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FAQ #2188

IPv6 bei STRATO

Mit dem IPv6-Tag 2011 können alle STRATO Webseiten und viele technische Dienste dauerhaft auch über das IPv6-Protokoll aufgerufen werden. Der IPv6-Tag wird von der Internet Society initiiert und ist der erste groß angelegte Feldtest für den kommenden Internet Standard. Selbstverständlich bleibt der Aufruf über das IPv4-Protokoll weiterhin möglich.

In diesem Artikel möchten wir Sie über IPv6 im Allgemeinen und über den Stand der Implementierung bei STRATO informieren.

Inhalt:

 

Das Internet-Protokoll

Damit Computer in einem Netzwerk wie dem Internet miteinander kommunizieren und Daten austauschen können, muss jeder teilnehmende Computer eindeutig adressierbar sein.

 

Die Adressierung übernimmt das Internet-Protokoll (IP). Vergleicht man das Internet-Protokoll mit der Post, würde durch das Internet-Protokoll das Format der Briefumschläge definiert und festgelegt, wie Postleitzahlen und Adressen angegeben und bei der Zustellung benutzt werden.

 

Teilnehmenden Rechnern wird eine eindeutige IP-Adresse zugeteilt.

 

Um mit einem Computer zu kommunizieren ist es somit notwendig, dessen IP-Adresse zu kennen. Da die lange Zahlenfolge für den Menschen schwierig zu merken ist, wird ein weiterer Dienst genutzt, der die Auflösung von IP-Adressen übernimmt.

 

Das sogenannte Domain Name System (DNS) übersetzt den in eine Browser-Adresszeile eingetragenen Domainnamen in die für den Computer lesbare IP-Adresse.

 

Für den Transport von Daten wird ein weiteres Protokoll genutzt. Überwiegend ist dies das Transmission Control Protokoll (TCP). Es stellt die strukturell geforderte Ende-zu-Ende Verbindung zwischen den Teilnehmern sicher.

 



Schema des Internet-Protokolls

Dem im Netzwerk verbundenen Computer wird eine IP-Adresse nach einem definierten Schema zugeteilt.

Das aktuell gebräuchliche IPv4-Schema umfasst theoretisch 4,3 Milliarden (2³²) IP-Adressen, wobei aus historischen Gründen fast 15% für besondere Zwecke reserviert wurden und nicht frei verfügbar sind.

Für die wachsende Zahl der Internet-Teilnehmer und der internetfähigen Endgeräte reicht diese Anzahl nicht mehr aus. Das sich abzeichnende Problem der Adressenknappheit konnte zwar (zum Beispiel durch den Einsatz von NAT auf Routern) abgemildert werden, dies unterläuft indes die geforderte Ende-zu-Ende Bedingung und führt zu wachsenden Routingtabellen.

Die IANA, als Vergabestelle für IP-Adressblöcke, hat die letzten freien Adressblöcke im Frühjahr 2011 an die regionalen Registrierungsorganisationen vergeben.

Gelöst wird die Knappheit an IP-Adressen durch das IPv6 Protokoll und seiner deutlichen Vergrößerung des Adressraums (von 32) auf 128 bits. Hierdurch stehen 2^128 oder 340 Sextillionen mögliche IP-Adressen (oder 667 Billiarden Adressen pro mm² Erdoberfläche) zur Verfügung.

Notation
IPv4-Adressen werden dezimal (Basis:10) aus vier Blöcken gebildet. Die Blöcke werden durch einen Punkt getrennt.
192.67.198.33  (strato.de)

IPv6-Adressen werden hexadezimal (Basis 16, also inklusive der Buchstaben a bis f) aus acht Blöcken gebildet. Die Blöcke werden durch einen Doppelpunkt getrennt.

