Was ist Spam und wie schütze ich mich davor?


Was ist Spam?

Spam (engl.; umgangssprachlich für UBE = Unsolicited Bulk E-Mail) sind Massen-E-Mails bzw. Werbesendungen, die im Internet verbreitet werden. Diese Spam-E-Mails werden unaufgefordert an Millionen von E-Mail-Adressen versendet. Die meistenSpam E-Mails haben einen kommerziellen Hintergrund und werden in folgende Typen unterschieden:

  • kommerzieller E-Mail-Spam
  • Kettenbriefe/Viruswarnungen/Hoax
  • durch Viren versandte E-Mails
  • Phishing E-Mails

Wie kommt der Spam-Versender an meine E-Mail Adresse?

Es gibt verschiedene Wege, auf denen eine E-Mail Adresse in die Hände eines Spammers gelangt:
  • Erratene E-Mail-Adressen: Ein Großteil der E-Mail-Adressen wird erraten, da es E-Mail-Adressen gibt, die bei nahezu jeder Domain vorhanden sind, wie z.B. postmaster@wunschname.de oder info@wunschname.de
  • Harvester (deutsch: Erntemaschine): Hierbei handelt es sich um kleine Programme, welche Webseiten gezielt nach E-Mail-Adressen durchsuchen, bspw. aus Gästebucheinträgen oder dem Impressum von Webseiten
  • Gewinnspiele: Gewinnspiele, bspw. in Einkaufszentren, auf der Straße, in der Zeitung oder im Internet, eigenen sich hervorragend zum Sammeln von E-Mail-Adressen. Seien Sie sich dessen bewusst und achten Sie daher auf das Kleingedruckte auf Gewinnspielkarten.
  • Adressen-Händler: Adress-Daten, u.a. auch E-Mail-Adressen, können auch von Adress-Händlern abgekauft werden. Adress-Daten werden von Firmen rechtmäßig aufgekauft und an Firmen für Werbezwecke weiterverkauft.

Welche Gefahr geht von Spam E-Mails aus?

Spam ist nicht nur lästig, da Ihr Postfach mit ungewünschten Nachrichten verstopft wird, Spam kann auch gefährlich sein. Spam-Nachrichten im HTML-Format können z.B. potentiell gefährliche Skripte enthalten. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Absender auf diesem Wege Zugangsdaten und Passwörter ausspähen möchte oder Ihnen potentiell gefährliche Nachrichten, die Skripte, Viren  o.ä. auf Ihrem System aktivieren, sendet.

 

Was können Sie tun, um Spam zu vermeiden?

Es ist sinnvoll, folgende Punkte zu beachten:

  • Beantworten Sie niemals eine Spam E-Mail. Dadurch bestätigen Sie, dass die E-Mail Adresse gültig ist und aktiv genutzt wird. Sie könnten dadurch noch mehr unerwünschte E-Mails erhalten.
  • Folgen Sie auch niemals der Aufforderung, Ihre E-Mail Adresse von der Verteilerliste einer Spam E-Mail zu entfernen. Auch hier bestätigen Sie, dass die E-Mail Adresse aktiv genutzt wird. (Dies gilt nicht für Newsletter, bei denen Sie sich aktiv angemeldet haben; hier ist das Löschen von der Verteilerliste in der Regel kein Problem.)
  • Verwenden Sienach Möglichkeit nie Ihre "normale" E-Mail Adresse in Newsgroups, Gästebüchern, Foren etc., sondern hierfür Alias-Adressen unter Verwendung einer separaten Domain, welche Sie beispielsweise nur für diesen Zweck registrieren.

Wie Sie neue E-Mail Adressen einrichten oder bestehende konfigurieren können, beschreiben wir Ihnen in unserem Artikel:

