Definition: Was ist eine Cloud?

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Was genau ist das – eine Cloud?

Seit Amazon im Jahre 2006 die erste öffentliche Cloud – übersetzt "die Wolke" – eingeführt hat, ist diese Form der Datenverwaltung immer beliebter geworden und gehört heutzutage fast zum Standard. Die Cloud ist nichts anderes als Speicherplatz im Internet, der vielfältige und flexible Möglichkeiten eröffnet. Dazu gehören Services wie zum Beispiel mehr Rechenleistung, mehr Speicherplatz für Fotos, Dateien, Filme und Musik sowie der Zugriff auf verschiedene Anwendungen, Datenbanken oder auch Infrastrukturleistungen.


Wie funktioniert eine Cloud?

Um Daten online speichern zu können, muss eine Serverhardware vorhanden sein, die den physischen Speicherplatz zur Verfügung stellt. Die Hardware wird in der Regel vom Anbieter des Cloud-Speichers mit seiner eigenen IT-Infrastruktur in großen Rechenzentren zur Verfügung gestellt.

Die Server innerhalb des Rechenzentrums des Anbieters sind im Verbund geschaltet und verfügen über passende Anwendungen, mit denen Sie auf Ihre Daten zugreifen können. Die meisten Provider stellen spezifische Schnittstellen und Transportprotokolle bereit, mittels derer Sie auf Ihre eigene Cloud zugreifen können. Die Protokolle stellen eine sichere und vollständige Übertragung der Daten zwischen den Geräten sicher.

Mit Ihrem Login auf dem jeweiligen Gerät haben Sie rund um die Uhr Zugang und können dort alle Daten verwalten und herunterladen, unabhängig davon, an welchem Ort Sie sich gerade befinden. Alles was Sie dazu brauchen, ist eine Internetverbindung.

Viele Anbieter stellen auch erweitertes Cloud-Computing zur Verfügung. Hierzu gehören neben dem Cloud-Speicher verschiedene Webanwendungen (Software as a Service, SaaS), mit denen sich bestimmte Dateitypen direkt im Browser oder auf dem Smartphone bearbeiten lassen wie etwa Textdokumente oder Excel-Dateien. Für die professionelle Nutzung stehen neben Cloud-Speichern für Unternehmen auch vollumfängliche Tools, beispielsweise zur Kundenverwaltung (CRM) oder Teamorganisation zur Verfügung. Beim Cloud-Computing werden also komplette externe Serverstrukturen genutzt.


Cloud Computing mit STRATO

Welche Arten von Clouds gibt es?

Generell gibt es Public Clouds und Private Clouds, die sich im Wesentlichen im Grad der Kontrolle der Hardware und der Datenübertragung unterscheiden.

Public Clouds

Hier nutzen Sie die Server des Anbieters, bei dem Sie eine Cloud mieten. Diese Art von Cloud-Umgebung ist am weitesten verbreitet und nicht nur für private Nutzer, sondern auch für viele Unternehmen attraktiv. Unternehmen sparen Kosten und Ressourcen, da die Daten im Rechenzentrum des Providers gespeichert werden. Er ist für die Verwaltung und Wartung der Server verantwortlich. Sie haben allerdings bei einer Public-Cloud keinen großen Einfluss auf die Sicherheit der Server und die Art der Datenübertragung. Achten Sie deshalb bei der Wahl des Anbieters auf eine gute Verschlüsselung und einen sicheren Serverstandort. Kostenfreie Dienstleister haben ihre Rechenzentren oft nicht in Deutschland und sind somit nicht an die strengen deutschen Regelungen zum Datenschutz gebunden.


Private Clouds

Eine Private-Cloud-Lösung wird meist von Unternehmen bevorzugt, die die volle Kontrolle über Ihre Datenverwaltung behalten wollen oder gesetzlich dazu verpflichtet sind. Private Clouds befinden sich im eigenen Netzwerk oder Intranet und sind oft nur intern oder über bestimmte VPN-Tunnel erreichbar. Hier liegt der gesamte Aufwand für Verwaltung, Wartung und Aktualisierung der Server beim Unternehmen selbst. Dafür müssen Kosten und Personal-Ressourcen eingeplant werden.