Beispiel:
2001:0db8:0000:0000:0209:0000:0000:ec1f

Führende Nullen können weggelassen werden. Das ergäbe:
2001:db8:0:0:209:0:0:ec1f

Genau ein Block von Nullen kann durch zwei Doppelpunkte ersetzt werden. Damit verkürzt sich die Schreibweise auf:
2001:db8::209:0:0:ec1f oder: 2001:db8:0:0:209::ec1f

Achtung 2001:db8::209::ec1f ist falsch notiert, da hier zweifach der Nullenblock durch einen Doppelpunkt ersetzt wurde.

Geben Sie eine IPv6-Adresse in eine Adresszeile Ihres Browsers ein, müssen Sie die Adresse in eckige Klammern setzen. Hierdurch erkennt der Browser, dass keine Portangabe sondern lediglich eine URL übergeben werden soll.

Beispiel:
http://[2001:db8::209:0:0:ec1f]

 


 

Wie richte ich den parallelen Betrieb von IPv4 und IPv6 auf meinem Server ein?

Grundsätzlich sollten die allermeisten Internet-Nutzer keine Probleme mit dem gleichzeitigen Betrieb von IPv4 und IPv6 haben. Dennoch werden geschätzt 0,05 bis 0,1% der Internetnutzer Fehlermeldungen erhalten, wenn Sie Inhalte aufrufen möchten, die den Aufruf über beide Protokollformen unterstützen. Dies ist hauptsächlich einer fehlerhaften IPv6 Konfiguration im Betriebssystem, veralteten Browsern und/oder Routern geschuldet.

 

Wenn Sie prüfen möchten, ob Sie eine IPv6-Verbindung herstellen können, rufen Sie bitte den folgenden Link auf: http://test-ipv6.com/

 

Der parallele Betrieb von IPv4 und IPv6 wird DualStack-Betrieb genannt. Der Betrieb beider Stacks nebeneinander funktioniert in der Standard-Konfiguration Ihres Servers. Ihre IPv4-Adresse wird Ihnen weiterhin dynamisch zugewiesen, die IPv6-Konfiguration erfolgt statisch. In der Konfiguration der einzelnen Dienste auf Ihrem Server können Sie festlegen, ob IPv4, IPv6 oder beide Adressfamilien verwendet werden.

 

Die Einrichtung Ihrer IPv6 Adresse können Sie in Ihrem STRATO Server-Login vornehmen. Rufen Sie diesen bitte auf und wählen dort den Menüpunkt Netzwerk & Last / IP-Adressen. Auf den folgenden Seiten haben Sie die Möglichkeit die IPv6 Unterstützung für Ihren Server zu aktivieren.

 

IPv6 bei STRATO-1.png

 

 


 

 

Wie kann ich herausfinden, ob mein Linux RootServer IPv6-fähig ist?

Damit Ihr Server mit anderen IPv6-fähigen Routern und Hosts kommunizieren kann, muss der Kernel IPv6 unterstützen.

 

Diese Unterstützung wird zu meist über das Kernelmodul ipv6 erreicht.

Mit den folgenden Methoden können Sie feststellen, ob Ihr Server IPv6-fähig ist:

  • Prüfen Sie, ob das Kernelmodul ipv6 geladen ist:

h123456:~ # lsmod | grep ipv6 ipv6 331544 36

Sollte der Befehl nicht die oben gezeigte Ausgabe erzeugen, so ist das Kernelmodul ipv6 nicht geladen. Das Nachladen des Moduls erfolgt durch die Eingabe von:

h123456:~ # modprobe ipv6

Wenn Sie bei der Modprobe einen FATAL: Module ipv6 not found. erhalten, heißt es nicht zwingend das Ihr Server kein IPv6 kann. Dies kann unter anderem auch bedeuten, dass IPv6 direkt im Kernel hinterlegt ist und nicht als Kernelmodul existiert. Führen Sie zum testen den nachfolgenden Befehl aus.