Beachte auchWie richte ich meine E-Mail Adressen ein?
  • Hinterlassen Sie Ihre E-Mail Adresse an so wenigen Stellen wie möglich.
  • Geben Sie Ihre private E-Mail Adresse nur denjenigen Personen, mit denen Sie wirklich eine Kommunikation wünschen. Verwenden Sie für Foren, Gästebücher u.a. Alias-Adressen, die Sie nach Nutzung wieder löschen können. Alternativ stellen Sie einfach ein, dass Sie z. B. alle eingehenden E-Mails ablehnen.
  • Klicken Sie nicht auf Links oder Bilder in Spam E-Mails, denn dadurch kann der Absender der Spam E-Mail sicherstellen, dass Ihre Adresse existent ist.
  • Öffnen Sie keine Dateien wie beispielsweise Bilder, deren Quelle für Sie nicht absolut vertrauenswürdig ist. Bilder und andere Dateien können potentiell gefährliche Skripte enthalten. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Absender auf diesem Wege Ihr Passwort ausspähen möchte oder Ihnen potentiell gefährliche Nachrichten, welche Schadsoftware auf Ihrem System aktivieren, sendet.
  • Veröffentlichen Sie Ihre E-Mail Adresse auf Ihrer eigenen Webseite als Bild, damit diese nicht automatisiert ausgelesen werden kann.
  • Fallen Sie nicht auf falsche Betreff-Zeilen hinein.
  • Ignorieren Sie Hoaxes oder Phishing E-Mails.
  • Beachten Sie, dass E-Mail Absender leicht gefälscht werden können. Werden Sie misstrauisch, wenn eine E-Mail Nachricht untypisch für den Absender scheint, oder von Ihnen Zahlungen oder persönliche Daten fordert

Eine ausführliche Beschreibung über Hoaxes und Phishing-E-Mails erhalten Sie hier:

Beachte auch Was ist ein HOAX?
Beachte auch Was ist eine Phishing E-Mail?
 

Was können Sie tun, wenn Sie dennoch Spam E-Mails erhalten?

Wenn Sie als Verbraucher E-Mail-Werbung von einem Dienstleister erhalten, weisen Sie den Absender darauf hin, dass Sie Verbraucher sind, keine Werbung per E-Mail mehr wünschen und E-Mail-Werbung ohne vorherige Zustimmung unzulässig ist. Wenn dies nichts nützt, können Sie das Unternehmen anzeigen. Sie haben ebenfalls die Möglichkeit, sich auf der sog. Robinson-Liste einzutragen.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie hier: Robinsonliste Online

Wenn Sie als Unternehmer E-Mail-Werbung erhalten, können Sie den Absender ebenfalls darauf hinweisen, dass seine Werbung unerwünscht ist. Ob das Verhalten des Anbieters unzulässig und verwaltungsrechtlich strafbar ist, ist eine schwierige rechtliche Frage. Wurde die Werbung von einem ausländischen Dienstanbieter mit Sitz in einem EU- oder EWR-Staat abgesandt, dann können Sie sich über das Bundesministerium für Justiz an die zuständige ausländische Aufsichtsstelle wenden.

 

Was Sie außerdem noch tun können

 

Finden Sie heraus, über welche Rechner der Spam tatsächlich abgesandt wurde. In den meisten Fällen ist dies nicht die im üblichen Absenderfeld angegebene E-Mail Adresse. Den tatsächlichen Absender herauszufinden, erfordert einige Kenntnisse über die Funktionsweise des E-Mail-Verkehrs im Internet. Eine Anleitung haben wir ebenfalls für Sie in unseren FAQ für Sie bereitgestellt:

Wie finde ich den tatsächlichen Absender einer E-Mail heraus?

 

Spam gilt weltweit als Verstoß gegen die Netiquette und die Internet-Service-Provider (ISP) sind daran interessiert, keine Spammer als Kunden zu haben. Wenn Sie den richtigen Internet-Service-Provider kontaktiert haben und er aufgrund Ihrer Informationen herausfinden konnte, welcher seiner Kunden gespammt hat, wird er den Kunden wahrscheinlich sperren.
 

Sie können sich auch bei SpamCop registrieren lassen und Spam dorthin senden. SpamCop wertet die E-Mails automationsunterstützt aus und trägt die beteiligten Server auf international abrufbaren "schwarzen Listen" ein.

 

Nutzen Sie die AntiSpam-Filtereinstellungen (Spamfilter) in STRATO Webmail oder installieren Sie sich zusätzlich ein AntiSpam Programm.

 

Bitte bedenken Sie, dass keine der hier genannten Möglichkeiten perfekten Schutz gegen Spam bietet. Sie müssen daher selbst entscheiden, welche Variante für Sie verwendbar ist oder ob es das Einfachste ist, unerwünschte E-Mails einfach zu löschen.


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