Durch einen Blog können Sie Ihre Interessen und Gedanken mit der ganzen Welt teilen – und das deutlich vielseitiger und individueller, als es jede Social-Media-Plattform erlaubt. „Do it yourself“ heißt das Prinzip, das Ihnen erlaubt, Themen im Internet persönlich mitzugestalten. Wesentliches Kennzeichen eines Do-it-yourself-Blogs ist, dass Sie schon direkt nach der Installation einen fertigen Blog haben, dessen Design und Einstellungen Sie selbst anpassen und mit dem Sie Ihre Inhalte direkt im Netz veröffentlichen können.
Viele Blogging-Einsteiger fragen sich allerdings: „Wie starte ich denn überhaupt einen eigenen Blog?“ Auch wenn der wichtigste Ratschlag lautet: „Einfach loslegen, der Rest ergibt sich!“, sollten Sie sich dennoch ein paar grundlegende Gedanken machen, bevor Sie Ihren ersten Beitrag verfassen. Denn nur mit einem Konzept können Sie Leser begeistern und im Idealfall sogar Geld verdienen – und ein Blog, der nahezu unbemerkt bleibt, macht kaum jemandem dauerhaft Spaß.
Die Wahl der Domain nehmen Blogger zu oft auf die leichte Schulter. Dabei ist wichtig, dass sich die Leser Ihren Domainnamen merken, damit sie immer wiederkommen und bestenfalls sogar im Bekanntenkreis Ihren Blog empfehlen können. Den perfekten Namen zu finden, ist zugegebenermaßen schwierig, aber die Zeit sollten Sie sich nehmen, denn wenn Sie Ihre Domain nicht sorgsam genug ausgewählt haben, werden Sie das später bereuen.
Die Domain sollte vor allem einprägsam sein. Achten Sie darauf, dass man den Domainnamen ohne große Gedächtnisanstrengung auch in der mündlichen Kommunikation einbringen kann – beispielsweise im Gespräch mit Freunden. Testen Sie das Ganze am besten mit Ihren Bekannten: Wenn diese Ihre Domain am Telefon auf Anhieb richtig verstehen, ohne dass die Domain buchstabieren zu müssen, dann ist sie als Name für Ihren Blog geeignet.
Wenn Sie länderübergreifend Leser anziehen möchten, dann achten Sie darauf, dass Ihre Domain in anderen Sprachen keine andere oder gar negative Bedeutung hat. Das deutsche Wort „Tricks“ beispielsweise hat beispielsweise im Englischen einen durchaus negativen Beigeschmack.
Aber auch innerhalb der deutschen Sprache gibt es mehrdeutige Worte, die man vermeiden sollte, wenn man möglichst schnell über Suchmaschinen wie Google gefunden werden will. Wer beispielsweise seinen Blog über Hutmode „Melone“ nennt, konkurriert unnötigerweise auch mit all jenen Seiten, die sich der schmackhaften Frucht widmen.
Wenn Sie keine geeignete .de-Domain finden, werfen Sie auch einen Blick auf speziellere Domain-Endungen wie .hamburg oder .reisen – vielleicht ist da etwas Passendes dabei.
"Worüber soll ich eigentlich schreiben?“ – die Frage nach dem passenden Thema beschäftigt angehende Blogger. Die Antwort ist prinzipiell einfach: Über das, was Sie interessiert. Denn wenn Sie sich für Ihren Blog verbiegen und zum Schreiben jedes Mal missmutig aufraffen müssen, dann werden Sie ziemlich bald wieder aufgeben.
Dennoch: Wenn Sie das Ziel haben, mehr als nur einen Hobbyblog für Freunde führen wollen und möglichst hohe Leserzahlen erreichen möchten, dann benötigen Sie zumindest eine grobe Strategie. Ihr Blog braucht dann etwas Besonderes und Unverwechselbares. Etwas, das idealerweise kein anderer so leicht kopieren oder gar besser machen kann.
Ein Beispiel: Modeblogger gibt es wie Sand am Meer. Mit einem allgemeinen Mode-Blog kommen Sie da nicht weit. Aber wenn Sie sich beispielsweise auf Textilien aus tierversuchsfreier Produktion konzentrieren, dann könnte das eine attraktive Nische sein, in der Sie sich schnell einen Namen machen.