  • Kontrollieren Sie anschließend, ob Ihr primäres Netzwerkinterface eine link-lokale IPv6-Adresse besitzt:

h123456:~ # ifconfig eth0 | grep inet6 inet6 addr: fe80::211:22ff:fe33:4455/64 Scope:Link

 

Die angezeigte Adresse beginnend mit fe80::2...wird automatisch generiert und ist nur auf dem Link gültig. Sie dient der lokalen Kommunikation im LAN-Segment und wird von Routern nicht geroutet.

 


 

 

IPv6 auf meinem virtuellen Server einrichten

 

Die Einbindung einer IPv6 Adresse auf Ihren V-Server ist mit wenigen Schritten möglich. Die Einrichtung können Sie direkt in Ihrem passwortgeschützten STRATO Kunden-Login vornehmen.

 

Linux V-Server

Windows V-Server

 

Einrichtung einer IPv6 Adresse auf einem Linux V-Server

Die Einrichtung Ihrer IPv6 Adresse nehmen Sie im STRATO Server-Login über den Menüpunkt Netzwerk & Last / IP-Adressen vor.

 

IPv6 bei STRATO-2.png

 

 

Die Einrichtung der IPv6 Adresse nimmt einige Minuten in Anspruch. Sie können diese aber bereits einsehen indem Sie die Option Netzwerk & Last / IP-Adressen nochmals aufrufen. Der Status wird hier zunächst mit wird eingerichtet ausgewiesen, dieser ändert sich in Fertig eingerichtet sobald der Vorgang abgeschlossen wurde.

 

IPv6 bei STRATO-3.png

 

Ihre IPv6 Adresse kann nun auf Ihrem Linux V-Server konfiguriert werden. Eine Anleitung dazu finden Sie unter dem im oberen Bild markierten Link in Ihrem STRATO Server-Login unter Netzwerk & Last / IP-Adressen oder direkt hier zum Download.

 

 

Aktuell ist die Definition von IPv6-Firewallregeln noch nicht möglich.

 

 

Einrichtung einer IPv6 Adresse auf einem Windows V-Server

Die Einrichtung einer IPv6 Adresse auf Ihrem Windows V-Server nehmen Sie im STRATO Server-Login über den Menüpunkt Mein Server / VM Übersicht / Konfigurieren vor.

 

IPv6 bei STRATO-4.png

 

 

 

IPv6 bei STRATO-5.png

 

Nach Aktivierung der IPv6 Option können Sie Ihre IPv6 Adresse bereits einsehen. Die Einrichtung nimmt einige Minuten in Anspruch, daher wird diese zunächst mit dem Status wird eingerichtet ausgewiesen, dieser Status ändert sich nach Abschluss der Einrichtung in Fertig eingerichtet.

 

IPv6 bei STRATO-6.png

 

 

Die Einrichtung der IPv6 Adresse über den STRATO Server-Login ist damit abgeschlossen, die IPv6 Adresse kann nun auf Ihrem Server eingebunden werden. Eine Anleitung zur Einbindung finden Sie hier.

 


 

 

Wie konfiguriere ich mein primäres Netzwerkinterface für IPv6?

 

STRATO bietet die IPv6-Konnektivität mittels einer statischen Netzwerkkonfiguration an. Um Ihren Server an das IPv6-fähige Internet anbinden zu können, müssen Sie die Ihnen zugeteilte primäre IPv6-Adresse auf dem primären Netzwerkinterface konfigurieren und als Standard Gateway den entsprechenden Router eintragen:

 

Windows Server 2003

 

IPv6 aktivieren

Taskbar Systray > Netzwerkverbindungen > Status > Eigenschaften > Installieren > Protokoll > Hinzufügen... > Microsoft TCP/IP Version 6 > OK > Schließen > Schließen

 

Primäre IPv6-Adresse konfigurieren

Eingabeaufforderung > netsh

> int ipv6

> 6to4 set state disabled

> add address "Local Area Connection" 2a01:238:4000::DEAD:BEEF:DEAD:BEEF

> add route ::/0 "Local Area Connection" fe80::1

> exit

 

Windows Server 2008

 

