Facebook Pixel: Online-Marketing für Deinen Webshop

Facebook Pixel: Online-Marketing für Deinen Webshop

Das kostenlose Tool von Facebook ermöglicht Dir, die Aktivitäten in Deinem Onlineshop detailliert zu beobachten. Nutze es für die Definition von Zielgruppen und eigene Social-Media-Kampagnen. Wir zeigen Dir, wie Du es einstellst, optimierst und in Deinen Webshop Now einbindest.

Im Anschluss an das Tutorial folgt noch ein Interview. In diesem Erfahrungsbericht erklärt der Betreiber von Whisky Erlebnis, wie er das Pixel nutzt und in den STRATO Webshop eingebunden hat. Klicke hier, um direkt zum Interview zu gelangen.

Der Austausch online wird immer entscheidender, das gilt auch für den Umsatz im Einzelhandel. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Forrester, die besagt, dass 55 % des gesamten Einzelhandelsumsatzes in Europa durch digitale Interaktionen beeinflusst werden. Für große Marken ist es inzwischen unabdingbar, Social-Media-Plattformen wie Facebook oder Instagram zu nutzen. Doch auch für Kleinunternehmen hat der Online-Handel – vor allem durch Corona – in den letzten Jahren immens an Bedeutung gewonnen. Umso wichtiger sind Tools, die das Monitoring für Dich übernehmen.

Was genau kann Facebook Pixel?

Dazu zählt auch das Tool Pixel. Hiermit kannst Du die Reaktionen von Deinen Kunden im Onlineshop erfassen. Anhand dieser Daten erhältst Du einen Überblick darüber, wie sie sich auf deinem Shop verhalten. Die Daten sind von großem Nutzen, mit ihnen kannst Du etwa Werbekampagnen über Social Media (wie Facebook oder Instagram) perfektionieren.

Und was ist ein Pixel jetzt?

Ein Pixel kannst Du selber erstellen und bearbeiten. Dafür brauchst Du die Plattform Facebook Business. Keine Sorge, sie ist kostenlos. Allerdings funktioniert das nur, wenn Du vorher den Facebook-Account Deines Shops mit Facebook Business verknüpft hast.

Das geht in wenigen Schritten:

  1. Rufe Facebook Business auf und melde Dich dort mit dem Facebook-Account an, den Du auch zur Verwaltung Deiner geschäftlichen Facebookseite nutzt. Es kann sein, dass Du besser im Inkognito-Modus verfährst, da so das automatische Ausfüllen abgeschaltet ist.
  2. Wähle nun das gewünschte Pixel im Events Manager aus oder erstelle ein neues unter Unternehmenseinstellungen > Datenquellen > Pixel und klicke auf den Button Hinzufügen. Sämtliche Pixel auf einen Blick sind unter Facebook Business > Events Manager verzeichnet (bist Du über ein anderes Facebook-Business-Tool angemeldet, findest Du den Events Manager unter Weitere Tools).
  3. Hast Du mehrere Shops oder Websites, bietet es sich an, mehrere Pixel anzulegen.

Einbindung in den Webshop Now

Das Facebook Pixel bindest Du direkt in den Webshop Now ein. Dazu gehst Du im Administrationsbereich des Webshops einfach auf Marketing > Facebook. Anschließend verbindest Du dein Facebook-Konto mit deinem Shop.

Screenshot des Menüs für Facebook im Webshop Now
So verbindest Du ein Facebook Pixel mit deinem Webshop Now

Die von Dir erstellten Pixel werden nun automatisch angezeigt. Wähle das Passende aus und speichere.

Achte allerdings darauf, dass Du die Datenschutzerklärung im Editor anpasst. Dort musst Du darauf hinweisen, dass Du Daten sammelst. Ab sofort kannst Du alle Bewegungen im Onlineshop sammeln, allerdings nur von den Besuchern, die sämtliche Cookies akzeptieren. Es gibt einige Tools, mit denen Du die Anpassungen ganz einfach vornehmen kannst, zum Beispiel den kostenlosen Rechtsservice von Trusted Shops.