Sich als Experte oder Autorität in einem Themengebiet zu etablieren, ist deutlich einfacher bei Themen, die mit einer hohen Zugangshürde verbunden sind, die Sie bereits überwunden haben. Denn das hält die Konkurrenz klein und zeichnet Sie gegenüber anderen aus. Ein Extrembeispiel zur Verdeutlichung: Über Nuklearforschung zu bloggen, ist insbesondere dann erfolgversprechend, wenn Sie Zugang zu entsprechenden Forschungslabors haben und spezialisierte Experten kennen. Das ist eine hohe Hürde, die viele Konkurrenten erst einmal überwinden müssten.
Wenn es mit dem ersten Beitrag losgehen soll, überlegen Sie sich, auf welche Weise Sie für den Blog werben wollen. Trauen Sie sich den Start mit einem großen Paukenschlag zu, dann machen Sie am besten tage- oder gar wochenlang Werbung für Ihr Blog, feuern Sie Ankündigungen und Previews in alle Social-Media-Kanäle und richten einen Countdown ein. Allerdings muss nach solch einer intensiven Werbekampagne alles vom ersten Moment an passen, sonst ist die Enttäuschung bei den neuen Lesern groß.
Statt einer großen Inszenierung bevorzugen die meisten Neu-Blogger ein „Soft Opening“ – sie schreiben also erst einmal ein paar Beiträge, die nur Freunde und Verwandte sehen, und holen von diesen Feedback und Verbesserungsvorschläge ein. Wenn diese dann rundum mit ihrem Blog zufrieden sind, bietet dieser bereits mehrere Beiträge und neue Besucher, die Sie über Facebook, Twitter oder andere soziale Medien auf sich aufmerksam machen, stehen nicht vor einer leeren Seite.
Ein kleiner Tipp: Bauen Sie von Anfang an einen Newsletter-Verteiler auf. Jeder Leser ist ein potenzieller Abonnent, den Sie regelmäßig per E-Mail über neue Beiträge informieren können und damit immer wieder auf Ihren Blog locken.
Bloggen darf nie zur Pflicht oder gar Qual werden, sonst verlieren Sie schnell die Lust daran. Dennoch ist es sinnvoll, sich Ziele zu stecken, um bei der Sache zu bleiben. Denn nur wer regelmäßig bloggt, der gewinnt eine treue Leserschaft und steigert seine Bekanntheit.
Setzen Sie sich also beispielsweise zum Ziel, mindestens alle zwei Wochen einen größeren Beitrag und einmal wöchentlich eine kleinere Geschichte zu schreiben. Je mehr, desto besser natürlich, aber bleiben Sie realistisch. Mehr als geplant zu bloggen ist wesentlich motivierender als ambitioniert gesteckte Ziele nicht zu erreichen.
Was Ihnen am Anfang helfen kann, ist ein Blog-Pate oder „Sparringspartner“, der Sie anspornt und mit dem Sie Themenideen diskutieren können. Idealerweise finden Sie dafür einen Blogger, der ebenfalls gerade angefangen hat.
Bauen Sie sich ein Netzwerk mit anderen Bloggern auf, um von deren Tipps und Kontakten zu profitieren. Das können Sie selbstverständlich online machen, aber auch abseits des Bildschirms gibt es zahlreiche Möglichkeiten, andere Blogger kennenzulernen.
Suchen Sie den Kontakt in sozialen Netzwerken und Foren, stellen Sie Fragen, geben Sie selbst Hilfestellungen oder kommentieren Sie fleißig und konstruktiv die Artikel anderer Blogs. Dies ermöglicht Ihnen, Teil einer größeren Community zu werden und den Dialog mit den Lesern und anderen Bloggern anzustoßen. Wenn Ihre Reputation als Blogger in der Community steigt, wird es für Sie einfacher, Kooperationen mit anderen Bloggern einzugehen, die Ihre Seite verlinken. Denn je mehr externe Websites auf Ihren Blog verlinken, desto besser rankt Google Ihren Blog in den Suchergebnissen.
In vielen deutschen Städten gibt es außerdem Blogger-Treffen und -Stammtische, wo sich Blogger regelmäßig zum Gedankenaustausch zusammenfinden. Denn letztlich ist nichts anspornender als die Erfolgsgeschichten anderer. Und kaum etwas hilft mehr als die Tipps von Kollegen, die in einer ähnlichen Situation sind. Und nichts macht einem mehr Mut als die Erkenntnis, mit welchen oft überraschend geringen Mitteln andere bereits Erfolg hatten.