IPv6 aktivieren

Start > Systemsteuerung >Netzwerk und Internet >Netzwerk- und Freigabecenter > Adaptereinstellungen ändern > Eigenschaften > Installieren > Protokoll > Installieren > Reliable Multicast Protcol > OK > Schließen

 

Primäre IPv6-Adresse konfigurieren

Eingabeaufforderung > netsh

> int ipv6

> 6to4 set state disabled

> add address "Local Area Connection" 2a01:238:4000::DEAD:BEEF:DEAD:BEEF

> add route ::/0 "Local Area Connection" fe80::1

> exit

 

openSUSE 11.0

h123456:~ # yast network

 

Aus der Liste Available Network Modules den Eintrag Network Card auswählen.


 

In den Network Settings den Menüpunkt Global Options wählen.


 

Stellen Sie sicher, dass die Optionen Traditional Method with ifup und Enable IPv6 aktiviert sind.


 

Schließen Sie die Konfiguration über die Schaltfläche Finish ab.

 

Editieren Sie die Datei /etc/sysconfig/network/ifcfg-eth0

 

Fügen Sie die folgende Zeile am Ende der Datei an:

IPADDR_2='2a01:238:4000::dead:beef:dead:beef' NETMASK_2='/128

 

Dieser Eintrag konfiguriert Ihre primäre IPv6-Adresse auf dem primären Netzwerkinterface Ihres Servers.

 

Editieren Sie die Datei /etc/sysconfig/network/ifroute-eth0

 

Fügen Sie die folgende Zeile am Ende der Datei an:

default fe80::1

 

Dieser Eintrag konfiguriert den entsprechenden Router als Standard Gateway

 

Überprüfen Sie die Erreichbarkeit des Standard Gateways mit:

h123456:~ # ping6 -I eth0 fe80::1

 

Anschließend überprüfen Sie die Erreichbarkeit eines IPv6-konnektierten Servers im Internet, beispielsweise ipv6.google.com

h123456:~ # ping6 ipv6.google.com

 

Debian und Ubuntu

 

Editieren Sie die Datei /etc/network/interfaces

 

Passen Sie den Abschnitt für das Netzwerk-Interface eth0 entsprechend an:

auto eth0

iface eth0 inet dhcp

iface eth0 inet6 static

pre-up modprobe ipv6

address 2a01:238:4000::dead:beef:dead:beef

netmask 128

gateway fe80::1

 

Starten Sie anschließend die Netzwerkkonfiguration neu:

h123456:~ # /etc/init.d/networking restart

 


 

 

STRATO Server


Dedizierte Server

STRATO Kunden mit einem dedizierten Server können bereits seit 2009 Ihre Dienste über das IPv6 Protokoll anbieten.

 

Neben der Basiserreichbarkeit über IPv6 können Kunden eines dedizierten Servers auch ein IPv6-/56-Subnetz erhalten und für eigene Dienste unter der IPv6-Adresse konfigurieren. Über den DNS-Editor können Sie für Ihre Domain einen AAAA-Record festlegen und so auf Ihre primäre IPv6-Adresse zeigen lassen.


Managed Server

Managed Server Kunden können in Ihrem STRATO Server-Login, unter Ihr Server > Einstellungen unter dem Reiter Weitere, IPv6 aktivieren. Direkt nach der Aktivierung wird die IPv6-Option als in Bearbeitung gekennzeichnet. Wenige Minuten nach der Aktivierung wird die zugeteilte IPv6-Adresse angezeigt. Ab diesen Zeitpunkt sind die Dienste FTP, SSH und HTTP auch via IPv6 erreichbar.

 



Über den Link Domaineinstellungen kann die IPv6-Erreichbarkeit einzelner (Sub-)Domains eingeschränkt werden. Initial sind alle via IPv6 erreichbar.

 

STRATO Webhosting

 

Seit Juni 2011 können STRATO Kunden im STRATO Kunden-Login zusätzlich zum Verweis einer Domain auf eine statische IPv4-Adresse (A-Record) auch auf eine IPv6-Adresse (AAAA-Record) geleitet werden.