Hybrid Clouds

Hybrid Clouds sind eine Kombination aus beiden Formen. Der Großteil an nicht-sensiblen Daten liegt hier in einer Public-Cloud, auf die alle Berechtigten zugreifen können. Vertrauliche und datenschutzgebundene Informationen sind dagegen in einer Private-Cloud gespeichert.


Internet-Speicher von STRATO

Wofür kann ich eine Cloud nutzen?

Privat

  • Cloud für Fotos: Sammeln und verwalten Sie Ihre Fotos im Internet und sparen Sie dadurch Speicherplatz auf dem Smartphone oder der Kamera. Egal, wo Sie sind: Laden Sie Ihre Schnappschüsse einfach in die Cloud.
  • Cloud für Musik: Haben Sie Ihre Lieblingsmusik jederzeit dabei.
  • Cloud für private Dokumente: Legen Sie Kopien Ihrer wichtigsten Dokumente in einem sicheren Ordner ab und haben Sie sie bei jeder Eventualität zur Hand
  • Teilen mit Freunden: Teilen Sie Dateien mit Ihren Freunden, zum Beispiel Geschenklisten oder Fotoalben.

Gewerblich

  • Dezentrales Arbeiten: Greifen Sie von jedem Gerät auf eine einheitliche Datenbasis zu und arbeiten Sie effizienter – unabhängig davon, ob Sie im Home Office, einem anderen Firmenstandort oder in einem Meeting sind.
  • Im Team arbeiten: Stellen Sie Teilaufgaben eines Projekts online bereit und bearbeiten Sie sie gemeinsam. So haben Sie jederzeit einen Überblick über den aktuellen Status.
  • Auf Geschäftsreise / Kundentermin: Verschicken Sie statt großen Dateien lieber Links zu Ihren Dokumenten in der Cloud. So vermeiden Sie überfüllte E-Mail-Postfächer bei Ihnen und Ihren Kunden.
  • Testumgebungen für Softwareentwicklung: Test- und Entwicklungsumgebungen benötigen ein spezielles Umfeld, um aussagekräftige Resultate zu liefern.
  • Handling großer Datenmengen (Big Data): Hochverfügbarkeit und Skalierbarkeit machen die Cloud zur idealen Basis für datenintensive Projekte. Moderne Module machen die Migration einfach.

Die Cloud in Schulen und Universitäten

Cloud-Dienste dienen als Ablagesystem für Studienunterlagen, E-Books und als Ort für den Austausch von Lernmaterialien für Schüler und Studenten: Der Lehrbeauftragte hinterlegt Lernmaterialien und Unterlagen in der Cloud, auf die Studenten und Schüler jederzeit zugreifen können. Letztere können zum Beispiel gelöste Übungsaufgaben hochladen oder auf die Unterlagen anderer Studenten online zugreifen.

Cloudspeicher für Schulen und Universitäten bieten außerdem eine geeignete Lösung für die Verwaltung und Speicherung schnell anwachsender Datenmengen im Bereich Forschung durch Studiendaten, Protokolle und Tabellen. Flexible Cloud-Lösungen bieten hier skalierbaren Speicherplatz, der darüber hinaus die besonderen Erfordernisse an den Schutz der Daten erfüllt.


Wie viele Daten kann ich in der Cloud speichern?

Sie können den Speicherplatz ganz nach Ihren Bedürfnissen buchen. Kostenlose Cloud-Angebote für die private Nutzung beginnen bei einer Größe von etwa 2 GB und sind dann gegen einen monatlichen Betrag jederzeit erweiterbar. Bei kostenpflichtigen Angeboten haben Sie meist von Anfang an die Wahl aus verschiedenen Größen ab 28 GB, die bis in den Terabyte-Bereich (1-3 TB) und darüber hinausgehen können.


