Plug-in oder nicht?
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Setzen Sie Plug-ins bitte mit Bedacht ein

Mit Plug-ins ergänzen Sie Ihr WordPress-Blog ganz einfach um beliebige Features, doch mit zu vielen oder den falschen Plug-ins wird das Blog schnell zum Albtraum. Mit ein paar Tricks finden Sie gute Plug-ins mit dem geringsten Problem-Risiko.

Was viele Blogger übersehen: Plug-ins sind potenzielle Zeitbomben, die das Blog irgendwann in große Probleme stürzen können, wenn sie nicht mehr funktionieren. Je abhängiger Sie sich von einem Plug-in machen, desto größer das Risiko.

Was wären die Folgen, wenn Sie das Plug-in irgendwann abschalten müssten? Verwalten Sie beispielsweise Tausende von Fotos mit einem Galerie-Plug-in, Hunderte von Einträgen mit einem Kochrezepte-Plug-in, dann könnte es das Ende Ihres Blogs bedeuten, wenn genau dieses Plug-in nicht mehr funktioniert.


1. Abhängigkeit vermeiden

Im Extremfall sollten Sie lieber auf Funktionalität verzichten, als sich auf Gedeih und Verderb von einem Plug-in abhängig zu machen. Alternativ könnten Sie die Funktionalität in eine andere PHP-Applikation auslagern und selbige in WordPress einbinden – das macht Sie zumindest immun gegen Probleme, die durch WordPress-Updates oft entstehen.

Mit etwas Glück finden Sie aber auch ein Plug-in, das sich ohne großen Schaden abschalten lässt. Ein Beispiel: WordPress bindet Videos auch ohne Plug-in ein, wenn die Video-URL in einer separaten Zeile im Text steht. Nutzt ein Plug-in diese Funktionalität, statt mit eigenen Shortcodes zu hantieren, würde das Video auch ohne Plug-in weiterhin angezeigt – zumindest notdürftig.


2. Plug-in-Qualität einschätzen

Ein paar Tests reduzieren das Risiko deutlich. Erster Anlaufpunkt ist der Support-Bereich im Plug-in Directory von WordPress. Dort erkennen Sie, ob der Entwickler professionell arbeitet, schnell auf Fragen und Probleme reagiert und ob User womöglich regelmäßig Schwierigkeiten melden.

Plug-in Qualität
Plugin-Statistiken bei WordPress

Und ganz pragmatisch: Je mehr Blogs ein Plug-in nutzen, desto wahrscheinlicher wird diese Community eine Lösung für Probleme finden, beispielsweise eine Migrationsanleitung zu einem anderen Plug-in. Im Directory von WordPress findet sich die Anzahl der Nutzer unter dem Reiter „Stats“.


3. Performance-Test

Nicht alle guten Plug-ins sind auch sinnvoll. Nämlich dann nicht, wenn die Performance des Blogs unverhältnismäßig leidet, das Plug-in also umfangreiche Javascript-Bibliotheken und eigene CSS-Definitionen mitbringt und selbige womöglich noch unnötig früh lädt und damit den Seitenaufbau im Browser bremst. Welche installierten Plug-ins die längsten Ladezeiten haben, lässt sich recht bequem mit dem WP Scanner herausfinden.

Performance-Test der Plug-ins
Performance-Check mit P3 Plugin Performance Profiler

4. Plug-ins nicht im Live-Betrieb testen

Viele Plug-ins sind unsauber programmiert und hinterlassen auch nach ihrer Deinstallation Datenmüll in der WordPress-Datenbank. Mit der Zeit leidet darunter auch die Performance. Tipp: Plug-ins immer erst in einer Testumgebung ausprobieren und erst dann im eigentlichen Blog installieren, wenn Sie sich sicher sind, dass Sie es dauerhaft einsetzen wollen.


5. Brauche ich das Plug-in wirklich?

Die wichtigste Frage ist jedoch: Brauche ich das jeweilige Plug-in wirklich? Denn eines ist klar: Je mehr Plug-ins installiert sind, desto höher ist das Risiko für Sicherheitslücken, schwierig zu diagnostizierende Inkompatibilitäten und lange Ladezeiten. Die goldene Regel: Je weniger Plug-ins, desto besser.

Dennoch: Plug-ins machen Ihr WordPress-Blog erst richtig cool und individuell und manche Plug-ins helfen Ihnen grandios bei der Arbeit mit WordPress. Deshalb sollten Sie auf ihre Auswahl viel Sorgfalt verwenden, damit sie dauerhaft problemlos funktionieren und Sie sich aufs kreative Bloggen konzentrieren können.

Autor: Franz Neumeier

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