Betreiben Sie beispielsweise einen eigenen Webserver zum Ausliefern Ihrer Webseiten und ist dieser auch für IPv6 konfiguriert, können Sie die IPv6-Adresse im Menüpunkt Domainverwaltung > DNS-Einstellungen > AAAA-Record eintragen.


Um die momentan noch dürftige IPv6-Unterstützung von DSL-Anbietern zu kompensieren, sollten Sie auf jeden Fall noch einen eigenen A-Record, also einen Verweis auf eine IPv4-Adresse einrichten, über den Ihr Webserver alternativ erreicht werden kann.
• Kann ich meiner Domain eine IPv6 Adresse zuweisen?

Zum IPv6-Tag am 08.06.2011 werden die folgenden Protokolle und Dienste dauerhaft für eine IPv6-Verbindung aktiviert:

E-Mail Protokolle POP IMAP SMTP
Datentransfer FTP SSH
   
Anwendungen Webshops
  BackupControl
  LivePages

 

Keine oder nur eingeschränkte IPv6 Funktionalität ist für die folgenden Dienste gegeben:

Anwendungen Mediacenter
  PHPmyAdmin
  STRATO Webmail (WebDAV)
  Newsletter-Tool
  ClusterIP (Ded. Server)

 

Wie verwende ich einzelne Adressen aus meinem /56-er Subnetz?

 

Bitte terminieren Sie aus Sicherheitsgründen als ersten Schritt das Ihnen zugewiesene IPv6-Subnetz nach folgender Anleitung

 

Dadurch verhindern Sie, dass Pakete, die an nicht von Ihnen verwendete Bereiche Ihres Subnetzes gerichtet sind, wiederholt zwischen Ihrem Server und unseren Routern hin und her geschickt werden.

 

Dieser Pingpong-Effekt tritt nur auf, wenn Sie Forwarding für IPv6-Pakete im Kernel aktiviert haben und kann dazu führen, dass Ihr Server in Sperre geht, da dieser Netzwerkverkehr von unserer Netzwerkinfrastruktur als DoS-Attacke gewertet wird.

 

openSUSE 11.0

Editieren Sie die Datei /etc/sysconfig/network/ifroute-lo

 

Fügen Sie die folgende Zeile am Ende der Datei an:

2a01:238:40ab:cd00::/56

 

Bitte tragen Sie statt 2a01:238:40ab:cd00::/56 das Ihnen zugewiesene IPv6-Subnetz ein, dieses finden Sie in Ihrem STRATO Server-Login unter dem Menüpunkt Netzwerk & Last / IP-Adressen.

 


 

 

Debian und Ubuntu

Editieren Sie die Datei /etc/network/interfaces Passen Sie den Abschnitt für das Loopback-Interface lo entsprechend an:

auto lo

iface lo inet loopback

pre-up modprobe ipv6

post-up ip -6 route add 2a01:238:40ab:cd00::/56 dev lo

pre-down ip -6 route del 2a01:238:40ab:cd00::/56 dev lo

 

Starten Sie anschließend das Loopback-Interface neu:

h123456:~ # ifdown lo

h123456:~ # ifup lo

 


 

 

CentOS

Editieren Sie die Datei /etc/sysconfig/network-scripts/ifcfg-lo Fügen Sie die folgende Zeile am Ende der Datei an:

IPV6INIT=yes

 

Legen Sie die Datei /etc/sysconfig/network-scripts/route6-lo mit dem folgenden Inhalt an:

2a01:238:40ab:cd00::/56 dev lo

 

Starten Sie anschließend das Loopback-Interface neu

h123456:~ # ifdown lo

h123456:~ # ifup lo

 

 

Achtung: Bitte tragen Sie statt 2a01:238:40ab:cd00::/56 das Ihnen zugewiesene IPv6-Subnetz ein, dieses finden Sie in Ihrem STRATO Server-Login unter dem Menüpunkt Netzwerk & Last / IP-Adressen

 

 

IPv6 bei STRATO-7.png

 

Anschließend können Sie je nach Betriebssystem mit den folgenden Schritten fortfahren.