Vorteile und Nachteile eines Cloud-Speichers

Viele Gründe sprechen dafür, die Cloud auch für Privatzwecke zu nutzen. Fotos, E-Mails, E-Books, Filme, Musik: All das würde ohne den Einsatz von Cloud-Diensten kaum noch auf die mobilen Endgeräte und Speicherkarten passen. Die Cloud gibt Ihnen Freiheit und Flexibilität, im Alltag und auf Reisen. Das Gleiche gilt für Unternehmen, die zunehmend international agieren und die Verfügbarkeit von Dokumenten und Daten gewährleisten müssen.

Vorteile

  • Flexibilität und Ortsunabhängigkeit: Zugriff jederzeit und überall.
  • Zugriff auf Daten ist online und offline möglich. Die Einbindung als virtuelles Laufwerk macht dies möglich.
  • Unabhängig vom Betriebssystem: Durch plattformübergreifenden Zugriff gibt es keine Kompatibilitätsprobleme, egal ob Windows, Apple, Linux oder andere.
  • Einfaches Teilen und Zusammenführen von Dateien mit Familie, Freunden und Mitarbeitern. Mit wenigen Klicks stellen Sie einen Link oder Sammelordner zur Verfügung, nach Bedarf mit Passwortschutz oder Ablaufdatum.
  • Sicherheitskopien sind jederzeit abrufbar und geschützt. Kein Verlust der Daten durch Verlust oder Verschleiß von externen Festplatten, USB-Sticks oder DVDs.
  • Keine Platzprobleme mehr auf Ihren Geräten und Datenträgern.
  • Wartung und Sicherheitskontrolle durch Cloud-Anbieter: Ihre Daten werden auf Servern an verschiedenen Standorten gespeichert und gesichert und bleiben so auch bei einem Ausfall einer oder mehrerer Server erhalten.
  • Skalierbarkeit: Individuelle Wahl des Speichervolumens und Anpassung jederzeit möglich.

Nachteile und Risiken

  • Abhängigkeit von einer stabilen Internet- oder Intranetverbindung bei aktivem Austausch.
  • Abhängigkeit vom Anbieter: Angebot, Preis und Service können variieren, gerade bei Free-Cloud-Anbietern.
  • Sicherheitsengpässe: Bei Verschlüsselung und Backup müssen Sie sich auf den Anbieter verlassen. Wichtig ist deshalb die Wahl eines zuverlässigen Providers.
  • Datenschutzkonformität: Anbieter, deren Server nicht in Deutschland stehen und damit nicht den strengen, deutschen Gesetzesvorgaben zum Datenschutz unterliegen, können eine Datenschutz-Konformität nicht immer zuverlässig garantieren.

Der Zugriff auf die Cloud

Grundsätzlich können Sie über mehrere Wege auf Ihre Daten zugreifen.

Bei uns verfügen Sie über genügend Speicherplatz, den Sie von überall aus erreichen. In unseren Rechenzentren sind Ihre Daten umfassend geschützt: Die STRATO-Rechenzentren werden seit 2004 jedes Jahr erfolgreich vom TÜV nach DIN ISO 27001 zertifiziert und für die hervorragende Verfügbarkeit und Sicherheit aller Dienste ausgezeichnet. In einem mehrstufigen Audit werden Prozesse und sicherheitsrelevante Systeme geprüft und bewertet. Dieses Zertifikat finden Sie sonst eher bei Unternehmen wie Banken und Versicherungen. Mit einem mehrstufigen Sicherheitssystem sorgen wir auch für die physische Sicherheit Ihrer Daten.

