Wenn Sie tiefer in die WordPress-Welt eintauchen und selbst programmieren wollen, sind WordPress-Starter-Themes die ideale Basis für ein Design ganz nach Ihrem Geschmack. Starter- oder auch Blank-Themes zeichnen sich dadurch aus, dass sie nur das Grundgerüst für ein Theme bieten – so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich.
Starter-Themes stellen alle grundlegenden Funktionen wie das Darstellen von Beiträgen und Seiten, eine Kommentarfunktion und je nach Theme noch weitere Features zur Verfügung. Jedoch ist dabei das Design äußerst minimalistisch und reduziert – oder sogar praktisch nicht vorhanden. So haben Sie ein aufgeräumtes Grundgerüst. Dementsprechend eignen sich die meisten WordPress-Blank-Themes nicht für den sofortigen Einsatz, sondern es muss zunächst etwas daran getan werden.
Das WP-Starter-Theme Underscores – auch "_s" genannt – stammt direkt von den WordPress-Entwicklern Automattic. Dieses Theme ist ein sehr minimalistisches Grundgerüst, auf dem Sie Ihr eigenes Design aufbauen können. Auf der Underscores-Homepage ist es möglich, dem Theme direkt einen eigenen Namen zu geben und es dann herunterzuladen. Dann sind bereits alle Funktionen entsprechend angepasst und benannt. Underscores ist eines der bekanntesten und meist verbreiteten Starter-Themes für WordPress. Der Programmiercode ist gut dokumentiert und kommentiert, sodass Sie sich schnell zurecht finden werden, auch wenn Sie nicht tagtäglich WordPress-Themes programmieren.
Auch Bones ist ein sehr reduziertes WordPress-Starter-Theme, das Sie als Grundlage für ein eigenes Design nutzen können. Es ist für unerfahrenere Programmierer oder Einsteiger geeignet, da der Code sehr gut kommentiert ist. Es sorgt dafür, dass sich die Website an verschiedene Display-Größen anpasst – also dafür, dass Ihre Site responsive ist. Bones arbeitet zudem mit Sass – einer Meta-Sprache von CSS, die das Erstellen von Stylesheets erleichtert. Wer es noch nicht kennt, kann sich mit diesem Blank-Theme gut in die Arbeit mit Sass einfinden, denn auch dazu finden sich viele Kommentare und Beispiele im Code.
Wie der Name vermuten lässt, befindet sich beim Theme HTML5 Blank nichts Überflüssiges im Quellcode. Alle Style-Elemente, die nicht notwendig sind, sind auch nicht vorhanden. Die Devise von HTML5 Blank ist Schnelligkeit und Einfachheit. Es ist wunderbar für Entwickler geeignet, die eine weiße Leinwand wünschen, die sie nach Belieben bearbeiten können, ohne schon zu Beginn Aufräumarbeit leisten zu müssen. Mittlerweile gibt es rund um dieses Blank-Theme eine recht große Community, die sich rege austauscht. Bei ihr finden Sie Hilfe, wenn Sie nicht weiterkommen.
FoundationPress bietet bereits etwas mehr als die anderen vorgestellten Blank-Themes. Es ist ebenfalls eine solide und aufgeräumte Basis, auf der man gut aufbauen kann – jedoch liefert dieses WordPress-Starter-Theme einige Elemente mit, die man fast wie ein Baukasten-System integrieren kann. So stellen Sie sich in sehr kurzer Zeit ein Theme nach eigenen Vorstellungen zusammen. Auch FoundationPress ist responsive und die Anpassung an mobile Geräte damit kinderleicht.
Das WordPress-Starter-Theme Components baut auf Underscores auf, bietet jedoch schon etwas mehr Substanz. Es ist zugeschnitten auf verschiedene Nutzerszenarien. Sie können aus 6 verschiedenen Themes wählen – vom reduzierten Basic-Theme bis zu einer Lösung ideal für Portfolio-Websites oder auch für klassische Blogs. Die wichtigsten Eigenschaften sind auf der Homepage von Components erläutert, sodass Sie schnell das passende Theme-Grundgerüst finden. So hat der klassische Blog eine feste Sidebar für Widgets, anders als der moderne Blog, bei dem diese bei Bedarf ausgeklappt wird. Auf einer Portfolio-Site stehen die Bilder im Mittelpunkt, während beim Magazine-Theme das Zusammenspiel von Text und Bild elegant gelöst wird. So ist bei Components für jeden etwas dabei, der bereits genauer weiß, wie das Theme am Ende aussehen soll.
Im Gegensatz zu WordPress-Starter-Themes sind Frameworks ausgereiftere Themes, auf denen aufbauend man ein Child-Theme entwickeln kann. Das würde sich bei einem Blank-Theme nicht lohnen, da man bei einem Child-Theme zwar Anpassungen vornehmen, aber nicht alles von Grund auf neu schreiben will. Sie können zwar jedes beliebige Theme als Parent-Theme verwenden, jedoch eignen sich Frameworks meist besser dafür, da sie weniger Code-Ballast mitbringen als komplett fertig designte Themes.