 

Debian und Ubuntu

Editieren Sie die Datei /etc/network/interfaces

 

Passen Sie den Abschnitt für das Netzwerkinterface eth0 an, um eine einzelne IPv6-Adresse aus dem /56-er Subnetz dem primären Netzwerkinterface zuzuordnen:

auto eth0

iface eth0 inet dhcp

iface eth0 inet6 static

pre-up modprobe ipv6

address 2a01:238:4000::dead:beef:dead:beef

netmask 128

gateway fe80::1

post-up ifconfig eth0 inet6 add 2a01:238:40ba:1e58:f8c3:b0c5:acb9:9485

pre-down ifconfig eth0 inet6 del 2a01:238:40ba:1e58:f8c3:b0c5:acb9:9485

 

Starten Sie anschließend die Netzwerkkonfiguration neu:

h123456:~ # /etc/init.d/networking restart

 

CentOS

Editieren Sie die Datei /etc/sysconfig/network-scripts/ifcfg-eth0

 

Fügen Sie die folgende Zeilen der Datei hinzu:

IPV6INIT=yes IPV6ADDR=2a01:238:40ba:1e58:f8c3:b0c5:acb9:9485/128 IPV6ADDR_SECONDARIES="2a01:238:40ba:1e58:f8ad:beef:dead:beef/56

 

Weitere IP-Adressen werden mit Leerzeichen getrennt notiert. Also zum Beispiel:

IPV6ADDR_SECONDARIES="2a01:238:40ba:1e58:f8ad:beef:dead:beef/56 [Leerzeichen] 2a01:238:40ba:1e58:f8ad:dead:beef:beef/56"

 

Starten Sie anschließend die Netzwerkkonfiguration neu:

h123456:~ # service network restart

 

Bitte beachten Sie bei den benannten Adressen, dass es sich um Beispiele handelt. Wählen Sie als IPv6-Adresse eine zufällige aus Ihrem IPv6-Subnetz aus.

 


 


Internet-Service-Provider

Für die Internet-Verbindung über den heimischen DSL Zugang wird aktuell (Stand Juni 2011)  das IPv4 Protokoll genutzt. Viele DSL-Router sind dabei bereits heute in der Lage, neben IPv4 auch IPv6 im sogenannten Dual-Stack Betrieb parallel zu nutzen. Gegebenenfalls können ältere Router mittels Firmware-Update aktualisiert werden.

Im Ergebnis bedeutet dies, dass Sie einen nur über IPv6 angebotenen Dienst erreichen können, obwohl Ihre Internetverbindung über das IPv4 Protokoll realisiert wird. Möglich gemacht wird dies in der Regel über das Tunneln der Verbindung.

Das bedeutet praktisch, dass der Empfang und Versand von Datenpaketen über eine Internetverbindung zusätzlich zum IPv4-Protokoll auch via IPv6 aufgebaut werden kann.

 



Software Betriebssysteme und Browser

IPv6 ist seit Windows XP Service Pack 2 ohne manuelle Installation verfügbar. Seit Windows Vista ist IPv6 sogar das bevorzugte Verbindungsprotokoll. Eine individuelle Einrichtung von IPv6 ist daher nur in älteren Windows-Betriebssystemen notwendig.

Mac OS unterstützt IPv6 nativ seit Mac OS X 10.3 (Panther). Für Mac OS 10.2 (Puma) kann eine Unterstützung eingerichtet werden.

Aktuelle Versionen der mobilen Betriebssysteme wie Android oder iOS unterstützen IPv6 in den grundlegenden Funktionen ebenfalls.

Alle Browser sind in der jeweils aktuellen Version kompatibel zum IPv6-Protokoll.

 

Wie konfiguriere ich mein primäres Netzwerkinterface für IPv6?
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