  • Cloud im Browser Mit Ihrem Login können Sie Ihren Speicherplatz jederzeit von jedem Internetbrowser aus aufrufen. Dabei ist es egal, ob Sie Windows, Mac oder Linux nutzen. Die Bedienoberfläche der Webanwendung ist meist dem Dateisystem auf einem Computer nachempfunden und lässt sich intuitiv nutzen.
  • App auf Smartphone und Tablet Viele Anbieter haben eine eigene App, die eine komfortable Bearbeitung über mobile Endgeräte möglich macht. Diese Apps sind plattformabhängig, achten Sie also darauf, dass der jeweilige Anbieter eine App für Ihr Betriebssystem (zum Beispiel Android, iOS oder Windows) bereitstellt. Um sie nutzen zu können, benötigen Sie eine stabile Internetverbindung.
  • Cloud auf dem PC oder Laptop Über ein virtuelles Laufwerk lässt sich der Cloud-Speicher in das gewohnte Dateisystem ihres Computers einbinden. Hier erfolgt ein Datenabgleich immer dann, wenn Sie online sind. Sie können also auch arbeiten, wenn Sie offline sind und eine Datei in ein virtuelles Laufwerk ablegen. Sobald eine Internetverbindung vorhanden ist, synchronisiert der Dienst die Daten mit der Cloud und Ihre Datei ist online von überall verfügbar.
  • Datenaustausch per FTP Besonders für Backup-Lösungen ist eine Synchronisierung per FTP (SFTP/FTPS) wichtig.
  • Als Medienserver Für Ihre in der Cloud gespeicherten Filme und Serien können Sie einen Medienserver (oder Mediabox) nutzen, den Sie an Ihren Fernseher anschließen. Mit diesem können Sie eine große Anzahl an Filmen in der Cloud speichern und bequem am Fernseher abrufen.

Zugang zu Ihrem Cloud-Speicher

Sie vergeben einen Benutzernamen und ein Passwort, mit dem Sie Ihre Daten unabhängig vom Gerät schützen. Zugang zu Ihrer Cloud haben nur die Personen, die Ihre Login-Daten kennen. Jeder seriöse Anbieter von Cloud-Services bietet eine verschlüsselte Übertragung via SSL an. Für eine erhöhte Datensicherheit können Sie eine 2-Faktor-Authentifizierung einrichten. Hierzu müssen Sie Ihren Login mit einem zweiten Gerät bestätigen. Dies kann ein USB-Stick oder ein Smartphone sein. Das Anlegen von weiteren Benutzern mit eigenen Logins für Ihren Speicherplatz ermöglicht den Zugang für Freunde, Familie oder Kollegen.

Es ist auch möglich, anderen Personen nur temporär einen Zugang zu Ihrer Cloud zu ermöglich. Durch die Freigabe einer Datei oder eines Ordners mittels eines Links können die von Ihnen gewählten Personen die Dateien ansehen, herunterladen oder bearbeiten. Dabei können Sie den Link entweder gezielt personalisieren oder einen allgemeinen Link erstellen, über den jeder, der den Link besitzt, Zugang zu der Datei hat. Die Freigabe können Sie jederzeit widerrufen.


Wie sicher ist die Cloud?

Sicherheitsmaßnahmen der Anbieter

Besonders der Zugang und die Datenübertragung müssen bei der Nutzung eines Cloud-Dienstes geschützt werden. Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung durch SSL/TLS in beide Richtungen gehört dabei zum minimalen Standard.

Achten Sie darauf, einen zertifizierten Dienstleister zu wählen, der über Sicherheitskennzeichen unabhängiger Institutionen verfügt. Dazu gehören unter anderem das TÜV-Prüfzeichen, Siegel des Kompetenznetzwerks Trusted Cloud e.V. oder die EuroCloud-SaaS-Zertifizierung.

Sicherheitsmaßnahmen der Nutzer

Doch nicht nur der Anbieter des Cloudspeichers muss einige Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Auch Sie als Nutzer können zur Sicherheit Ihrer Daten beitragen. Wählen Sie ein möglichst kryptisches und langes Passwort und speichern Sie dieses niemals offen als Text auf Ihrem Computer oder einem anderen Ihrer Geräte ab.

Tools für eine automatische Verschlüsselung versehen die Daten vor dem Hochladen in die Cloud mit einem Schlüssel, der sie sowohl bei der Übertragung als auch in der Cloud selbst vor dem Zugriff durch Unbefugte schützt. Dies sollte insbesondere für sensible Daten wie Ausweiskopien oder Unternehmensinterna vorgenommen werden. Auch das Erstellen von regelmäßigen Backups gehört dazu. So schützen Sie Ihre Daten vor einem eventuellen Verlust.


Was bringt die Zukunft?

Wie wir uns das Leben und die Möglichkeiten der Cloud in der Zukunft vorstellen? Das können Sie in unserer Zukunftsvision nachlesen.