung vor dem Kauf schreckt viele potenzielle Käufer ab. Vertrauen schaffen dagegen Hinweise zur sicheren Bezahlung und viele Bezahlmethoden sowie Garantie- und Service-Leistungen.
Betreibern eines Webshops von STRATO steht das Analyse-Tool etracker für zwei Monate kostenlos als Testversion zur Verfügung: etracker liefert ihnen viele wertvolle Statistiken.
Grundlage für alle Auswertungen ist die Datensammlung, auch Tracking genannt. Viele Menschen fühlen sich dadurch jedoch überwacht, obwohl die in Deutschland gültigen Datenschutzgesetze dafür sorgen, dass weder wahllos Daten zusammengetragen noch erfasste Daten beliebig verwendet werden dürfen. etracker arbeitet zu 100 Prozent datenschutzkonform.
Des Weiteren können STRATO-Kunden Google Analytics verwenden. Google Analytics ist das weltweit am meisten genutzte Website-Analysetool. Mit der Conversion-Suite kann der Betreiber des fiktiven Kaffeemaschinen-Shops beispielsweise herausfinden, zu welchem Zeitpunkt sich teure Maschinen besser verkaufen als günstige – vielleicht vor Weihnachten oder doch im Sommer? Mit Zahlen lässt sich auch genau belegen, ob Siebträgermaschinen häufiger angesehen werden als Espresso-Automaten mit Kapselsystem.
Neben Google Analytics ist auch das kostenlose Analyse-System Matomo empfehlenswert. Diese Anwendung können Sie auf einem eigenen Webserver installieren oder als Cloud-Anwendung nutzen.