Pixel bei Facebook Business nutzen

Sobald Du Dein Pixel erstellt und mit dem Webshop verbunden hast, kannst Du es bei Facebook Business nutzen. Rufe dazu Dein Facebook Business auf und öffne den Events Manager. Anschließend kannst Du das Tracking in drei Schritten konfigurieren.

Erster Schritt: Events erstellen

Der Begriff Event ist ein wenig irreführend. Es handelt sich dabei nicht um ein Event im klassischen Sinne, also eine Veranstaltung. Gemeint sind bestimmte Aktionen, die Kunden im Onlineshop durchführen. Hiermit kannst Du also auswählen, welche Aktionen oder Reaktionen Deiner Kunden aufgezeichnet werden sollen. Ein Event, das von Facebook automatisch voreingestellt ist, ist Content ansehen. Dadurch wird jeder Klick auf eine Deiner Produkt- oder Kategorieseiten erfasst. Es gibt zahlreiche voreingestellte Aktionen, die Du hinzufügen kannst.

Eine Auswahl:

  • Kontakt: Ein Kontakt wird hergestellt (etwa über ein Kontaktformular).
  • Suchen: Über das Suchfeld Deiner Seite wird etwas gesucht.
  • Kauf: Ein Kauf wird abgeschlossen.
  • In den Einkaufswagen: Ein Kunde legt Produkte in den Warenkorb.
  • Auf die Wunschliste: Ein Kunde aktualisiert seine Wunschliste mit neuen Produkten.

Wenn Du einige solcher Aktionen zu Deinem Pixel hinzufügen möchtest, wähle dazu das Event-Setup-Tool aus. Du findest es im Facebook Pixel unter Events hinzufügen > Vom Pixel > Event-Setup-Tool öffnen.

Im Tool kannst Du sehen, welche Bereiche in Deinem Webshop Du mit dem Pixel tracken kannst. Es gibt auch einen hilfreichen Artikel von Facebook, in dem Du noch mehr über die Einstellungen mit dem Tool erfährst.

Zweiter Schritt: Messen der Ergebnisse

Sobald Du die Events festgelegt hast, die Du in Deinem Onlineshop mittels Facebook Pixel messen möchtest, kannst Du im Facebook Events Manager passende Statistiken und Ergebnisse einsehen.

Die Übersicht zeigt Dir alle Aktivitäten, die Du messen lassen hast:

Screenshot vom Facebook Pixel des Webshops Whisky Erlebnis. Er zeigt den Besuchererlauf der vergangenen Tage.
Beispielhafter Überblick anhand des Onlineshops Whisky Erlebnis.

Wenn Du mehr über einen bestimmten Aspekt erfahren willst, klicke einfach auf das Event und wähle Details ansehen aus.

Dritter Schritt (optional): gezielte Werbung

Die gesammelten Daten kannst Du Dir für Werbekampagnen, etwa in Social Media, zu Nutzen machen. Optimiere zum Beispiel das Facebook-Business-Tool Werbeanzeigenmanager und steigere Deine Umsätze.

Du kannst auch für einzelne Werbung oder Kampagnen individuelle Zielgruppen bestimmen. Das bietet sich insbesondere beim sogenannten Retargeting an. Retargeting bedeutet, dass Du gezielt Leute ansprichst, die bereits Interesse an deinem Shop gezeigt oder sogar schon etwas gekauft haben. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Deine Zielgruppe zu definieren.

Hier ein paar Beispiele:

  • User, die in den letzten 180 Tagen zwar Produkte in den Warenkorb gelegt haben, aber nichts gekauft haben.
  • User, die deinen Shop seit mehr als 180 Tagen nicht mehr besucht haben.
  • User, die kürzlich ihre Wunschlisten aktualisiert haben.

Eines der Events, die Du nutzt, kannst Du übrigens als Conversion auswählen, damit Du das Ziel deiner Kampagne definierst. Die Conversion meint im Onlineshop meist die Rate der Besucher Deines Shops, die zu Käufern wurden. Dafür würde sich also das Event Kauf anbieten. Du kannst aber auch messen, wie viele Besucher eine Wunschliste anlegen oder Ähnliches.

Weitere Hinweise und eine Schritt-für-Schritt Anleitung zum Erstellen von individuellen Zielgruppen durch die Events vom Facebook Pixel findest Du außerdem in diesem Hilfeartikel von Facebook selbst.