Haben Sie bereits eine Strategie entwickelt, geht es dann an die technische Umsetzung Ihres Web-Projekts. Denn ohne eine solide technische Basis wird es selbst mit den besten Ideen schwierig, Leser für Ihre Blogeinträge zu gewinnen und dauerhaft erfolgreich zu sein. Da eine spätere Anpassung der Technik aufwendig sein kann, lohnt es sich, alle wichtigen technischen Details bereits vor dem Start Ihres Blogs zu durchdenken.
Die Weblog-Software ist als Blogger Ihr tägliches Arbeitsumfeld – mit ihr schreiben und veröffentlichen Sie Beiträge, laden Bilder hoch, verwalten Kommentare und passen das Aussehen und die Funktionen Ihres Blogs an. Die Wahl eines für Sie passenden Systems ist entscheidend für den Erfolg Ihres Blogs.
WordPress ist das bekannteste und meistgenutzte System und bietet schier unendliche Gestaltungsmöglichkeiten. Inzwischen hat sich eine riesige Community rund um dieses Content-Management-System (CMS) entwickelt. Um mit dem CMS zu arbeiten, legen Sie entweder einen Blog direkt auf WordPress.com an oder Sie installieren die Software auf eigenem Webspace, der Ihnen von einem Webhoster bereitgestellt wird. Die Vorteile der letzten Variante: Sie haben eine eigene Domain und einen größeren Spielraum bei der Gestaltung Ihrer Website. Diese Variante erfordert allerdings ein wenig mehr Aufwand, was uns gleich zum nächsten Punkt bringt.
Für den eigenen Blog ist in der Regel ein Anbieter empfehlenswert, der Ihnen alle notwendigen Ressourcen in einem Paket zur Verfügung stellt: Webspace, Domain und das passende Content-Management-System – also das Verwaltungssystem für Ihren Blog. So bieten zum Beispiel die WordPress-Pakete von STRATO alles, was Sie zum Start brauchen. Außerdem ist die ohnehin einfache Installation von WordPress auf ein Minimum reduziert.
Jeder Blog benötigt ein Design-Template, bei WordPress „Theme“ genannt; es bestimmt das Layout des Blogs. So eignen sich für einen Foto-Blog vor allem Themes mit großen Bildflächen. Um ein gut programmiertes WordPress-Theme für Ihr Blog zu finden, müssen Sie nicht unbedingt viel Geld ausgeben, sollten sich aber Ihre Ansprüche bewusst machen und gezielt nach passenden Themes recherchieren. Ein gutes Design-Portal ist beispielsweise Themeforest. Dort finden Sie günstige und dennoch professionelle Vorlagen für jeden Zweck und Geschmack. Sie können sich auf dem Portal einen Überblick verschaffen, die Themes testen und sich die preiswerteste Option heraussuchen. Achten Sie insbesondere auf die Bewertungen und Kommentare der Community, bevor Sie sich für ein Theme entscheiden.
Wichtig ist auch, dass Ihr Theme im sogenannten Responsive Design gestaltet wurde – damit passen sich Erscheinungsbild und Navigation des Blogs der Displaygröße des verwendeten Endgeräts an. Auf diese Weise wird Ihr Blog den Besuchern immer bestmöglich angezeigt – egal, ob am heimischen PC oder auf dem Smartphone.
Zu viele Plug-ins (Zusatzfunktionen, die optional installiert werden können) wirken sich negativ auf die Ladegeschwindigkeit einer Website aus. Installieren Sie daher möglichst nur solche Plug-ins, die Sie wirklich benötigen, um den Pagespeed Ihrer Website zu verbessern. Außerdem sollten Sie immer sicherstellen, dass Plug-ins aus einer seriösen Quelle stammen und von anderen Usern positiv bewertet wurden.
Ihr Theme zeigt den Untertitel Ihres Blogs ohnehin nicht an, also belassen Sie es einfach bei den Standardvorgaben? Das ist ein Fehler, da der Untertitel zumindest in den Google-Suchergebnissen dargestellt wird. Wenn Sie über Google nach „Eine weitere WordPress-Seite“ (dem Standard-Untertitel einer frischen WordPress-Installation) suchen, werden Sie bemerken, wie unpassend und lieblos es wirkt, wenn eine Seite in den Suchergebnissen mit diesem Untertitel angezeigt wird. Dabei lässt sich der Untertitel im WordPress-Dashboard ganz einfach unter Einstellungen, dann Allgemein anpassen.