Richtig eingesetzt unterstützt Dich das Facebook Pixel also sinnvoll und detailliert beim erfolgreichen Auf- oder Ausbau Deines Onlineshops. Wie das konkret aussieht, erfährst Du im folgenden Erfahrungsbericht:

Erfahrungsbericht: Andreas Semmer von Whisky Erlebnis

Der Spirituosenhändler Andreas Semmer betreibt seinen Webshop Whisky Erlebnis seit drei Jahren über STRATO. Seine Auswahl an exklusiven Whiskys und anderen Spirituosen sowie an umfangreichem Zubehör präsentiert er auch auf Social Media. Er hat die neue Einbindung des Pixels eine Woche getestet.

Hast Du vor dem Pixel bereits Erfahrungen mit dem Tracking von Daten gemacht?

Andreas: Bisher habe ich das Tracking meines Onlineshops über Google Analytics laufen lassen, zumindest was eine grobe Übersicht der Klicks angeht. Zwischendurch habe ich ab und zu Beiträge direkt über Facebook beworben und dann die Auswertungen überprüft, das heißt Reichweite und Interaktionen. Dabei haben wir uns in der Vergangenheit hauptsächlich auf die deutsche Zielgruppe konzentriert, da wir nur innerhalb Deutschlands versenden.

Welche neuen Funktionen sind für Deinen Onlineshop relevant?  

Andreas: Was den Verkauf von Whisky angeht, sind besonders Neuheiten und Angebote interessant. Dafür habe ich jeweils eine Seite im Onlineshop, dessen Besucheranzahl ich nun konkret per URL-Tracking mit dem Pixel einsehen kann.

Andererseits nutze ich das Tracking von Buttons, um genau zu sehen, wo meine Kunden abspringen. Dafür beobachte ich die Anzahl von Klicks auf den Warenkorb bis über den weiteren Bezahlprozess hinweg.

Außerdem sehe ich mit dem Tracken des Wunschlisten-Buttons zum ersten Mal, wie viele Kunden eine Wunschliste für meine Produkte nutzen. Das gibt mir neue Einblicke, die ich für meine nächste Werbung einbeziehen kann. Zusammengefasst bekomme ich einfach ein direktes und detailliertes Feedback auf die Frage: Was bringt mich verkaufstechnisch nach vorne?

Wie lief die Verbindung des Pixels mit Deinem Onlineshop?

Andreas: Das Einsetzen des Pixels in den Shop hat reibungslos funktioniert. Der Vorgang war einfach und gut beschrieben.

Wie verlief die Arbeit im Facebook Business Manager?

Andreas: Für die Arbeit mit dem Facebook Business Manager sollte man schon etwa zwei bis drei Stunden Arbeit einrechnen. Facebook bietet da einfach viele Optionen, in die ich mich erstmal reinarbeiten musste. Vor allem, wenn man wie ich bisher eher weniger mit den Tools von Facebook gearbeitet hat. Außerdem muss man sich Gedanken darüber machen, welche Events man in seinem Onlineshop überhaupt verfolgen möchte. Wenn man sich dieser Punkte bewusst ist, bietet das Tool detaillierte und interessante Möglichkeiten des Trackings.

Was ist Dein Fazit zum Facebook-Pixel?

Andreas: In naher Zukunft werde ich mit hilfe des Pixels auf jeden Fall einen Beitrag bei Facebook bewerben. Ich habe durch das Pixel bereits Auswertungen, wie viele Kunden Produkte in den Warenkorb gelegt haben oder wer etwas auf die Wunschliste gesetzt hat. Die Werbung für diese Kunden kann man ja einfach optimieren, indem man die Ansprache abstimmt. Da werde ich mal ausprobieren, welche Inhalte besonders gut ankommen. Die Rückmeldung, wie viele Leute danach das Produkt klicken oder den Kaufvorgang starten, hat man mit dem Pixel ja sofort und detailliert. Das finde ich sehr interessant.

Hast Du bereits Erfahrungen mit Facebook Pixel gemacht und hast Tipps oder Ideen parat? Verrate es uns in den Kommentaren!

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