Ohne Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization, kurz SEO) läuft im Internet heutzutage fast nichts mehr – denn die meisten Nutzer finden Inhalte im Netz über Google, Bing und andere Suchmaschinen. Daher ist es wichtig, die eigene Website so zu gestalten, dass sie weit oben in den Suchergebnissen erscheint. Dafür ist es notwendig, Inhalte suchmaschinenfreundlich aufzubereiten. Die Beiträge in Ihrem Blog sollten Sie mithilfe von aussagekräftigen Überschriften, Absätzen und mit Listen strukturieren. Dies hilft nicht nur dem Leser beim Erfassen des Textes, sondern vereinfacht es auch dem Webcrawler von Google oder anderen Suchmaschinen, Ihre Website abzusuchen, zu indexieren und einzuordnen.
Die einzelnen Blog-Seiten sollten eingängige URLs haben – das sind die Adressen, unter denen die jeweiligen Seiten im Internet zu erreichen sind. Bei einem Modebeitrag über die besten Sommer-Outfits würde sich zum Beispiel die URL „meinblog.de/sommer-outfits“ eignen. Das macht den Link nutzerfreundlich, weil er sich gut merken lässt und direkt auf das Thema hinweist.
Tipp: Das Plug-in „Yoast SEO“ ist eine kostenfreie WordPress-Erweiterung, die Ihnen bei der suchmaschinen-optimierten Aufbereitung Ihrer Inhalte hilft. Mithilfe des Plug-ins lassen sich Beiträge hinsichtlich der wichtigsten SEO-Kriterien prüfen und optimieren.
WordPress ist nicht nur als Content-Management-System bei den Nutzern beliebt, sondern WordPress-Seiten sind auch beliebtes Ziel von Hackern. Verwenden Sie daher bei der Registrierung keine Login-Nutzernamen wie „Admin“ oder „Webmaster“ und wählen Sie ein starkes Passwort. Zudem bietet Ihnen das Plug-in „Limit Login Attempts“ weiteren Schutz – nämlich die Begrenzung der Anmeldeversuche beim Login. Bei zu vielen erfolglosen Anmeldeversuchen erfolgt eine Sperrung der entsprechenden IP-Adresse für eine vorher festgelegte Zeit.
Das Plug-in „All In One WP Security and Firewall“ bündelt alle wichtigen Sicherheitsmaßnahmen und analysiert die Website auf mögliche Sicherheitslücken. Ob Spam-Kommentare, ein schwacher Login-Name oder zu geringer Schutz vor Angreifern: Es verdeutlicht den Schutz der Website in übersichtlichen Grafiken und gibt hilfreiche Tipps für Schutzmaßnahmen.
Wenn Sie nur einen Blog über Ihre persönliche Ansichten, Ihren Urlaub oder Ihre Briefmarkensammlung schreiben möchten, dann benötigen Sie theoretisch kein Impressum. Sobald die Inhalte aber im Zusammenhang mit (direkten oder indirekten) wirtschaftlichen Interessen stehen, fordert der Gesetzgeber, dass Sie ein Impressum mit Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse angeben. Andernfalls begehen Sie eine Ordnungswidrigkeit und müssen mit empfindlichen Strafen oder Abmahnungen rechnen.
Mit dem Hosting-Paket von STRATO und der einfachen Installation einer Do-it-yourself-Anwendung wie WordPress oder einem alternativen CMS erreichen Sie Ihr Ziel schnell und unkompliziert. Verfügen Sie über Webspace mit eigener Domain, sind Sie nicht auf Blog-Hoster angewiesen. So bequem das Bloggen beispielsweise direkt bei WordPress.com auch sein mag: Die Nutzung eines komplett selbst entwickelten Layouts wird dort erschwert und eine eigene Internet-Adresse haben Sie dort auch nicht. Mit einem passenden CMS sind sie daher flexibler und können Design und Aufbau Ihres Blogs selbst bestimmen.
Diese Art von Do-it-yourself-Blog ist nicht nur für private Anwender die beste Wahl, um Leser zu erreichen. Auch kommerzielle Anbieter halten den Kontakt zu Kunden gern über einen Unternehmensblog. Ein professionell geführter Firmenblog bietet hilfreiche Informationen, beantwortet Kundenfragen und ermöglicht Lesern einen Blick hinter die Kulissen. Das Webhosting von STRATO bietet Ihnen in verschiedenen Tarifen für jede Art von Blog die passenden Rahmenbedingungen, um als Blogger durchzustarten.